Zweifel am Gesellschaftssystem:

wo bleibt die Wertschätzung für die Mütter?

Das Bundesverfassungsgericht hat Zweifel am Betreuungsgeld.

von Freddy Kühne

Das Bundesverfassungsgericht hat Zweifel am Betreuungsgeld. Ich habe inzwischen Zweifel am Gesellschaftssystem, am Verfassungsgericht und am politischen Establishment.

Das Bundesverfassungsgericht hat Zweifel am Betreuungsgeld gemeinfrei via WikiMediaCommons

Das Verfassungsgericht kann eine Differenz der Lebensverhältnisse nicht erkennen – und sieht damit keine Grundlage für die Einführung eines Betreuungsgeldes…

(Quelle: RP-Online, 14.04.2015)

Wahnsinn, Unglaublich: natürlich ist die Differenz der Lebensverhältnisse erheblich, wenn meine Frau bei vier Kindern zu Hause bleibt und diese selbst erzieht: uns fehlt über Jahrzehnte das zweite Einkommen. Während diejenigen, die die Fremdbetreuung wählen, ein zweites eigenes Einkommen plus die 1200 Euro monatliche Staatssubvention vom Staat für den Kita-Platz erhalten….

Das Verfassungsgericht, welches die Rechtmäßigkeit des Betreuungsgeldes anzweifelt und die meisten Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien kann ich nun überhaupt nicht mehr verstehen, als vierfacher Vater und Alleinverdiener.
Zudem sorgen gerade meine vier Kinder doch für den Erhalt der Generationenverträge im Renten- und Sozialsystem – denn jeder, der weniger als 2 Kinder hat, destabilisiert dieses Generationensystem….
…. und dennoch wird meine Frau im Rentensystem dafür auch noch bestraft und kann – trotz der vier Kinder – als Sozialhilfefall enden.

Aber uns ist es egal, was der Staat hier auch absurdes vollzieht: wir lassen uns ideologisch nicht vom Staat durch falsche Anreize vorschreiben, unsere Kinder vor dem 3. Lebensjahr in die Kita zu geben.
Die meisten Kinderpädagogen warnen davor – und viele Erzieherinnen bestätigen mir: sie haben gar keine Zeit für die Betreuung der vielen Kinder in ihrer Gruppe.

Vor allem die Verunglimpfung und Herabsetzung als „Herdprämie“ ärgert mich enorm: es geht hier um den Vollzeitjob als Familienmangerin – der mehr als 9 Stunden am Tag – oft bis 17 Stunden täglich – umfasst.

Dieses Gesellschaftssystem ist absurd und krank: es ist egoistisch, nur auf den Konsum und die Wirtschaft und auf eine genderistisch-emanzipatorische Ideologie fixiert.

Es ist auch seltsam, dass konservativ-liberale Parteien wie die Union oder die FDP , welche ansonsten immer das Subsidiaritätsprinzip und das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit hervorheben (Schlagwort Privat vor Staat) , gerade in der Bildungs- und Frühkindpädagogik inzwischen eine 180 Grad -Drehung in Richtung „Staat vor Privat“ bzw. die Verlagerung von eigentlich von der Familie zu erbringenden Leistung auf die Allgemeinheit vollzogen haben.

 

Freddy Kühne
vierfacher Vater und Alleinverdiener

Mitbegründer der AfD und der Transatlantiker der AfD

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externe Lektüre:

Uni Erfurt – Elternbindung und Fremdbetreuung

Fremdbetreuung schadet Kindern und Eltern – Freie Welt

Debatte um mehr Krippenplätze: zum Wohle des Kindes?

Debatte Schweiz: Sexspiele in der Kita und Schule

 

Langzeitstudie über Fremdbetreuung NICHD / USA 2007:

Zitat aus der NICHD Studie, der größten und teuersten Langzeitstudie über Krippenbetreuung des Gesundheitsministeriums der USA:

„Bisher gab es nur wenige Langzeitstudien über Krippenbetreuung. Deshalb dürfte das Ergebnis einer amerikanischen Langzeitstudie zur Kinderbetreuung für neuen Zündstoff in der Kita-Debatte sorgen. Die zwei Millionen Dollar teure Untersuchung trägt den Titel: „Gibt es langfristige Auswirkungen der frühen Kinderbetreuung?“

Finanziert wurde die Studie vom „National Institute of Child Health and Human Development“ (NICHD). Sie gilt als die größte, umfassendste und am längsten angelegte Untersuchung zur Kinderbetreuung in den USA. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk bewertete der Betreuungsforscher und Diplompädagoge Burghardt Behncke die NICHD-Studie als „große und international anerkannte Studie“, an der niemand vorbeikomme.

Nach den neuesten Ergebnissen der NICHD-Studie, die im März 2007 im Fachblatt „Child Development“ veröffentlicht wurde, entwickeln sich Kinder, die schon früh in Kindertagesstätten aufwachsen, in der Schule später eher zu Störenfrieden und Unruhestiftern als Kinder, die zu Hause von Eltern oder Tagesmüttern betreut werden. Die Qualität der Kindertagesstätte ist dabei unerheblich.

Mit jedem Jahr, das ein Kind mindestens zehn Stunden pro Woche in einer Kita verbracht hat, steigt dessen Aufsässigkeit in der Schulzeit um rund ein Prozent. Gegenüber dem Deutschlandfunk meinte Behncke: „Je früher ein Kind in Fremdbetreuung kommt und je länger es wöchentlich und über die Jahre fremd betreut wird, umso mehr Verhaltensauffälligkeiten können solche Kinder zeigen.“ Zitatende.

Quelle: Gute Nachrichten.Org

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