Nachlese zum „Sturm auf Berlin“

Der „Sturm“ einer Treppe – und Demonstranten die dort von selbst Halt machen, als hätten drei „mutige“ Polizisten sie dort aufhalten können…

 

Ein Bundespräsident, der Polizisten lobt, wo er ansonsten musikalisch linksradikale  Texte von Feine Sahne Fischfilet bevorzugt, die dort zu Gewalt gegen „Bullen“ aufrufen: Welch  eine groteske Schizophrenie !

 

Von Renate Sandvoß‎

 

Kaum hat sich der Rauch vom groß angekündigten „Sturm auf Berlin“ verzogen, ist es Zeit, ein Resümee zu ziehen. Was bleibt von all den Versprechungen, großen Plänen und wochenlangen Ankündigungen des engagierten Teams der Querdenker? Sind die Erwartungen so vieler Bürger erfüllt worden?

Mitgerissen haben mich die Video-Bilder des frühen Morgens des 29.8., als sich Samuel Eckert voller Vorfreude und mit strahlendsten Lächeln auf dem Weg nach Berlin filmte. Ich machte es mir am Samstag vor dem Fernseher gemütlich, denn aus gesundheitlichen Gründen konnte ich leider nicht selbst den Weg in die Hauptstadt antreten. Doch diverse Kamerateams zeigten die Demo-Meile aus allen Winkeln, sodass man nichts verpassen konnte. Zudem versahen mich FB-Freunde am Ort mit Fotos, Videos und Kommentaren.

Zunächst füllten sich die Straßen mit gut gelaunten, fröhlichen Bürgern – manche mit Kindern, etliche Junge, aber auch erstaunlich viele über 50 Jahre. Sie zeigten einenDurchschnitt unserer Bevölkerung. In manchen Straßen sah man Metallabsperrungen am Straßenrand. Wofür die wohl vorgesehen waren? Zu diesen Absperrungen gesellten sich Polizisten, die immer mehr Demonstranten durch einen klitzekleinen Durchlass – vergleichbar mit einem Flaschenhals – hindurchleiteten. Doch sie gerieten in eine Sackgasse, aus der sie nicht wieder heraus konnten. Klar, dass unter diesen Umständen kein vorgeschriebener

Mindestabstand möglich war, sodass alle Bürger aufgefordert wurden, eine sogenannte Alltagsmaske zu benutzen. Da die Genehmigung der Demo vom Oberverwaltungsgericht ausdrücklich KEINE Maskenpflicht beinhaltete, hatten nicht alle Bürger eine Maske bei sich.

Auf Anweisung des Innensenators Geisel zeigten dann die „netten“ Polizisten, was so alles in ihnen steckt…..

Das machte bestimmt mehr Spaß, als immer die schmerzhafte Gegenreaktion der Antifa in der Rigaer Straße einkassieren zu müssen. Stundenlang hielt die Polizei die Demonstranten fest, bis sie sie endlich in kleinen Grüppchen mit der Empfehlung, nach Hause zu gehen, entließen. Unverständlich ist, warum sich Michael Ballweg später auf der Bühne für das Verhalten der Polizisten bedankte….

Je länger die Demo dauerte, desto mehr zeigten die Polizisten ihre Gewaltbereitschaft.

Was mit Pfefferspray anfing, steigerte sich in üble Schlägereien, wobei sich die absolut ruhigen und besonnenen Demonstranten nicht wehren durften. Sie verhielten sich absolut defensiv, aus Angst, dass sonst die Veranstaltung abgebrochen werden müßte. Besonders Frauen wurden bestialisch zugerichtet. Wie muss man sich fühlen, wenn man völlig unschuldige Menschen zusammenschlägt? Sicherlich war es Anweisung von oben, den Demonstranten die Hölle heiß zu machen, aber mal wieder versucht man, mit Angst und Panik die Menschen einzuschüchtern und zu dirigieren.Menschenwürdiges Verhalten sieht anders aus!

„Liebe, Freiheit und Frieden“

Um 15.30 Uhr begann die Stunde der Querdenker; denn viele Tausend der Demonstranten hatten sich rund um die Siegessäule versammelt, um dem Leben und Treiben auf der nahen Bühne zu lauschen. „Liebe, Freiheit und Frieden“ ist das Motto, unter das die Veranstalter die Demonstration gestellt haben.

Als alle Menschen nach Aufforderung unter leisen Musikklängen mit ihren Händen über ihren Köpfen ein Herzchen formten, hatte ich das Gefühl, ich sei eher auf der Love-Parade und nicht auf einer Demo, auf der es um den Verlust unserer Bürgerrechte, ja der Demokratie geht. Gefühlt haben wir schon lange keine mehr.

Sehr bedauernswert finde ich, dass auf der großen Bühne die Chance vertan wurde, diese verunsicherten, beunruhigten, verängstigten Menschen, die sich um die Siegessäule versammelt hatten, mit Sachverstand und Kompetenz über die sogenannte Corona-Pandemie und was wirklich dahinter steckt, aufzuklären.

Inzwischen ist erwiesen, dass die täglich angewandten PCR-Tests absolut sinnlos sind; denn der Hersteller dieser Tests hat (überall nachzulesen) selbst veröffentlicht, dass die Tests nicht zur klinischen Verwendung geeignet sind. 70% aller Testergebnisse sind falsch. Wo waren Prof. Bhakdi, Bodo Schiffmann und all die anderen Spezialisten, die den Demonstranten das Wissen vermitteln können, das sie in ihre Stadt, ihren Wohnort und ihren Freundeskreis mitnehmen und weitergeben können? Alle haben doch seit Monaten den Querdenken-Stream verfolgt und sind meilenweit gefahren, um diese Personen endlich mal persönlich kennenzulernen. Doch auf der Bühne war man glücklich, uns stattdessen einen Singsang von Menschen verschiedenster Religionen nahezubringen – mal ganz abgesehen von einem singenden und wirr palavernden Pastor, der mehr als befremdlich wirkte. Nichts gegen einen gestandenen Pastor, dessen Worte den Menschen Zuversicht und Rückenstärkung geben.

