Mot-i-Vation: Volvo´s Polestar 2 bläst zum Angriff auf Tesla Model 3

„Ich rolle“ – nun elektrisch + Grüne fordern generell Tempo 130 auf deutschen Autobahnen: Eine Kriegserklärung

++ IfW-Studie:  Elektroautos sind kontraproduktiv fürs Klima ++ Einführung synthetischer Kraftstoffe fördern

 

 

Von Freddy Kühne

 

Volvo rollt ab 2020 nun auch rein elektrisch auf die Straßen.

Ab 2020 ist die fünftürige Fließhecklimousine des Polestar 2 ab einem Preis von 53.540 €uro erhältlich. Wir auf 99Thesen veröffentlichen dazu heute verschiedene Testberichte. Die mit zwei Elektromotoren ausgestattete schwedische Karosse erreicht knapp 470 Kilometer Reichweite.

Die technischen Daten: 660 Newtonmeter Drehmoment, umgerechnet 408 PS (300 KW), Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,7 Sekunden. Die ersten Fahrzeuge werden im Sommer 2020 an Kunden in Norwegen und Schweden ausgeliefert. Ab August 2020 folgt auch die Auslieferung auf dem deutschen Markt. Der Polestar 2 ist – im Gegensatz zum Polestar 1 – als rein elektrisch betriebenes Fahrzeug konzipiert und wird komplett in China gefertigt.

Seit 2010 gehört die Volvo-Personenfahrzeugsparte übrigens  zur chinesischen Geely-Gruppe, nachdem noch in 2019 Ford Volvo übernommen hatte, dann aber bereits ein Jahr später an die Chinesen verkaufte.

Wer jetzt noch mehr Beweise dafür braucht, dass der Weg in die Elektromobilität deutsche Arbeitsplätze gefährdet, dem kann nicht mehr geholfen werden. Immerhin: Tesla plant den Bau seiner ersten europäischen Manufaktur ja im Süden Berlins.

Hinter Polestar steckt das schwedische Traditionsunternehmen Volvo. Das merkt man sowohl an der Verarbeitung der Karosserie als auch an der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Auslieferungen von Polestar.

Polestar wurde von Volvo vor einigen Jahren bereits als Premiummarke gestartet: Ursprünglich war Polestar sozusagen der Haustuner von Volvo – ähnlich wie AMG bei Mercedes: Der Polestar 1

war einst ein  sündhaft teures Hybrid-Auto mit einer Carbon-Karrosserie. Selbst Supersportler von Ferrari und Lamborghini waren im Gegenzug zum Polestar 1 sozusagen „Masse-Sportwagen“ auf deutschen Straßen.

Dabei ist auch  der Polestar 1 kein Blender: Der Sportwagen im GT-Format besitzt vier Motoren, davon drei elektrische und einen benzingetriebenen Motor.

Nun  aber wurde Polestar zur Elektroauto-Marke des Volvo-Konzerns auserkoren.

Wer den Polestar 2 in Deutschland kauft, muss mit einem Preis von circa 57.900 Euro rechnen. Abzüglich der staatlichen Subventionen kommt man immer noch auf rund 50.000 Euro. Das ist immer noch ein stolzer Preis für einen Fließheckwagen, der in China produziert wird.

Im Vergleich zu den circa 200.000 Euro für den derzeit besten deutschen Elektro-Sportwagen Porsche Taycan aber dann doch wieder günstig.

Der Polestar 1 mit der Carbonkarrosserie, drei Elektromotoren, einem Benzinmotor und der Turbo- und Kompressoraufladung dagegen startet bei einem Grundpreis von 155.000 Euro.

Übrigens: Der Name „Volvo“ bedeutet auf schwedisch „Ich rolle“ ..

 

Immerhin : Wirklich ausfahren – oder „ausrollen“ –  wird man auch in Deutschland ggf. bald keinen Wagen mehr können, sollten sich die Grünen in der nächsten Bundesregierung wiederfinden: Diese wollen das Tempo auf deutschen Autobahnen bereits schon bei 130 km/h einfrieren: Eigentlich eine Kriegserklärung an den größten Teil der deutschen Autofahrer !

