#Weise #Geschichten zum #Advent: Ein #König und seine zwei #Söhne

 

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

 

 

 

 

Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, da wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen des Landes und rief seine beiden Söhne herbei. Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und sagte: Ihr sollt für dieses Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend füllen. Womit, ist eure Sache.“  Die Weisen sagten: „Das ist eine gute Aufgabe.“

 

Der älteste Sohn ging davon und kam an einem Feld vorbei, wo die Arbeiter dabei waren, das Zuckerrohr zu ernten und in einer Mühle auszupressen. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos

 

 

umher.  Er dachte sich: „Das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem nutzlosen Zeug die Halle meines Vaters zu füllen.“ Mit dem Aufseher der Arbeiter wurde er einig, und sie schafften bis zum späten Nachmittag das ausgedroschene Zuckerrohr in die Halle. Als sie gefüllt war, ging er zu seinem Vater und sagte: Ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. Mach mich zu deinem Nachfolger.“  Der Vater antwortet: Es ist noch nicht Abend. Ich werde warten.“

 

Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er bat darum, das ausgedroschene Zuckerrohr wieder aus der Halle zu entfernen. So geschah es. Dann stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an. Ihr Schein füllte die Halle bis in die letzte Ecke hinein.

 

Der Vater sagte: „Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen.“

 

Frei nach einem philippinischen Volksmärchen

 

 

 

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Das Heilige Wort Gottes aus Matthäus 5, Vers 16

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 5,13-16.

 

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.
So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

 

 

 

 

Tagesimpuls:

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,16)

Wir Christen sind das Licht der Welt. Unser Leben soll leuchten. Wir haben eine Ausstrahlung. Wir prägen die Gesellschaft. Unser Leben erinnert die Menschen an Gott. Aber kann man das bei uns erkennen? Unterscheidet sich unser Leben wirklich vom Leben eines nicht gläubigen Menschen? Strahlen wir Hoffnung aus, auch wenn es uns nicht gut geht? Helfen wir anderen, auch wenn wir selber Probleme haben? Beten wir zu Gott, auch wenn wir viel um die Ohren haben und es uns schwer fällt, Zeit dafür zu finden? Feiern wir Gottesdienst, weil das für uns die Quelle des Lebens ist, auch wenn es manchmal unbequem ist und mit anderen Planungen in Konflikt steht?

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Ein Christ ist ein Mensch, der anderen Menschen Halt gibt. Viele Menschen sind sehr verzweifelt, wenn ein nahstehender Mensch stirbt. Ein Christ trauert ebenfalls, aber er ist dennoch zuversichtlich. Er lebt aus der Hoffnung. Wie Maria unter dem Kreuz steht, so bricht ein Christ nicht zusammen, und wenn er wie Jesus auf seinem Kreuzweg fällt, dann steht er wie Jesus auch wieder auf. Ein Christ vermittelt den Menschen: Es loht sich zu leben, und wenngleich da auch viele Sorgen und Schwierigkeiten sind, es lohnt sich trotzdem, und wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir sind dazu da, den Menschen Hoffnung zu schenken.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Wir Christen bemühen uns auch, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Wir bringen uns ein in die Politik und erheben unser Stimme für Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Jesus war zwar kein Politiker, schon gar nicht ein Revolutionär. Aber wenn wir Christus nachfolgen, dann bekommen wir eine Haltung, die die Würde eines jeden Menschen wahrnimmt und schützt, und dann wollen wir tun was wir können, damit Menschen gerecht behandelt werden in unserer Gesellschaft. Wie wir das tun, ist sehr unterschiedlich und vielfältig. Unser persönlicher Lebensstil ist wichtig. Wir selber sind immer Vorbild. Dazu kommt aber auch unser Engagement für christliche Werte in Politik und Gesellschaft.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Viele Generationen haben das gesellschaftliche Leben christlich geprägt, wenn auch nicht vollkommen und in allen Aspekten. Nun liegt es an uns, und schon bald an der nächsten Generation. Daher hat die Erziehung der Jugend eine große Bedeutung. Wenn es uns gelingt, junge Menschen christlich zu prägen, haben wir einen großen Beitrag geleistet zur christlichen Prägung unserer Gesellschaft.

 

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du es in unsere Hände legst, unserer Gesellschaft zu prägen. Wir sehen uns vor große Herausforderungen gestellt. Gerade der Zugang zur Jugend scheint nicht leicht zu sein. Aber wir geben nie auf. Wir hoffen auf deine Hilfe. Du siehst, wie es in unserer Gesellschaft aussieht. Und du hilfst uns immer. Lass uns erkennen, was wir tun können, um unsere Gesellschaft christlich zu prägen, und hilf uns mutig zu sein und Einfluss zu nehmen zum Wohle aller.

 

 

 

 

Quellen

 

Ein Tagesimpuls von Pastor Roland Bohnen

Tagesimpuls

Weise Geschichten 

 

 

 

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