Hallo zusammen,

ich wünsche Ihnen allen friedliche Weihnachtsfeiertage.

Doch komme ich nicht umhin, der gestern lancierten Nachricht, dass Schäuble für nächstes Jahr plant, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Lebensmittel, usw. anzuheben, uns als 6-köpfige Familie dann mindestens 70 bis 100 Euro im Monat (!) Mehrkosten verursachen wird.

Mit den Mehrkosten für die Erneuerbaren Energien, das Netzentgelt, usw. entstehen so für uns Mehrkosten von bald 150 bis 250 Euro pro Monat.

Das ist für eine Familie, die keine Sozialleistungen wie Hartz IV bezieht, nicht mehr leistbar.
Familienfreundlichkeit sieht ganz anders aus.

Das Betreuungsgeld kommt mehr als vier Jahre zu spät. Davon profitieren wir nicht mehr, weil unsere Kinder alle vier dann schon älter als zwei Jahre sind.

Zudem bekommen Familien wie wir, die das Kind als Gottes Geschenk ansehen und das Kind erst ab dem 4. Lebensjahr in die Kita geben wollen, bald keinen Platz mehr im Kindergarten, weil die Kindergärten nur noch U3-Kinder aufnehmen werden.
Sprich: meine jüngsten Söhne werden daher keinen Kindergarten von innen sehen,…

Wir verzichten als Familie daher auf die Kinderkrippe, ersparen der Kommune damit 800 bis 1200 Euro pro Monat Zuschuss.
Wir bekommen kein Erziehungs/Betreuungsgeld.

Und das ganz normale Kindergeld reicht nicht aus, um die Kosten für Kinder zu decken.

So werden konservative Ein-Verdiener-Familien durch staatliche CDU-Politik in die Armut getrieben.

Ich bin daher sowohl über die Milliardenpakete für den Euro (für den Euro und die Griechen bringen wir Milliarden auf), als auch über die geplante Mehrwertsteuererhöhung mehr als nur sauer.

Es hat den Anschein Politik wird nur noch aus dem Blickwinkel der Eurorettung, der Migration und der Emanzipation betrieben.

Frauen, die gerne ihre eigenen Kinder zu Hause erziehen, wie die meinige, werden dafür sowohl finanziell bestraft als auch ideell stigmatisiert – z.B. als Heimchen am Herd.

Dabei ist die Kinderbetreuung in der Kita nicht besser, als zu Hause. Wer die wahren Probleme der Kitas kennt, weiß um deren Personalmangel und Krankheitsstand und die daraus resultierende Personalunterdeckung und Minderbetreuung.

Meine bzw. unsere vier Söhne werden demnächst die Steuern für diesen Staat zahlen, damit trägt also eine Familie mit vier Kindern wesentlich zum Erhalt des Staatsvolks und des Staates bei.
Dennoch wird Politik de facto für die Familie mit einem Kind bzw. maximal zwei Kindern und die berufstätige Frau gemacht.

Volkswirtschaftlich ist die Rechnung klar:

– eine Alleinverdiener Familie , deren Mutter zu Hause die Kinder betreut und erzieht, trägt mit vier Kindern insgesamt 4,5 Personen-Lebensarbeitszeiten zum BIP bei. (Vater und 2 Söhne Vollzeit, Muttter und 2 Töchter jeweils 0,5 Lebensarbeitszeiten). Zudem stärkt diese Familie die Bevölkerungspyramide mit vielen jungen Menschen.

– eine Doppelverdiener Familie mit einem Kind trägt maximal mit 3 Personen-Lebensarbeitszeiten zum BIP bei, wobei hier das Problem entsteht, dass die Bevölkerungspyramide zu einem -kegel deformiert, also die Jungen immer weniger werden.

– Singlehaushalte tragen 1,0 Personen Lebensarbeitszeiten zum BIP bei und löschen die Bevölkerung aus.

Die Vereinbarkeit von parallel ausgeführter Familien- und Erwerbsarbeit ist kaum möglich. Richtiger und besser funktioniert die serielle Vereinbarkeit, sprich: die Frau (meistens, manchmal auch der Mann) bleibt 10 bis 20 Jahre zu Hause und arbeitet danach noch 25 bis 27 Jahre bis zur Rente Vollzeit.

Zudem ist der Egoismus der Deutschen zu groß: mehr Kinder bedeutet Verzicht, weniger Urlaub, mehr Aufopferungsbereitschaft und Verzicht für Kinder um die nächste Generation heranzuführen.

Die 68er Revolution hat dagegen zu Werten geführt die den Genuss, die Selbstverwirklichung (dazu zählt auch die Emanzipation), den Egoismus in den Vordergrund rücken.

Der Egoismus und die Selbstverwirklichung vernachlässigen dabei die Frage: was ist meine Aufgabe, was ist mein Teil in der Kette der Generationen vor und – hoffentlich – nach mir?

Nicht die zeitgleich parallele Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wichtig, sondern die serielle Vereinbarkeit.
Betriebe sollten Müttern, die sich ganz ihren Kindern gewidment haben, nach zehn oder zwanzig Jahren Wiedereinstiegschancen ermöglichen, dementsprechend Kurse und Reingetratiionsmodelle schaffen.
Mir ist beispielsweise persönlich bekannt, dass eine vierfache Mutter, die ihre Kinder selbst großgezogen hat, dabei noch in den letzten Jahren ein Medizinstudium begonnen und abgeschlossen hat und die jetzt mit 37 Jahren Ärztin geworden ist.

Vor diesen Frauen ziehe ich meinen Hut und zolle ihnen allerhöchsten Respekt und meine größte Anerkennung !

In diesem Sinne

eine frohe Weihnacht

Frederick Kühne
Vater von einer Familie mit vier Kindern

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