Ein Zwischenruf: „ Kauft nicht bei Juden“, „Kein Bier für Nazis“ – Davon haben wir nichts gewusst!“

 

Von Michael Weilers

„Kauft nicht bei Juden“, ist in abgewandelter Form als „Kein Bier für Nazis“ wiedergekehrt.

Ob Denunzierungen, Verleumdungen, oder tätliche Übergriffe gegenüber Andersdenkenden.

Ob gleichgeschaltete Presse, politisch motivierte Gerichtsurteile oder SA-Antifa-Aufmärsche.

Alles das, was man glaubte, vor 70 Jahren hinter sich gelassen zu haben, ist wieder auferstanden, doch diesmal nicht im braunen, sondern im rot-grün-schwarzen Gewand, und sogar das damalige „Kauft nicht bei Juden“ ist in abgewandelter Form als „Kein Bier für Nazis“ wiedergekehrt.

Anders aber als damals, als es nur Volksempfänger zu Informationszwecken gab, wird sich in den 70er Jahren niemand damit entschuldigen können, von den Entwicklungen nichts mitbekommen zu haben, denn in Zeiten von Internet, Facebook und Co., ist es einfach unmöglich, im vakuumverpackten Elfenbeinturm zu sitzen und an Friede, Freude, Eierkuchen zu glauben.

„Davon haben wir nichts gewusst“ gilt dann nicht mehr, und man wird sich wieder eine Kollektivschuld ankreiden lassen müssen.

Doch dann nicht ob der Tatenlosigkeit bei der Verfolgung der Juden, sondern aufgrund der Tatenlosigkeit bei der Abschaffung des eigenen Volkes.

Die deutsche Gutgläubigkeit und Obrigkeitshörigkeit, das deutsche Mitläufertum und die Feigheit davor, alternative Parteien zu wählen, werden dann nämlich abermals in die Katastrophe geführt haben, und man wird mit Fug und Recht verlautbaren können: „Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein“


mit Unterstützung von Conservo

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