Maritime News: Bundesmarine erhält neuen Schiffstypus namens MKS 180

 

++ Zuschlag erhält niederländisch-deutsches Konsortium ++ German Naval Yards zieht zurück

++ Lürssen und Deutsche Marinewerft Kiel (German Naval Yards) beschließen Kooperation

 

 

Mehrzweckkampfschiff MKS 180

 

Eigener Bericht

 

Die Bundesmarine erhält neue Fregatten namens MKS 180 + Zuschlag erhält ein niederländisch-deutsches Konsortium

 

Die Vergabe des Baus der neuen Fregatten mit der Bezeichnung „Mehrzweckkampfschiff MKS 180“ ist in trockenen Tüchern und erfolgt nun an das niederländisch-deutsche Konsortium unter Führung der niederländischen Damen-Gruppe und unter Beteiligung der deutschen Lürssen-Gruppe. German Naval Yards zog die zunächst angekündigte Klage gegen die Vergabe nun zurück. So ist der Weg nun auch für die parlamentarische Zustimmung durch den Verteidigungsausschuss und den Bundestag noch vor der Sommerpause frei.

Obwohl der Gedanke der europäischen Partnerschaft sich hier als langfristig strategischer Vorteil entpuppen könnte, plant die Regierung in Berlin ein Gesetz zum Schutz nationaler Hochsicherheitstechnologie auch im Marinebereich, sodass dies möglicherweise der letzte Auftrag an ein bi-nationales Konsortium sein könnte.

Der neue Fregattentyp erhält die Bezeichnung Mehrzweckkampfschiff 180. Möglicherweise könnte sich dieser Schiffstyp langfristig sogar als eine eigene neue Schiffsklasse etablieren. Denn im Vergleich zur bisherigen Fregatte zeichnet sich das Mehrzweckkampfschiff tatsächlich durch eine bisher nie gekannte Flexiblität hinsichtlich der Einsatzziele aus.

Diese Flexiblität soll durch eine modulare Bauweise hergestellt werden.  Angedacht sind zunächst Module wie „Gewahrsam“ und „ASW Lagebild“. Das Modul „Gewahrsam“ beispielsweise eignet

sich zum Anti-Piraterie-Einsatz und besitzt Gefängniszellen und ärztliche Untersuchungseinrichtungen unter Quarantänebedingungen.

Weitere flexible – auch völlig neuartige – Module sollen zur Entwicklung kommen.  Die Module sollen dabei so konzipiert werden, dass sie ohne Hafenaufenthalt weltweit jederzeit ausgewechselt werden können ohne Eingriffe in die Schiffsstruktur vornehmen zu müssen. Dieses Ziel wird durch sogenannte Flex-Decks am Heck und in der Schiffsmitte erreicht. Am Heck sind dazu externe Kräne erforderlich, in der Schiffsmitte sind dazu die bordeigenen Kräne in der Lage, die Module zu wechseln.

Die niederländische Damen-Gruppe begann schon 1967 die Produktion von Schiffen auf einem modularen Konzept und erscheint daher – zusammen mit der Bremer Lürssen-Gruppe – als optimal geeigneter Projekt-Partner.

Einsatzbereiche des MKS 180  sind der Anti-U-Boot-Einsatz, die Sicherung der Handelswege, die Evakuierung von deutschen Staatsbürgern aus kritischen Situationen und die Durchsetzungsfähigkeit im Seegefecht im Mittelmeer und im Nordatlantik.

Das Mehrzweckkampfschiff 180 soll zudem bis zu zwei Jahre am Stück einsatzbereit sein können , ohne einen Hafen anlaufen zu müssen. Dazu bedarf es besonders wartungsarmer Technik. Möglicherweise verfügt das Schiff daher auch über Brennstoffzellentechnologie.

Das MKS 180 wird nocheinmal fünf Meter länger werden, als der  schon bisher größte deutsche Fregattentyp der Baden-Württemberg-Klasse und es verfügt über 9000 Tonnen Wasserverdrängung. Seine Nutzungsdauer ist auf mindestens 30 Jahre angelegt.

An Waffentechnik bringt das Schiff Luftabwehrraketen für kurze und mittlere Distanz, Raketen zur See-Fernzielbekämpfung, ein 127 mm Hauptgeschütz mit reichweitengesteigerter Munition, einen Wasserwerfer, diverse Maschinengewehre, Einsatzboote, Aufklärungsdrohnen und einen U-Boot-Jagdhubschrauber mit.

Die  110 Personen Stammpersonal plus circa 70 Personen modulares Spezialpersonal umfassende Besatzung wird alle vier Monate rotieren, und somit einen permanenten Betrieb der Boote sicherstellen.

Insgesamt werden zunächst vier Schiffe im Wert von circa 5,3 Mrd. Euro beschafft, welche überwiegend bei der zur Lürssen-Gruppe gehördenden Hamburger Blohm+Voss Werft gebaut werden sollen.

Alles in allem dürfte das die Einsatzfähigkeit der deutschen Marine erheblich steigern und ihren Beitrag innerhalb der Nato zur Sicherung der Seewege potenzieren.

 

 

Die Bremer Lürssen Werft und die Deutsche Marinewerft Kiel unterzeichnen langfristige Kooperation

 

Das Bremer Familienunternehmen Lürssen Werft und die Deutsche Marinewerft in Kiel  German Naval Yards unterzeichneten indes eine Vereinbarung zur dauerhaften langfristigen Kooperation. Angeführt wird diese Kooperation von der Bremer Lürssen Werft. Friedrich Lürssen unterzeichnete für Lürssen den Kooperationsvertrag.

Ziel ist einerseits eine Konsolidierung der deutschen Werften und andererseits die Schaffung eines hochinnovativen und extrem leistungsfähigen Werftenverbundes, der die Kundenwünsche national und international zukünftig dauerhaft erfüllen kann.

Eigentümer der Deutschen Marinewerft Kiel German Naval Yards ist die Privinvest Holding SAL, die sich im Besitz des französisch-libanesischen Geschäftsmannes Iskandar Safa und seines Bruders befindet.

Mit der dauerhaften Kooperation von Lürssen und German Naval Yards entsteht unter der Führung von Lürssen damit schätzungsweise der größte deutsche Marineproduzent.

 

Quellen

Bundeswehr

Navalnews

 

 

MKS 180 F 126 Saxony Class Frigate

 

 

 

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