#Tag des offenen #Denkmals: #Fort IV in #Köln + Historisches #Luftfahrtarchiv #Köln ++ KLM Allright von 1906

Geschichte der deutschen Luftfahrt + Manfred von Richthofen + Geschichte der Kölner Luftschiffahrt + Geschichte der Kölner Forts + Köln Lindenthaler Metallwerke : Eines der ältesten gut erhaltenen Motorräder der Welt : Die KLM Allright von 1906

 

 

 

Die Fotos wurden mit Erlaubnis des Museumsführers aufgenommen; alle Fotorechte ©Freddy Kühne

 

Von Freddy Kühne

 

Wussten Sie, dass es rund um Köln einen systematisch angelegten Verteidigungsring aus Bunkeranlagen gibt ? Einer dieser Bunker ist Fort IV – davon gab es weit über ein Dutzend.

Sie dienten einstmals dazu, Angriffe aus dem Frankenreich auf das Ostfrankenreich, welches später durch die Preußen zu Deutschland vereinigt wurde, abzuwehren. Obwohl ich mich für Geschichte interessiere, habe ich erst davon in diesem Jahr erfahren, als mich einer meiner christlichen Biker-Brüder auf den Tag des offenen Denkmals in Köln aufmerksam machte.

Wir fuhren gemeinsam dorthin. Dieser Tag des offenen Denkmals findet immer am zweiten Septemberwochenende statt – also auch nächstes Jahr. Die Führungen sind kostenfrei – und trotzdem sehr zu empfehlen.

Vor allen Dingen auch deswegen, weil unser Museumsführer aufgrund seiner familiären Vorprägung hier richtig leidenschaftlich, intensiv und lebendig vorträgt: Sein Großvater war einer der ersten Piloten, die in Köln-Wahn Anfang des 20. Jahrhunderts als Pilot mit einer Maschine in die Luft abhoben. So gehörte sein Großvater zu den Pionieren der Luftfahrt in Deutschland, speziell in Köln und war somit ein Gefährte Manfred von Richthofens, der auch in diesem Museum der Luftfahrtgeschichte gewürdigt wird.

Das Museum bietet daher eine Kombination aus baulich anschaulicher – teils ruinenartiger – Bunkeranlage aus napoleonischen Zeiten einerseits und andererseits wird hier die Geschichte der deutschen Luftfahrtpioniere dargestellt.

Das Museum ist – so würde ich es bezeichnen – noch im Aufbau befindlich und lebt vor allen Dingen durch das Engagement und Identifikation der dort tätigen Mitarbeiter.

Während die Forts im 18. und 19. Jahrhundert zur Verteidigung gegen französische Angriffe dienen sollten, um die Städte am Rhein davor zu sichern, dass Frankreich seine Ostgrenze bis zum Rhein ausdehnt (was erklärtes Ziel etlicher französischer Herrscher war), dienten sie in späteren Kriegen als Kommandozentrale für die Luftabwehr.

 

 

  Kölner Verteidigungsringe und Forts : Karte, Treppenabgang, Aussenmauer mit Flagge

 

Kölner Verteidigungsringe und Forts

Köln wurde durch Stadtmauern begrenzt : Innere schwarze halbkreisförmige Markierung westlich des Rheins.  Doch bald reichte der Platz nicht mehr aus und so wurde eine neue Stadtmauer gezogen (zweite schwarze Markierung). Auch dieser Raum reichte alsbald nicht mehr aus , es entstand die dritte Stadtmauer (weißer Ring) und so wurden später die Forts als vorgelagerte Verteidigungsanlagen ausserhalb der Stadt errichtet , zu erkennen an den vorgelagerten schwarzen Flecken. Um diese mit Munition und Material zu versorgen, wurden sie mit einer Bahnlinie verknüpft.

Später wurden die Stadtmauern abgerissen (geschliffen) und es entstanden darauf häufig die sogenannten Ring-Strassen um Köln.

 

 

Die Flugzeuge Manfred von Richthofens / Kölner Flugschüler Manfred von Richthofen / Anfänge des Flughafens Köln Wahn

 

 

Fotos der Luftabwehrstellungen rund um Köln / Fort IV diente der Luftabwehr als Kommandostelle

 

 

Abschuss von Manfred von Richthofen und Ehrung durch britische Soldaten

 

Der Kölner Flugschüler Manfred von Richthofen – später auch als „roter Baron“ bezeichnet – wurde im ersten Weltkrieg im Gebiet des 3. Australischen Flug Corps abgeschossen. Die Soldaten beerdigten ihn mit allen militärischen Ehren, das deutsche Oberkommando schickte sogar Kränze. Nach alter Sitte wurde Respekt und Ehre am Grab auch durch den Feind gewährt: Australische Soldaten gaben Salutschüsse ab. Zu seinen Ehren flogen britische Piloten während der Beisetzung zum ersten Mal die Lost-Man-Formation.

Vor seinem Abschuss jedoch gelangte von Richthofen zu weltweiter Berühmtheit: Er war der gefürchteste aller Militärpiloten der Welt – wer unter seiner Höhe flog, war verloren. Von Richthofen selbst verzichtete daher schon bald auf die Tarnlackierung seiner Flugzeuge – und lackierte sie in roter Farbe. So entstand sein Spitzname der „Rote Baron“.

 

 

 

 

 

Unterirdische Gänge von Fort IV – Fort IV besaß schon in den 1920/30er Jahren eine Luftfilteranlage und ein eigenes Stromaggregat

Teilweise wurden die Räume mit Schutt aufgefüllt : Nach Ende des ersten Weltkriegs verlangten die Franzosen den Abriss aller Verteidigungsanlagen an der westlichen Grenze Deutschlands. Die Briten übertrugen aber die schwere körperliche Aufgabe den Deutschen. Diese widerum versuchten soviel wie möglich der Anlagen zu erhalten und rissen hauptsächlich nur das ein, was von aussen vordergründig zu sehen war und ließen die meisten inneren Räume intakt, um die Bunkeranlage für einen späteren Zeitpunkt nach Abzug der Besatzungsmächte wieder in Betrieb nehmen zu können.

 

 

 

 

Das Luftfahrtarchiv in den Räumen des Fort IV

In Köln waren in den 1920er Jahren auch Luftschiffe stationiert

 

 

 

 

Fort IV Köln – Bocklemünd

 

 

Einmalige Gelegenheit für Biker: Eine KLM Allright von 1906

 

Als Gimmick am Rande eine für Biker einmalige Gelegenheit eine KLM Allright von 1906 – im restaurierten Originalzustand ! Für die jüngere Generation sei gesagt: KLM steht für Köln Lindenthaler Metallwerke. Die Köln Lindenthaler Metallwerke waren in ihrer Zeit einer – wenn nicht sogar der – führende Motorradhersteller. Dieses Prachtexemplar fährt noch – und war vor den Mauern von Fort IV bei überwiegend trockenem guten Wetter ausgestellt.

 

 

 

 

 

Bilder: ©Freddy Kühne

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