UN-SINN: Gabriel fordert gemeinsame Verschuldung in Europa

UN-SINN
Gemeinschaftliche Schulden haben nichts mit Visionen zu tun. Oder würde Gabriel auch die Schulden seiner Nachbarn in seiner Stadt mitfinanzieren – genug verdient er ja….
Gemeinschaftliche Schulden führen lediglich zum Nachlassen des Reformdrucks in den Südeuroländern. Eine gemeinschaftliche Kontrolle in der Zukunft wird genausowenig effizient und stringent funktionieren, wie in der Vergangenheit: Maastricht ist am fehlenden Vorbild (Rot-Grün hat den Vertrag selbst gebrochen) gescheitert. Rot-Grün hat Maastricht gebrochen, damit den Kontrolldruck herausgenommen und die Südländer erst zum finanziellen Laissez-Faire ermutigt. Nun will ausgerechnet Rot-Grün die Vergemeinschaftung von Schulden.
Das wird in die Sackgasse führen: Deutschland wird auf die nächsten 50 bis 70 Jahre dann die Schulden von Spanien, Italien, Portugal, Griechenland, Slowenien, usw. abbezahlen müssen.
Erarbeiten müssen wir das mit niedrigen Lohnstückkosten, die den hohen Exportüberschuss ermöglichen. Der Arbeitnehmer in Deutschland hat seit 20 Jahren inflationsbereinigt keinen Cent mehr in der Tasche.

Vergemeinschaftung von Schulden heisst: Deutschland bezahlt die Schulden der Südländer mit eigener Hände Arbeit; kaufen können sich die Arbeitnehmer in Deutschland davon nichts. Aber die Zinslast der öffentlichen Hand in Deutschland wird dadurch größer, ebenfalls die Schuldenlast. Der Abbau des Sozialstaats in Deutschland kommt automatisch Hand in Hand dazu. Die Kommunen in Deutschland können ihre Infrastruktur selbst nicht mehr aufrechterhalten.

Aber Hauptsache „wir“ erweisen uns als „gute Europäer“ die die Schulden der anderen bezahlen.

Da frage ich mich doch: sind wir keine guten Europäer, wenn wir die Schulden der anderen nicht bezahlen? Oder sind DIE keine guten Europäer, die ihre Schulden ihren Nachbarn aufladen?

Ich denke, eher letzteres trifft zu.

Die Schuldenmacher sollen ihre Suppe selbst auslöffeln.

Vergemeinschaftung von Schulden unterläuft das Verursacher- und Verantwortungsprinzip und ist UN-SINN.

Über 99Thesen

Ich bin - unter anderem - der Urenkel des ersten Kammerdieners und der zweiten Mammsell des letzten deutschen Kaisers. Seit Kindertagen bin ich gläubig an Jesus Christus und setze mich für die Freiheit des Evangeliums, Religions- und Meinungsfreiheit ein - ebenso wie für den Erhalt konservativer Werte und den Schutz der Schöpfung. Rheinische Lebensfreude erfahre und erlebe ich in meiner rheinisch-bergischen und oberbergischen Heimat und paare diese mit einem preußischen Verständnis von Pflichterfüllung , Einsatzbereitschaft und Leidenschaft sowie die Liebe zu meiner Heimat, zur Natur und christlichen Kultur europäischer und insbesondere deutscher Prägung. Dazu gehört für mich auch wie die Luft zum Atmen die Dinge mal humorvoll und auch überspitzt mal auf die "Schippe " zu nehmen. Ein paar Spritzer rheinischer Lässigkeit und Lebensfreude gehören so zu meiner Lebensqualität dazu. Mein Blog 99Thesen finden Sie hier: 99thesen.com
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