Aufruf der Linken „Marsch für das Leben blockieren – § 218 abschaffen“

von Peter Helmes *

Was erlauben „Bösmenschen“? „Bösmenschen“? Klar, daß sind eben keine „Gutmenschen“ – ein Begriff, der von RotGrün, also den Guten im Lande, definiert ist: Sie legen die neuen Normen fest und verkünden das dann als die neue Moral.Kipping

Wenn dann aber Bösmenschen, also ein paar irregeleitete „religiöse Fundamentalisten“ (Kipping), für ein angebliches „Recht auf Leben“ demonstrieren wollen, ist das der beste Beweis für die Gefährdung unserer Nation. Wer gegen Homo-Ehe auf die Straße geht, wer sich gegen die „Frühsexualisierung“ unserer Kinder wehrt, wer also (auch verborgen gehaltene) Pädophilie in Kindergarten und Schule trägt oder dafür eintritt, daß Ungeborene leben (dürfen) – also gegen „Abtreibung“ demonstriert, stellt sich automatisch außerhalb unserer Gesellschaft. (Siehe auch:https://conservo.wordpress.com/2015/08/04/deutsche-protestkultur-abtreibung-und-das-schlachten-traechtiger-kuehe/)

Für die Tötung ungeborenen Lebens

Und dann ist es passiert: Tausende nicht einsichtiger Bürger – „gewiß „Rechte“, also Faschisten – wollen doch tatsächlich am 19. September in Berlin für das Recht auf Leben – und damit gegen den Tötungsparagraphen 218 StGB – demonstrieren. Das treibt die Linken auf die Straße; denn sie treten vehement für die Tötung ungeborenen Lebens ein. Irre! Lesen Sie den Aufruf, den die Oberlinke Katja Kipping abgesondert hat, und Sie werden verstehen, was ich meine. Klar, die SED-Nachfolger sind es ja gewohnt, daß andere Meinungen unterdrückt und daß „politisch inkorrekte“ Meinungenbockiert werden.

Ergo überschreibt Kipping ihren Aufruf auch dreist mit „Marsch für das Leben blockieren – Paragraph 218 abschaffen!“ Deutlicher geht´s nicht.

Marsch für das Leben blockieren – Paragraph 218 abschaffen

„Bis heute steht der Paragraph 218 im Strafgesetzbuch und stellt Schwangerschaftsabbruch unter Strafe. Nur eine verpflichtende Beratung erlaubt es Frauen in den ersten drei Monaten die Schwangerschaft straffrei abzubrechen. Bis heute fordert die Frauenbewegung, den Paragraphen vollständig zu streichen. Zum 20. Jahrestag der Novellierung erkläre ich:

Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist ein Menschenrecht. Dass sich Frauen in Deutschland noch immer nicht ohne Beratungszwang für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden können, ist beschämend. Der Paragraph 218 muss endlich vollständig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden.

Momentan erleben wir in Europa im Zuge der Krise einen konservativen Rollback, der bereits erkämpfte Rechte von Frauen wieder einschränken will. So sollte beispielsweise in Spanien das Gesetz zum Schwangerschaftsabbruch verschärft werden. Zahlreiche Proteste mit Tausenden Demonstrantinnen und Demonstranten haben diese Verschärfung verhindert.

Auch in Deutschland gehen vermehrt religiöse Fundamentalistinnen und Fundamentalisten und Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegner auf die Straße, die die sexuelle Selbstbestimmung der Frau in Frage stellen. Am 19. September wollen die Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegner unter dem Motto “Marsch für das Leben” in Berlin ihre mittelalterlichen Parolen verbreiten. Ein breites Bündnis wird sich ihnen in den Weg stellen. Ich rufe alle auf, sich den Protesten gegen Neokonservative und christliche Fundamentalistinnen und Fundamentalisten anzuschließen und am 19. September für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auf die Straße zu gehen.

Am 29. Juni 1995 trat in Deutschland die Neuregelung zum Schwangerschaftsabbruch in Kraft. Dieser Novellierung sind nicht nur der Mauerfall, der die Anpassung der Gesetzgebung notwendig machte, sondern auch zahlreiche Demonstrationen zur Abschaffung des Paragraphen 218 vorangegangen. Aus dem Gesetzbuch gestrichen wurde er nicht, nur ein paar weitere Ausnahmeregelungen zur Straffreiheit ergänzt.“

Klaus Hildebrandt spricht Klartext

Hildebrandt, ein mutiger Christ, will diesen Aufruf nicht hinnehmen. Er schreibt u. a.:„Frau Kipping missinterpretiert Menschenrechte im eigenen Interesse und Portemonnaie und verdrängt völlig, dass es hier prioritär nicht um Frauen, sondern um das Leben eigenständiger Menschen geht. Diese Kinder haben niemandem etwas getan und verdienen es nicht, getötet zu werden. Bei Frau Kipping handelt es sich im Übrigen um eine eingefleischte Feministin, wie schon die beigefügte Antwort-Mail an einer Berliner Frau und Mutter (s. ganz unten) belegt. Aber bitte lesen Sie selbst. Frau Kippings Aufruf zum Protest gegen Menschen, die sich für das Leben wie auch für Behinderte einsetzen, entlarvt die ganze Dimension dieser verlogenen linken Ideologie. Was haben ihr diese kleinen Kinder nur so Schlimmes angetan, dass sie ihnen selbstherrlich das Recht auf Leben abspricht und schlimmer noch, Menschen zur Abtreibung ihrer Kinder animiert.

