Die Verantwortung der deutschen Grünen für die Heuschreckenplage in Kenia und Ostafrika

Welche Auswirkung die Arbeit der politischen Stiftung der Grünen auf die Entstehung der Heuschreckenplage in Afrika hat

 

Die größte Heuschreckenplage seit 70 Jahren in Afrika

 

 

Foto: Heuschrecke / Miroslaw / pixelio.de

 

Von Michael Klein für Sciencefiles

 

Vor ein paar Tagen waren Titel wie die folgenden noch in der deutschen Presse zu finden: “Heuschrecken lassen Kenianer verzweifeln“, hieß es am 22. Februar auf ntv, “Somalia ruft den Notstand aus“, titelte die Tagesschau am 4. Februar, um dann am 15. Februar im Follow-up den Aufruf zu verbreiten “Ihr müsst den Krieg [gegen die Heuschrecken] gewinnen“. Und am 16. Februar konnte man vom “verzweifelten Kampf gegen die Heuschrecken” in der ZEIT lesen.

Geschichten, wie diese, kommen und gehen. Allein: Die Heuschrecken, sie bleiben.

 

Der folgende Beitrag von “One Vision” ist ein eindrucksvolles Dokument dafür, das westliche NGOs selbst Katastrophen, wie sie sich derzeit in Kenia, Uganda, Somalia, dem Südsudan abspielen, nutzen, um die eigenen guten Taten mit entsprechenden “Locals” zu verbreiten. Interessanterweise ist der einzige, im folgenden Clip, der die Situation beschreibt und nicht die hehren Ziele, die in der Zukunft erreicht werden sollen, ein kenianischer Bauer, der kein Werbe-t-Shirt einer NGO trägt.

 

 

Tackling the Locust Invasion in Kenya

 

 

 

Die Situation in Ostafrika ist verheerend. Die folgende Karte der FAO, der Food and Agriculture Organisation der UN, zeigt die derzeitige Verbreitung der

Heuschreckenschwärme in Ostafrika. Wenn man die Schäden, die die hungrigen Wüstenheuschrecken, die in Millionen in Kenia und Anreiner-Staaten unterwegs sind, in kurzer Zeit zurücklassen können, kennt, dann kann man sich die Hungersnot, die im Osten von Afrika droht, schon jetzt vorstellen.

 

 

 

Wir wollen die Aufmerksamkeit unserer Leser auf das lenken, was bislang nicht vorkommt: Insektizide.

 

 

 

Die Larven/Nymphen für die nächsten Schwärme sind geschlüpft.

 

 

 

 

Jahrtausende lang waren Menschen Heuchschrecken, Rebläusen, Milben, der roten Spinne und anderen Schädlingen hilflos ausgeliefert, mussten sie, wie die Kenianer derzeit, dabei zusehen, wie ihre Felder kahl gefressen, ihre Rebstöcke zerstört wurden und sie in Hunger und Armut zurückgeblieben sind.

 

Agriculture remains the backbone of the Kenyan economy, contributing one-third of GDP. About 75% of Kenya’s population of roughly 48.5 million work at least part-time in the agricultural sector, including livestock and pastoral activities. Over 75% of agricultural output is from small-scale, rain-fed farming or livestock production.”

Insektizide, allen voran Fenitrothion sind bestens geeignet, um Heuschreckenplagen im Keim zu ersticken. Aber Fenitrothion ist das, was Grüne als “Chemikalie” ansehen und zudem ist Fenitrothion ein Insktizid, das durch die großen Weisen in Brüssel in Europa verboten wurde. Der Weg geht eindeutig zurück zur Handarbeit früherer Jahrhunderte, in denen die Kartoffelkäfer von Hand eingesammelt wurden. Die Grünen sind gerade und weitgehend unbemerkt, dabei, ihre romantische Vorstellung von “der Natur”, die sie nur von Aquarellen und von kurzen Stippvisiten kennen, zur Grundlage einer ungeahnten Zerstörung der Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zu machen.

Die folgende Abbildung stammt aus einem White Paper der NGO “Route to Food”, das den Titel “Pesticides in Kenya: Why our health, environment and food security are at stake” trägt. Afrikanische Länder sind zwischenzeitlich zu Großtummelplätzen europäischer Gutmenschen geworden, die die Gewährung von Entwicklungshilfe daran koppeln, dass Gender Manifeste unterschrieben werden, keine Kohlekraftwerke gebaut werden uvm. Kurz: Die grünen Phantasien einer romantischen Natur, nebst Gender-Wahnvorstellung, auf die Menschen keinerlei Einfluss nehmen, wird in Afrika als eine Form des modernen Kolonialismus, des grünen Imperialismus umgesetzt. Ergebnis: Armut, Elend, keine Energiesicherheit und Heuschreckenplagen.

 

 

 

 

 

 

 

Wer die Liste, die wir hier abgebildet haben, genau ansieht, findet in der dritten Spalte Fenitrothion, ein Insektizid, das wie folgt beschrieben wird:

 

 

 

Fenitrothion

 

Fenitrothion ist – wer genau gelesen hat, hat es gesehen: ein sehr wirksames Insektizid gegen… u.a. HEUSCHRECKEN (Locusts).

Description: An insecticide used to control chewing, sucking and boring pests on a range of crops;
Example pests controlled: Leafminers, Locusts, Stem borers, Wheat bugs, Flour beetles, Grain beetles, Grain weevils.

