Grässlich – Abartig – Pervers: Saudischer Regimekritiker #Kashoggi in Konsulat gefoltert, zersägt und zerstückelt ?

Der Westen kann jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen, ansonsten verliert er seine volle Glaubwürdigkeit, seine Würde und seinen moralischen Kompass

Saudische Führung in Mord verstrickt +++ Erste US Senatoren der Republikaner (Rand Paul) fordern nun mögliche Sanktionen gegen Saudi-Arabien


[ US Republikaner und Senator Rand Paul: Saudi-Arabien ist nicht unser Freund. Rand Paul fordert Sanktionen gegen die Saudis ]

 

[New York Times: Türkische Offizielle Sagen Kashoggi wurde auf Anweisung der Saudischen Führung getötet ]

 

von Freddy Kühne

 

Wahre Horror Nachrichten erreichen uns seit Tagen aus der Türkei: ein fünfzehnköpfiges Killerkommando soll den saudischen Regimekritiker Kashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul gefoltert, zersägt und zerstückelt haben.  Kashoggi lebte seit längerer Zeit in seiner Wahlheimat in den USA und arbeitete dort für die Washington Post. Er forderte mehr Demokratie und Meinungs- und Pressefreiheit für seine Heimat Saudi-Arabien ein und kritisierte in diesem Zusammenhang auch den saudischen Kronprinz.

Die Washington Post hatte die letzten Tage bereits über Audio- und Videoaufnahmen berichtet, die belegten, dass Kashoggi im Konsulat gefoltert und getötet worden sei. Die Washington Post bezieht sich dabei auf Quellen in der Türkei: der Horror der Ermordung   von #Kashoggi soll demnach sieben Minuten gedauert haben. „Markerschütternde Schreie“ sollen während dieser Phase durch das Konsulat gehallt haben. Der Mord soll von Kashoggis Armbanduhr  in Echtzeit auf die Datenbank  ins Internet übertragen und dort gespeichert worden sein. Den Zugang zu diesen Daten werden wohl die Mobiltelefone ermöglicht haben, die Kashoggi vor Betreten des Konsulats seiner Verlobten übergeben hatte. Türkische Behörden haben diese Daten wohl inzwischen ausgelesen und gesichert und diese sowohl an  saudische wie an  amerikanische Stellen weitergeleitet.

Türkische Kriminalisten haben inzwischen auch Spuren in den Räumen des saudischen Konsulats sichern können, obwohl versucht worden sei, diese Spuren zuvor zu beseitigen. Der saudische Botschafter hat noch am selben Tag der beginnenden Spurensicherung die Türkei in Richtung Saudi-Arabien verlassen.

 

 

 

Saudische Führung in Mord verwickelt ?

Türkische Offizielle gehen inzwischen wohl auch davon aus, dass Kashoggi auf Anweisung der saudischen Führung ermordet worden sein soll.

Vor dem Verschwinden Kashoggis landeten zwei Flugzeuge aus Saudi-Arabien mit einem fünfzehnköpfigen Team, welches in das saudische Konsulat gefahren sein soll und circa acht Stunden später die Türkei wieder per Flugzeug in Richtung Saudi-Arabien verliess.  Diesem Team gehören Leute an, die aus dem engsten Umfeld des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman stammen sollen:

 

Einer der fünfzehn Verdächtigen sei zum Beispiel gesehen worden, wie er mit Mohammed bin Salman aus Flugzeugen in Paris und Madrid gestiegen sei. Zudem sei dieser Tatverdächtige beim Wachestehen während der Besuche des Kronprinzen in diesem Jahr in Houston, Boston und bei den Vereinten Nationen fotografiert worden. Drei weitere Verdächtige seien durch Zeugen und andere Aufzeichnungen dem Sicherheits-Einsatzkommando des Kronprinzen zugeordnet worden. Der fünfte sei ein Gerichtsmediziner, der eine hochrangige Position im saudi-arabischen Innenministerium innehabe.

Die New York Times berichtet, dass von diesen 15 Verdächtigen mindestens neun für saudi-arabische Sicherheitsdienste, Militär- oder Regierungseinrichtungen gearbeitet haben. Damit aber gebe es einen direkten Bezug von dem mutmaßlichen Mord des arabischen Regimekritikers in der Türkei zu Mohammed bin Salman, dem saudi-arabischen Kronprinzen, Verteidigungsminister und stellvertretenden Premierminister. Dieser schreckliche Fall dürfte jedoch nur die oberste Spitze eines gewaltigen Eisberges sein. Doch warum lassen die USA und Europa Saudi-Arabien seit Jahren und Jahrzehnten all solche Dinge immer wieder durchgehen ?

 

Republikaner Ro Khanna verurteilt saudische Barbarei

[Republikaner Ro Khanna verurteilt die saudische Barbarei – von dem Verschwinden Kashoggis bis zu dem Krieg im Yemen]

 

Seit Jahrzehnten ist Saudi-Arabien einer der Hauptförderer des internationalen salafistischen Terrors, führt Krieg in Syrien gegen Baschar al-Assad und führt ebenso einen brutalen menschenverachtenden Krieg im Yemen . Sowohl im Yemen als auch in Syrien stossen dabei die Ambitionen der Saudis auf die Ambitionen des mindestens ebenso radikalislamischen Teheraner Ayatollah-Regimes. Iran und Saudi-Arabien führen dort jeweils Stellvertreterkriege auf dem Rücken quasi unbeteiligter Dritter – und dies seit Jahren.