Wo war ein Prof. Homburg, der über die wirtschaftlichen Konsequenzen aus den aufoktroyierten Corona-Maßnahmen berichten könnte?

Den Demonstranten muß die Tragweite dieses Regierungsversagen nahegebracht werden, das lt. Focus ca. 800.000 Firmen in die Insolvenz getrieben hat und noch treiben wird.

„Die ganze Welt schaut zu“

Nach all den Lügen in den gesamten gleichgeschalteten Medien haben die Menschen einen Hunger nach Wahrheit. Dazu braucht man gute, geschulte Redner, die ihre Vorträge nicht spontan aus dem Hut zaubern, weil sie sich so gerne reden hören, aber eigentlich doch nichts zu sagen haben. Wie sagte Michael Ballweg so treffend: „Uns sieht die ganze Welt zu!“ Ja, genau DAS ist der Grund, warum die Wortbeiträge so bewußt ausgewählt werden müssen! Man kann nicht – wie bisher – am Nachmittag die Leute auf die Bühne schicken, die man am Vormittag in der Stadt auf einer der kleinen Bühnen entdeckt und im Vorübergehen für gut befunden hat. Robert F. Kennedy hat seine – übrigens sehr gute Rede – ja auch vor dem Auftritt gut durchdacht und vorbereitet.

Dass die Truppe der Querdenker über keinerlei politisches Denken verfügt, das konnte man leider schon bei so manchen Äußerungen bemerken. So auch am Samstag auf der Berliner Bühne. So forderte man ohne nähere Erklärung den Rücktritt der Kanzlerin und des Innensenators von Berlin, Geisel. Glaubt man allen Ernstes, dass beide diesem Wunsch so einfach folgen werden?

Und warum überläßt man einem Mitglied der Grünen die Bühne, um seine schon so oft gehörten Thesen zu verbreiten, untersagt aber einem angesehenen Bürgerschaftsmitglied der AfD das gleiche Recht? Hat man sich von den Vorurteilen anstecken lassen? Wenn man Politik machen will, sollte man sich auch in der Politik auskennen.

„Erstürmung des Reichstages“

Gegen Abend kam die Meldung, dass Reichsbürger und Rechtsextreme versucht hätten, den Reichstag zu stürmen. Genau genommen wurde lediglich die Treppe zum Reichstag unter Rufen wie: „Wir sind das Volk!“ eingenommen. Mehr nicht. Zuerst waren es 50 Leute, die eine eigene Demo beantragt hatten, später kamen noch ca. 300 dazu.

Viele haben fröhlich gewunken – sie waren sich der Bedeutung ihrer wahnsinnigen Tat wohl nicht bewußt. Doch diese Verrückten haben mehr kaputt gemacht, als ihnen klar ist.

In den Medien spricht ein jeder von den drei mutigen Polizisten, die ja 400 Reichstagsstürmer tapfer abgewehrt haben. Steinmeier hat ihnen eine Ehrung zukommen lassen. Moment – Steinmeier? Ist der nicht Fan von „Feine Sahne Fischfilet“, die in ihren fiesen Songs davon träumen, den „Bullen ihre Knüppel in die Fresse zu schlagen“?

Sehr ungeschickt war nach dem Treppensturm ein Ausspruch der Querdenkerin Miriam Hope. Sie zitierte auf offener Bühne: „Der Reichstag ist gestürmt. Das Volk ist in den Reichstag gegangen. Es gibt doch noch Männer mit Eiern in Deutschland!“. Puh… Das ist harter Tobak und schadet der Widerstandsbewegung sehr. Und nicht nur ihr. Auch die AfD, die ja immer mit den Reichsbürgern und Rechtsextremen in einem Atemzug genannt wird, wird weiter beschädigt. In den Medien ist die „Erstürmung des Reichstages“ das einzige, was über die Freiheits-Demo vom 29.8. erwähnt wird. Später distanzierten sich die Querdenker von den sogenannten Reichsbürgern. Zu spät!

Das Team von „Querdenken 711“ ist eine rundum sympathische Truppe, die vollen Einsatz zeigt. Das sollte nicht unerwähnt bleiben. Die Anwälte kennen sich aus, und die Bühnen- und Leinwandausstattung ist hochprofessionell. Was die innerhalb kurzer Zeit aus dem Boden gestampft haben, ist schon erstaunlich. Doch hier geht es nicht um eine Riesenparty, sondern um etwas sehr, sehr Ernstes: unser aller Zukunft. Die Demonstranten wollen Antworten auf viele Fragen zu der sogenannten Pandemie, und sie wollen einen Weg aufgezeichnet bekommen, wie sie künftig ohne Angst und Panik in Frieden und Freiheit leben können.

Die Stimmung unter dem Siegerdenkmal war für einige Stunden fröhlich und ausgelassen. Doch was kommt danach, wenn jeder wieder für sich alleine ist? Ratlosigkeit, Orientierungslosigkeit und Hilflosigkeit? Eine spontane Lösung brachte die Demo am 29.8.2020 nicht – aber sie sandte einen kleinen Hoffnungsschimmer, auf dem man aufbauen könnte.

 

 

*Der Beitrag erschien zuerst auf Conservo, dem Partnerblog von 99Thesen

 

 

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