 

Aber: Fenitrothion ist Grünen ein Dorn im Auge. Die oben dargestellte Liste der Pestizide, die die NGO “Route to Food” in Kenia gerne verboten sehen will, findet die volle Unterstützung eines wichtigen Hintermanns von Route to Food, der Heinrich-Böll-Stiftung. Die HB-Stiftung, wie wir die Heinrich-Böll-Stiftung nennen, das sei all denen gesagt, die es noch nicht wissen, ist ein fast ausschließlich aus Steuergeldern finanzierter Verein, der sich aus Marketing-Gründen Stiftung nennt. Die HB-Stiftung hat so viel mit einer Stiftung gemein, wie ein falscher Fünfziger mit einem richtigen Geldschein. Die Heinrich-Böll-Stiftung und die Europäische Union finanzieren und unterstützen Route to Food und betreiben über diese NGO eine aggressive Politik gegenüber der Kenianischen Regierung, Ziel: Die Ächtung von Insektiziden, Herbiziden, Fungiziden …

 

 

Dokumentiert wird diese Agenda der HB-Stiftung, die aus Steuergeldern finanziert wird, durch Beiträge wie den folgenden, der sich zynischer Weise auf einer Seite findet, die mit “Food Rights” überschrieben ist und auf der deklariert wird: “Every person has the right to be free from hunger, and to have adequate food of acceptable quality.” Sollten als Ergebnis unserer Intervention in Kenia, so müsste man hier für die HB-Stiftung ergänzen, Farmer vor Ort um die Grundlagen ihrer Existenz gebracht werden, so ist das eine Kalamität, die auf dem Weg zum großen Ziel einer pestizidfreien Welt, auf der die kleinen Braunen in Scharen ausschwärmen, um Schädlinge von Nutzpflanzen zu sammeln, in Kauf genommen werden muss.

 

 

 

“Since last September, European Union-funded nongovernmental organizations in Kenya have been petitioning the Kenyan Parliament to ban more than 250 registered agricultural insecticides. Foremost among these groups is the Route to Food Initiative, funded by the Heinrich Böll Foundation, which in turn is affiliated with the German Green Party. The chemicals the Greens seek to ban are essential for controlling not only locusts but also common agricultural pests, weeds and fungi. Even as locusts devastate Kenyan crops, NGO lobbyists continue their anti-insecticide crusade.

While the swarms of desert locust present an urgent threat, Africa’s farmers face countless other pests that reduce crop yields. The fall armyworm, a caterpillar native to the Americas, arrived in Africa in 2016 and now affects most of the continent. The pest feeds on many crops but prefers corn, a staple in many African countries, and already it has reduced yields by as much as 50% in some countries.

In the Americas, farmers manage the fall armyworm using a combination of genetically modified crops and insecticides. In Africa, where governments ban most GM crops and lack insecticide, farmers are almost defenseless. The FAO should be working overtime to help African governments deal with the problem in the same way the U.S. has. Instead it seems in thrall to a European environmentalist agenda that eschews modern insecticides and would have African farmers pluck the caterpillars one by one. The FAO’s “agro-ecology agenda” also seeks to ban modern pesticides, impede mechanization and even reduce global trade.”

 

 

Was Tren hier beschriebt, ist eine sekundäre Primitivisierung, die durch grüne Gutmenschen in Afrika betrieben wird. Die grünen Gutmenschen setzen selbst dann, wenn Heuschreckenschwärme die Felder der Kleinbauern kahlfressen und diese ohne Existenzgrundlage zurücklassen, Regierungen unter Druck, um ihre Vision einer pestizidfreien Welt umzusetzen und die Menschen vor den geringen Umweltfolgen, die z.B. aus einer Anwendung von Fenitrothion resultieren können, zu bewahren und statt dessen dem Hungertod bzw. der Abhängigkeit von Hilfslieferungen der UN anheim zu stellen.

Das ist nicht nur eine neue Art des Zynismus, es ist ein neuer Kolonialismus. Offenkundig haben die grünen Gutmenschen Afrika als Kontinent entdeckt, auf dem man die eigenen Experimente ohne Rücksicht auf Verlust durchführen kann. Den Afrikanern wird Entwicklungshilfe verweigert, wenn sie damit eine zuverlässige Energieversorgung aufbauen wollen, sie werden zum Endlager für giftigen Solarpanel-Schrott, den in Europa niemand will, sie werden in alle Richtungen instrumentalisiert, paternalisiert und missbraucht.

Nach Ansicht von Richard Tren, der übrigens der Mitbegründer der Initiative Africa Fighting Moscitos ist, bleibt Afrikanern nur die Wahl zwischen dem neuen Kolonialismus den grüne Besser- vielleicht auch Herrenmenschen ihnen bieten und dem Ausstieg aus dem grün-europäischen Wahnsinn mit dem Ziel, moderne Methoden der landwirtschaftlichen Produktion auch in Afrika einzuführen, inklusive des Einsatzes von Pestiziden.

Malaria, das nur am Rande, ist eine Krankheit, die pro Jahr zwischen einem und drei Millionen Opfer fordert. Sie wird von Anopheles Mücken übertragen. Zur Bekämpfung von Malaria gibt es eine Reihe von Pestizid-Gruppen, die derzeit als wirksam eingeschätzt werden: “organochlorines, organophosphates, carbamates and pyrethroids“. Wir haben die Gruppennamen verwendet. Wer will, kann suchen und mit der Liste oben vergleichen, also der Liste der Pestizide, die Route to Food mit Rückendeckung der HB-Stiftung in Kenia verbieten will — sie finden sich alle, fast alle, so gut wie alle…?

Grüne Gutmenschen führen in erster Linie Krieg gegen (afrikanische) Menschen, wie es scheint.

 

 

Der Artikel erschien zuerst auf Sciencefiles.Org

 

 

Weitere Informationen

 

 

Kenia: Größte Heuschreckenplage seit 70 Jahren

 

 

 

 

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