Durchfall, Bauchschmerzen, Blut im Stuhl – oder einfach auch gar keine Smptome: der neuartige Erregertyp einer Colibakterie hält Deutschlands Wissenschaftler in Atem und viele Betroffene auf dem Klo – oder in der Klinik.

Als Erreger verdächtigt wurden bisher Gurken, Tomaten und Salate. Inzwischen gäbe es Hinweise, dass Sprossen als Quelle in Frage kämen.

Da ich mich selbst nicht an den Spekulationen beteiligen möchte, woher dieser Erregertyp stammt, werde ich am Ende einige Literaturhinweise auflisten.

Im übrigen: auch ich hatte vor etwas mehr als einem Jahr einen Durchfall, der mehr als 3 Monate andauerte und bei dem die Ärzte im Prinzip erstmal die Ursache nicht feststellen konnten – trotz Analyse des Stuhls und des Blutes.
Damals war ich etwa eine Woche lang in einem kleinen Landhaus in der Lüneburger Heide – südlich von Hamburg – gewesen.
Aber auch ich dachte, dass ist ein normaler Durchfall, nach einer Woche bist du den wieder los.

So war es aber nicht. Ich hatte drei Monate Probleme und bin dann vom Arzt zur Darmspiegelung geschickt worden, wozu der Darm ja komplett entleert und mit Salzwasser gereinigt wird.
Bei der Darmspiegelung wurde letztlich nichts gefunden – aber nach der Darmspiegelung ging es aufwärts. Ich wandte dann meine weißen Milchsäurebakterien an, um die Darmflora wieder aufzubauen – und so konnte ich, nachdem ich fast drei Monate nur Schonkost gegessen und 6 Kilo verloren hatte, endlich aufatmen.

Die Ursache konnte auch nach einer zweiten Blutuntersuchung nicht zu Hundertprozent festgestellt werden, es hieß lediglich, dass ich vermutlich einen Salmonellenbefall gehabt hätte – dafür hätte es Anzeichen gegeben.

Seltsam war für mich nur, dass weder meine Familie noch der Arbeitskollege, der mit auf dem Seminar in der Lüneburger Heide war, krank geworden sind.

Jetzt im Nachhinein erinnere ich mich, dass ich damals auch Sprossen im Salat gegessen hatte. Das weiß ich deswegen so genau, weil ich zuvor noch nie in meinem Leben Sprossen gesehen noch sie verzehrt hatte.

Ein weiteres Jahr zuvor hatte ich schon einmal Probleme gehabt und diese mit Kohletabletten und anschliessender Milchsäurebakterien-Therapie in den Griff bekommen.

Interessant ist auch der Hinweis im nachfolgenden Spiegel-Artikel, dass es Fälle von an EHEC-erkrankten Patienten gibt, die über keinerlei Symptome klagen.

Es gibt also scheinbar Menschen, die anfällig sind, wohingegen andere Menschen robust sind.

Literaturhinweise:


  • EHEC Ausbruch in Norddeutschland – „Wir sind alle geächtet“ – Spiegel-Online 05.06.11

  • Epidemie in Norddeutschland – Sprossen geraten als Ehec-Quelle unter Verdacht – Spiegel-Online 05.06.11

  • Gefährlicher EHEC-Keim: Experten rätseln über Lieferkette-RP-Online 11.06.11
  • Advertisements