 

Saudi-Arabische Netzwerke : Hauptsponsor von salafistischem Terror, Hauptorganisator der Islamisierung Europas , Großinvestor und Großabnehmer von Waffen

Der Ölreichtum – für den die Araber nun rein gar nichts können – sondern sie sitzen rein zufällig darauf – verschafft den Saudis einen übermäßigen finanziellen und damit politischen Spielraum.

Die Anschläge auf das World Trade Center 9/11 sollen ebenfalls in saudi-arabischen Netzwerken geplant und von dort gesteuert und finanziert worden sein, dies wurde von den US Regierungen und den  US Sicherheitsdiensten aber versucht bislang unter Verschluss zu halten.

Zudem tritt Saudi-Arabien seit Jahrzehnten als Hauptsponsor der Organisation Islamischer Staaten auf, deren politischen Geheimbeschlüsse zur Islamisierung Europas und zur Vertreibung von Juden und Christen von der arabischen Halbinsel durch den deutsch-ägyptischen Islamwissenschaftler Bassam Tibi inzwischen aufdeckt werden konnten, der dafür aber seitdem unter Polizeischutz leben muss.

Dass Saudi-Arabien in geostrategischer Hinsicht zum Partner der USA werden konnten, ist der Notwendigkeit geschuldet, den radikal-schiitischen Iran einzudämmen, der widerum seinerseits aktiv schiitische Terrorgruppen rund um Israel herum finanziert, ausstattet und unterstützt – mit dem Langfristziel der Vernichtung Israels.

Alles in allem eine sehr schwierige aussenpolitische und geopolitische Gemengelage.  Darüberhinaus tritt Saudi-Arabien und seine Partner Oman, Quatar ua. als Großinvestoren auf, die sich in europäische und deutsche Unternehmen einkaufen, um sowohl Geld anzulegen aber auch um auf diese Weise Einfluss auf die Politik in der EU und in Berlin nehmen zu können, um z.B. die Kampagnen gegen Islamophobie oder den Bau von über 200 Moscheen zu finanzieren und zu organisieren.

Zugleich treten die Saudis als Großabnehmer von Waffen- und Hightechzauntechnik aus Deutschland, Europa und den USA auf, um auch auf diese Weise ihre politischen Ziele und ihren Einfluss auf die Regierungen Europas und der USA durch Schaffung von wirtschaftlichen Abhängigkeiten zu flankieren.

Trotzdem: Ein Weiter-So-Wie-Bisher ist mit Saudi-Arabien nicht möglich

Ein Weiter-So wie bisher kann es aber trotz der geopolitisch schwierigen Gemengelage und trotz der wirtschaftlichen gegenseitigen Abhängigkeiten spätestens jetzt nicht mehr geben.

Wer derart offensichtlich brutal pervers und eiskalt geplant einen Regierungskritiker ermorden lässt, mit dem kann das westliche demokratische Abendland – mit dem kann die christliche Zivilisation – keine Partnerschaft eingehen.

Der Westen ist schon jetzt viel zu lange und viel zu weit diesen Weg der Saudis und ihrer Kriege in Nahost mitgegangen. Der Westen hat schon viel zu lange – aus geopolitischen Gründen – weggeschaut, wenn die Araber Terror- und Migrationswellen nach Europa und in die USA getragen haben.

Allerspätestens jetzt muss aber die Reißleine gezogen werden. Denn Öl und Gas gibt es auch aus anderen Ländern, kann man aus Russland oder den USA importieren. Und besser die heimische Stein- und Braunkohle abbauen , neue und sichere Gas- und Atomkraftwerke in Europa und Deutschland erstellen und die erneuerbaren Energien da wo effizient machbar weiter ausbauen und damit Arbeitsplätze und die Energieversorgung aus eigener Kraft im Inland sichern, als solchen brutalen Regimen weiterhin die Öldollars in den Rachen zu schmeißen und ihnen damit Geld für Kriege und Terror in die Hand  zu drücken.

 

Reißleine ziehen – Sanktionen verhängen

Allerspätestens also müssen jetzt Sanktionen gegen Saudi-Arabien in Erwägung gezogen werden, wie es inzwischen auch erste US-Senatoren der Republikaner fordern.

Denn wer jetzt nicht Einhalt gebietet, der verliert sein eigenes Gesicht, seine eigene Würde und seine eigene Glaubwürdigkeit. Die Moral wirft zwar zunächst einmal kurzfristig keinen Gewinn ab, sondern bringt möglicherweise kurzfristigen Verlust. Aber ohne diesen kurzfristigen Verlust würde der Westen und Europa und Deutschland endgültig und dauerhaft das Gesicht und das Rückgrat verlieren. Auch wenn  Konzernchefs wie John Kaeser  (Siemens) dies aus ihrer partikularen Firmensicht nicht verstehen möchten…

So wie Sanktionen gegen andere Länder – ob diese immer sinnvoll und zielführend gewesen sein mögen oder nicht sei mal dahingestellt – so können sie auch gegen Saudi-Arabien beschlossen und angewendet werden. Und gegen Saudi-Arabien wären diese Sanktionen eigentlich schon längst fällig gewesen- bei der langen Negativliste, die diese Herrscherfamilie in den letzten Jahrzehnten aufgehäuft hat.

 

Diesmal wird der Westen, werden die USA und Europa aber wohl nicht mehr um Konsequenzen drum herum kommen können.

 

 

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