Steinmeier als Bundespräsident von Kaiserin Angela`s Gnaden 

Wenn die da oben nicht mehr können und die da unten nicht mehr wollen

 

von Martin E. Renner*

Lenin, ein ausgewiesener Analytiker revolutionärer politischer Situationen, hat einmal gesagt, dass der Drehpunkt dann erreicht sei, wenn „die da oben nicht mehr können und die da unten nicht mehr wollen.“

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Insofern, liebe Leser, wage ich die Behauptung, dass der Drehpunkt – nicht unbedingt zu einer Revolution – doch zu grundstürzenden politischen Veränderungen, zu weitreichenden Neupositionierungen und zu veränderten Zielsetzungen sehr nahe und in Griffweite liegt.

Sicherlich hat Trump und die „AfD Amerikas“ durch ihren Erfolg – wie auch von mir vorhergesagt – mit dazu beigetragen. Es ist Trump gelungen, seine antithetische politische Position gegen das quasi feudalistisch agierende und selbstgewissgesättigte Establishment (Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, NGOs, Finanzindustrie, Konzerne, Medien) zum Erfolg zu führen. Einem Establishment, welches sich für unangreifbar und auch für unstürzbar gehalten hat, verfügt es doch über alle Machtinstrumente der Moderne: Informationshoheit der Medien, Konzern- und Entertainmentpatriarchat und Direktionsrechte der Bildungseinrichtungen linkideologischer Richtung.

Soweit zu den USA und ihrer jüngsten demokratischen Entscheidung, wer ihr „political leader“ für die nächsten Jahre sein soll. Eine Frau mit reduzierter Herzensgüte und Favoritin des bis dato ungefährdeten Mainstreams war es jedenfalls – und Gottseidank – nicht.

Bemerkenswert allerdings erscheinen die weltweit zu beobachtenden Reaktionen auf diese neue und viele überraschende Entwicklung.

Da sind zum Beispiel die lokal und die weltweit operierenden Medien und deren Edelfedern des politischen Kommentars, die in Wirklichkeit doch kaum etwas anderes sind, als leichtbekleidete „Politchearleader mit ‘nem Federpümpel in der Hand“.

Es ist kaum noch erträglich, wie die Einen sich bemühen – trotz der nun offensichtlich gewordenen Fehleinschätzung – die Richtigkeit ihrer politischen und gesellschaftlichen Analysen und Prognosen auch im Nachhinein zu behaupten. Und die Anderen, die Nebensächliches und Irrelevantes für das Trump-Ereignis verantwortlich machen wollen.

Beide Typen von Schreiberlingen vermögen einfach nicht zur Erkenntnis vorzustoßen, dass sie ein erbärmliches Gewäsch in ihren neuen Artikeln produzieren, um sich so eine Art Pseudoentlastung ihrer beruflichen Deformation zu verschaffen.

Aufrichtig wäre es, wenn die Elite-Autoren eingestehen würden, dass sie Opfer ihrer eigenen Selbstindoktrination geworden sind. Einer Indoktrination, die sie immer wieder gerne am uninformierten Bürger und am öffentlich-rechtlichen Zuschauer vornehmen. Diese Art Journalisten reden nicht mit dem Volk und wenn sie mit diesem reden, dann reden sie eher über dieses „Volk vulgo Pack“ als mit ihm. Abgehoben eben. Jeden ausgrenzend, der nicht sprungbereit die eigene Beurteilung teilt. Sie verkünden gerne Botschaften, wie: „Das WIR entscheidet“, vergessen aber tunlichst den zweiten Aussageteil, nämlich: „und IHR bezahlt.“

Bemerkenswert aber auch die Reaktionen unserer Politelite. Die selbsterhobene „Kaiserin Angela“ gratuliert dem Wahlsieger und ermahnt diesen gleichzeitig unsere „gemeinsamen Grundwerte“ zu respektieren. Gerade sie, deren letzten Jahre ihres unseligen Wirkens eine groteske Aneinanderreihung von Rechtsbrüchen und Missachtung eben dieser „gemeinsamen Grundwerte“ darstellen.

Lächerlich – nein beschämend – auch die „herzlichen“ Worte unseres Außenpolitikdarstellers, der sich nun als Präsident in spe auf die Retourkutsche von „Donald the Trump“ freuen darf. Nein, ich glaube nicht, dass Herr Trump hier grobgeistig Revanche nehmen wird, obwohl ich es dem Frank-Walter eigentlich gönnen würde – diesem ausgemachten Polittrampel.

Wie zu erwarten, fallen Grundgewissheiten und Indoktrinationen in allen Bereichen unserer politischen Eliten in sich zusammen. Die vermutete Beutegemeinschaft der Altparteien, die sich zusammenschließen um den einzigen antithetischen Gegner – die AfD – gemeinsam zu bekämpfen, zeigt sich exemplarisch an der Nomination oben genannten Frank-Walters.

Den Agierenden im bundesrepublikanischen Politsumpf fallen doch mittlerweile kaum noch zu überbietende Peinlichkeiten und Bürgerverhöhnungen ein. Da will eine christdemokratische Kanzlerin doch allen Ernstes ihre schwarzen Parteimitglieder und ihre konservative Wählerschaft darauf einschwören, einen „Bundespräsidenten-Frank-Walter“, der mit roter Huld gewählt werden wird, gutzuheißen, nur damit in 2017 die linksrotversiffte alternativlose Gefälligkeitspolitik fortgeführt werden kann.

Macht ruhig so weiter, liebe rote-dunkelrote-schwarze-grüne-gelbe Politiker, bis dass der Drehpunkt Eurer Marginalisierung näher rücken möge. Wir finden Euch gut in Eurem Tun und schließen Euch derweil auch gerne in unsere Abendgebete ein.

Denn nur so werden die da unten wollen, dass die da oben wieder können – und das werdet Ihr dann aber nicht mehr sein.

Es grüßt Sie herzlich
Martin E. Renner*

 

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Martin E. Renner ist Mitbegründer der AfD und Sprecher der AfD in Nordrhein-Westfalen

Weitere Lektüre:

NZZ.ch Steinmeier als deutscher Bundespräsident – Merkels verpasste Chancen

 

 

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