Linke versteht nicht, mit Freiheit sorgsam umzugehen. Kipping: „Kinder sind Kacke“

Die Erfahrungen der vergangenen 20 Jahre belegen, dass der auf Genderismus aufbauende Feminismus eine zerstörerische Wirkung in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens entfaltet. Feminismus ist eine schlimme Form von Egoismus und hat in einer wirklich menschenfreundlichen Gesellschaft keinen Platz. Wie Sie vermutlich wissen, hat sich die AfD in Pforzheim erst kürzlich einstimmig für eine Rückorientierung auf allgemein anerkannte Werte und Institutionen, – allen voran die traditionelle Familie -, und unmissverständlich klar gegen die unnatürliche Genderideologie ausgesprochen. “Die Linke” versteht es nicht, mit Freiheit sorgsam und verantwortungsvoll umzugehen, und ich glaube, Sie wird es auch nicht lernen. Sie bedient sich vornehmlich junger Linksextremisten und setzt auf Lautstärke, pauschale Opposition und Konfrontation. Sie trauert ihrer Vergangenheit nach und sucht krampfhaft neue Betätigungsfelder, findet sie aber nicht. Sie unterstellt den aus allen Ecken der Republik anreisenden Lebensrechtlern, “mittelalterliche Parolen” zu verbreiten, verschweigt jedoch die der eigenen Anhänger wie “Kinder sind Kacke”. Was soll man dazu noch sagen?

Vielleicht schaut sie sich ja diese beiden linkshttp://www.katholisches.info/2015/08/03/zensur-linker-medien-schockierend-radikalfeministin-paglia-ueber-das-schweigen-zum-planned-parenthood-skandal/sowie: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/mike-adams/koerperteile-von-toten-babys-werden-bei-partial-birth-abtreibungen-geerntet-.html an.

Menschenrecht auch für das ungeborene Kind – Bundesverfassungsgericht: Abtreibung ist rechtswidrig

Jörgen Bauer, ein ebenso streitbarer Evangelikaler, schrieb Kipping direkt an (07.08.2015):

„Ihr Aufruf: Marsch für das Leben blockieren – Paragraph 218 abschaffen

Sehr geehrte Frau Kipping,(Katja.Kipping@bundestag.de)

…..es ist immer wieder erstaunlich, daß intelligente Menschen, derartige Aufrufe verfassen und daß ausgerechnet unter Berufung auf das Menschenrecht über den eigenen Körper bestimmen zu können. Natürlich gibt es dieses grundsätzliche Menschenrecht, das selbstverständlich auch für das ungeborene Kind gilt. Und da das ungeborene Kind dieses Recht noch nicht wahrnehmen kann, müssen das die Eltern, insbesondere die Mutter, stellvertretend für das Kind tun. Eigentlich ist das für eine Kulturnation selbstverständlich und das Bundesverfassungsgericht hat die Abtreibung deshalb folgerichtig auch für rechtswidrig, wenn auch straffrei, erklärt. Der Schutz des Lebens, auch des Ungeborenen, ist an sich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der leider eklatant versagt wird.

Ein zivilisierter Mensch muss deshalb etwas gegen die Killermentalität des Abtreibungsunwesens haben. Dazu muß er nicht einmal Christ sein. Das ist einfach ein Gebot der Humanität und hat absolut nichts mit Fundamentalismus zu tun. Welche Art von Fundamentalismus sollte das denn auch sein? Beim Christen kommt allerdings hinzu, daß er sich Gott gegenüber, als dem Geber und Erhalter allen Lebens und Urgrund, Sinn und Ziel unseres Lebens verantwortlich weiß, weshalb er Unrecht beim Namen nennen muß, um nicht mitschuldig zu werden. Von daher ist ein Aufruf wie der Ihre nicht nur ein Anschlag auf unsere Zivilisation, sondern auch ein eklatanter Angriff auf Gottes gute Ordnungen für unser Leben.

Sie sollten sich mal näher mit diesen Dingen befassen, insbesondere mit dem Post Abortions

Syndrom. Da eine Abtreibung immer schweres Unrecht ist und sich die Stimme des Gewissens nicht abwürgen läßt, kommt es hier oftmals zu schweren psychischen Folgeschäden, die man niemanden einreden muß, und von der Frauen, ohne Rücksicht auf ihren Glauben oder ihre Religionszugehörigkeit, betroffen sind.    

Mit freundlichen Grüßen

Jörgen Bauer“

Anmerkung conservo: Geben wir den Linken die richtige Antwort: Teilnahme am „Marsch für das Leben“ am 19.09. in Berlin!

Linke, Rote und Grüne versuchen uns einzureden, wir hätten gefälligst stolz zu sein auf die Errungenschaften der Neuzeit: Auf zahllose neue „Geschlechterformen“ (LSBTTIQ) und noch zahlreichere Formen des Zusammenlebens, auf Frühsexualisierung, Euthanasierung äh „Sterben in Würde“ oder auch „Vielehe“ (aller mit allem).

Nein, und nochmals nein. Wer noch einen Funken „Anstand“ – welch gräßliches Wort aus der Steinzeit! – im Leibe hat und sich nicht dem Zeitgeist hingeben will, kommt deshalb zur Großdemonstration am 19. September in Berlin!

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*Peter Helmes ist Mitherausgeber des Blogs Conservo, Politikberater, freier Dozent und Journalist

www.conservo.wordpress.com

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