Fliegendes Luftschiff + Flying The Blimp: Von Good Year bis Zeppelin

Luftschiffahrt im 19. , 20. und 21. Jahrhundert

 

Von Freddy Kühne

 

Die Geschichte des Luftschiffs begann schon Mitte des 19. Jahrhunderts. Anfangs waren es zuhauf französische Pioniere, die sich Ballons zusammennähten und in die Luft stiegen. Jedoch blieben diese ersten „Luftschiffe“ alle unsteuerbar.

Das 20. Jahrhundert

 

Der deutsche Offizier Graf Zeppelin träumte ebenfalls schon lange davon, ein steuerbares Luftschiff zu konstruieren – um damit Fracht, Post und Personen zu transportieren und später auch damit  den Atlantik überqueren zu können. Er startete mehrere Versuche, die teilweise mißlangen und auch in Flammen aufgingen. Als 1908 das vierte  Luftschiff in Flammen aufging war die Welle der Solidarität in der deutschen Bevölkerung groß. Dank spontaner Spenden konnte am 8. September 1908 die Luftschiffbau Zeppelin GmbH gegründet werden. Um den Plänen Flügel zu verleihen scharte der Graf fähige neue Mitarbeiter um sich, darunter Karl Maybach, der den Motorenbau leitete und Claude Dornier, der mit der Planung und der Konstruktion eines Riesenvogels beauftragt wurde.

Die Zahnradfabrik ZF Friedrichshafen wurde ins Leben gerufen und in Friedrichshafen entstand in der Folge ein Luftfahrtzentrum von Rang.

Während und nach dem ersten Weltkrieg musste der Luftschiffbau zunächst pausieren. Das Friedensdiktat von Versailles verbot den Bau von Luftschiffen bis 1926. Bis dahin schuf sich Graf Zeppelin mit dem Behälterbau ein zweites Standbein.

Mit Auslaufen der Versailler Restriktionen im Jahre 1926 jedoch wurde dem Luftschiffbau wieder Priorität eingeräumt.

Am 18. September 1928 startete das Luftschiff LZ 127 zur ersten Probefahrt. Nur wenige Wochen später nahm es den Betrieb über den Atlantik zu den USA auf. Das LZ 127, welches den Namen „Graf Zeppelin“ trug, führte 590 Fahrten durch. Darunter auch außergewöhnliche wie die Weltrundfahrt 1929, eine Arktis-Forschungsfahrt im Juli 1931 und zwei Dreiecksfahrten nach Süd- und Nordamerika sowie natürlich viele weitere Fahrten in Nachbarländer Deutschlands.

Es war das erfolgreichste Luftschiff aller Zeiten.

Die Luftschifffahrt verkürzte die Route von Europa in die USA von acht Schiffahrtstagen auf zwei Flugtage drastisch. Zudem ersparte sie den Passagieren auch hohen Seegang. Beides erklärt die steigende Beliebtheit der Luftschiffahrt in den 1920er und 1930er Jahren.

Im Jahre 1937 nahm dann die doppelt so große „Hindenburg“ ihren Betrieb auf. Zum Größenvergleich: Die Länge der „Hindenburg“ entspricht 3 Fussballfeld-Längen !

Dass die „Hindenburg“ bei ihrem Flug nach New York in Flammen aufging ist der Tatsache geschuldet, dass sie statt mit Helium nur mit Wasserstoff gefüllt werden konnte, da die USA den Export von Helium in andere Länder nicht erlaubten.  Die deutsche Diplomatie arbeitete zwar auf Hochtouren, um dieses Exportverbot seitens der USA zumindest für die Luftschiffahrt aufzuheben. Doch die USA fürchteten, dass das Helium für andere militärische Zwecke mißbraucht werden könnte und so zogen sich die Verhandlungen zäh dahin.

Zudem soll das Werk der Flammen auf  einen Bombenanschlag durch eine deutsche gegen das NS-Regime gerichtete politische Widerstandsgruppe zurückzuführen sein. Ziel der Widerständler war es mit der Ausschaltung des Luftschiffs den politischen Propagandaerfolg der NS-Diktatur zu unterbinden. Denn diese instrumentalisierte das technische Wunderwerk für ihre politische Propaganda.

Sowohl die deutschen Geheimdienste als auch die Luftfahrtgesellschaft waren über solche Anschlagspläne vorab in Kenntnis gesetzt und gewarnt worden.  Trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen jedoch ging das Luftschiff am Zielhafen in New York kurz vor der Landung  in Flammen auf.

Genau dies war so von der Widerstandsgruppe wohl beabsichtigt, da dies den größtmöglichen Propagandamißerfolg für die NSDAP bedeutete. Bis heute ist die abgebrannte Hindenburg daher das weltbekannteste Luftschiffahrtsunglück – ähnlich der britischen Titanic.

 

Das 21. Jahrhundert

 

Seit 2001 baut Zeppelin mit neuer Technologie auch wieder Luftschiffe. Beispielsweise wurde in Zusammenarbeit zwischen Zeppelin und Goodyear in den USA ein neues Luftschiff namens „Goodyear Blimp“ gebaut.

Es besitzt die modernste Motorentechnologie und fliegt – natürlich – mit Helium.

 

 

 

Modernstes Luftschiff der Welt: Goodyear Blimp 

 

What It Takes To Fly The $ 21 Million Goodyear Blimp

 

 

 

 

Der Film zur Hindenburg 1975

 

Die Hindenburg 1975 – ganzer Film auf Deutsch

 

 

What happened to the Hindenburg ?

 

Die Weltumrundung des Graf Zeppelin 1929

 

Graf Zeppelin 1929 Around Globe Trip , Full Documentary (English)

 

 

Weitere Informationen

 

Luftschiffbau Zeppelin

Bücher 50 Jahre Luftschiffbau Zeppelin GmbH

 

 

Titelbild: Bildschirmfoto Youtube / Collage

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Hindenburg – Titanic of the Skies (English)