Und: Der ökologische Rucksack , der bei der Batterieherstellung und Entsorgung entsteht – welche bis heute noch nicht mal im Ansatz technisch geregelt ist – ist groß: Alleine bei der Batterieherstellung für einen Tesla Model S entstanden nach einer schwedischen Studie von 2017 noch 17,5 Tonnen CO2 – und: Ein herkömmliches Fahrzeug könnte acht Jahre fahren, bevor es die Umwelt so stark belastet habe, wie bei der Batterieherstellung entstünden. Das Recycling und Entsorgen der Batterie aussen vor gelassen.

Beispielsweise müssen  bei der Gewinnung jeder einzelnen Tonne Lithiums gleich 2000 Tonnen versalzenes Grundwasser in oberirdischen Becken in Chile verdunsten. Chemikalien zur Ausfällung störender Mineralien kommen noch dazu. Auch Lösungsmittel wie Kerosin und Salzsäure werden benötigt. Und „nicht alles“ davon landet sauber und gesichert auf Deponien, sondern Etliches wohl noch ungeklärt in der Natur Südamerikas beispielsweise.

Viel hängt davon ab, ob es den forschenden Konzernen gelingt, sowohl bei der Batterieproduktion wie auch beim Recyclen und Entsorgen weitere Fortschritte zu erzielen: So zum Beispiel wäre es wichtig, die Lithiumförderung sowohl umweltschonender als auch effizienter zu gestalten. Das kalifornische Startup Lilac Solutions ist nur eines von vielen , das die Forschung in diesem Bereich vorantreibt. Lilac Solutions arbeitet an der sogenannten Ionen-Austausch-Technologie und an einem kontinuierlichen Solevearbeitungsystem. Noch jedoch steckt das Projekt in der Forschungs- und Erprobungsphase und der Beweis der Effizienz und Wirtschaftlichkeit steht bislang aus.

Dennoch bleibt auch hier klar: Die Rohstoffe für Batterien  sind nicht endlos auf unserem Planeten verfügbar. Mal ganz abgesehen von den sonstigen Problemen der E-Auto-Ladeinfrastruktur in Wohnungsgebieten (Hochhäuser zB) und der Verteuerung und Verknappung des Stroms, den auch die Haushalte und die Industrie benötigen.

Ob das Elektro-Auto überhaupt einen positiven Effekt auf das Klima hat, ist unter Forschern ebenfalls umstritten: So errechnete das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, dass das Elektroauto sogar kontraproduktiv auf das Klima wirken könne;  ausgelöst durch die Nachfrage der E-Autos nach Ökostrom, wodurch dieser für die E-Automobile benötigte erneuerbare Strom halt nicht mehr zur Reduzierung von aus fossilen Trägern gewonnenen Strom im übrigen Strommarkt zur Verfügung steht.

Berücksichtige man diesen Effekt – so das IfW – führt die Einführung von E-Autos sogar zur 73-prozentigen Erhöhung von Treibhausgasemissionen, als würden stattdessen Dieselautos fahren.

Es sei umweltfreundlicher, erneuerbare Energien zur Reduzierung der Kohleverstromung zu nutzen, als sie Elektromobilen zur Verfügung zu stellen, so das IfW in seiner Studie 2020.

Hinzu kommt: Würde Deutschland die Einführung von synthetischen Kraftstoffen erlauben und beschleunigen, könnte Dieselkraftstoff auch aus CO2 und Wasserstoff hergestellt werden. Jedem Dieselantrieb könnten so ca. 15 bis 20 Prozent synthetisch hergestellten Dieselkraftstoff beigemischt werden, wodurch die CO2 Bilanz der Dieselaggregate nochmal um 8 Prozent verbessert würde.

Die Einführung synthetischer Kraftstoffe sollte auf jeden Fall von der Bundesregierung unterstützt und gefördert werden.

Bislang sind sie in Deutschland verboten – aber in den Niederlanden (und auch der EU)  beispielsweise  erlaubt…

 

 

 

Polestar 2:  Angriff auf Tesla Model 3! Android-Test mit @Felixba

 

Titelbild: Bildschirmfoto Youtube / Collage

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