von Thomas Böhm*

Es ruft natürlich Entsetzen davor, wenn in Deutschland – 70 Jahre nach Kriegsende – Bürgern, die den politischen Widerstand wagen, wieder in etwas unchristlicher Manier „das Licht ausgeknipst“ wird und sie als „Ratten“ bezeichnet werden. Aber nüchtern betrachtet gehören solche Maßnahmen zur Strategie der Provokation, wenn Ignoranz nicht mehr wirkt. Man will, ja man muss bei PEGIDA die Schlinge enger ziehen, um die Kontrolle nicht zu verlieren und die Bewegung nicht größer werden zu lassen.

Stalinistische Methoden

In einem System, in der eine sozialistische Regierung von einer kommunistischen Opposition immer weiter nach links gezerrt wird, sind diese stalinistischen Methoden der Bürgerkriegsführung nur die logische Konsequenz und dienen der Machterhaltung aller Parteien, die zur Zeit im Bundestag sitzen und ihre Hauptaufgabe darin sehen, uns die Islamisierung schmackhaft zu machen.

Die vereinte Linke ist im heutigen Deutschland mit einer ungeheuren Macht ausgestattet, hat Kirchen, Wirtschaft und Medien hinter sich geschart, mittels Gehirnwäsche denüberwiegenden Teil der Bevölkerung gefügig gemacht und dabei die Deutungshoheit errungen.

So müssen wir uns nicht wundern, dass die außerparlamentarische Opposition, die sich dieser Tag in Dresden und auch vermehrt in anderen Städten kalte Füße holt und im Regen steht, mit Schimpfwörtern belegt wird, die Angst machen sollen und den Alarmwecker, der überall immer lauter klingelt, wieder in den Ruhestand versetzen soll.

Billige Propaganda

„Weltoffen und tolerant“ statt „rassistisch und ausländerfeindlich“ lautet die aktuelle Nationalhymne und „rechts“ kauern die Bösen. Billige, ausgeleierte Propaganda. Man könnte auch statt „rechts“ den Begriff „rund“ einsetzen und mit negativen Beigeschmack belegen, das Resultat wäre das selber – nur leider zieht das lange nicht mehr so, wie noch vor Jahren.

Genau aus diesem Grund aber wird nun die Provokation verschärft, man will den politischen Widerstand aus der Reserve locken und in eine Falle treiben, um ihn in die Knie zu zwingen. Diese Methode kommt jetzt zum Einsatz, weil es einen Dialog nicht geben darf, denn dieser würde wirkliche, inhaltliche Schwäche der „Einen“ offenbaren und die aufmüpfigen „Anderen“ auf gleiche Höhe bringen.

Mit Lügenpresse und Promis

Die „Lügenpresse“ als Kammerjäger und wahre „Rattenfänger“ des Systems machen in dieser etwas unruhigen Zeit einen sehr guten Job. Sie verbreiten mit ihren Hetzschriften gegenüber den Anderen eine Atmosphäre des Hasses, heizen die schlechte Stimmung an und sind sich dabei nicht mal zu schade, so genannte „Promis“ auf ihre Titelblätter zu hieven, die dann von dort aus mit „brennender Sorge“ auf das Geschehen in verdunkelten Straßen blicken. Aber Promis waren in Deutschland schon immer gut, um den Einen in strahlendem Rampenlicht zu neuem Glanz zu verhelfen und die Massen beim Marsch in die politische Sackgasse an der kurzen Leine zu halten.

Eine unrühmliche Rolle spielen dabei leider zur Zeit auch einige aufgeklärte Journalisten. Von oben herab, überheblich, aus gut gewärmten Redaktionssesseln heraus lästern sie pauschalisierend über die PEGIDAS, als ob es ein Privileg des Geistes wäre, zu demonstrieren oder gar wütend zu werden. Die „IQ-Faschisten“ vergessen dabei, dass es immer das „einfache Volk“ war, die Bauern, die mit Heugabeln statt mit Rechtschreibprogrammen loszogen und den Aufstand gewagt haben, während sich Schlaumeier doch lieber hinter ihren Griffeln verschanzt haben, um ja nicht nach einem Scharmützel plötzlich auf der Seite der Verlierer zu stehen.

Außerdem: Warum müssen politische Parolen immer nur aus geschliffenen Sätzen und wohlfeilen Worten bestehen? So einfach wie möglich sollten sie doch sein, das kennen wir doch aus der Werbung und warum müssen die Anderen gleich immer ihr komplettes Gehirn in die Waagschale werfen? Das verkompliziert und bremst doch alles nur aus.

Überforderte Polizisten

Haben die Medien ihre Arbeit verrichtet, kommen die Sicherheitskräfte und ihre überforderten und lohnabhängigen „Prügelknaben“ von der Polizei ins Spiel. Provokateure werden eingeschleust, die Angst vor Anschlägen von außen verbreitet, hier und da weht zufällig eine NPD-Fahne, Demo-Teilnehmer werden eingekesselt, der gesetzmäßig verbriefte Schutz vernachlässigt und ein Spalt offen gelassen, damit die Anderen ins offene Messer laufen können.

 

Dass sich ausgerechnet dabei die schwarzwattierten Heinzelmännchen der selbst ernannten Antifa nicht zu blöde sind, als militanter Arm der Einen marodierend und brandschatzend durch die Straßen zu ziehen und die Anderen zu bedrohen und zu verprügeln, ist nicht nur dem Regierungs-Sold und dem THC-Gehalt in den Dummschädeln zu schulden, sondern zeigt, wie verzweifelt das System bereits ist. Trotzdem, diese unheilige, linke Allianz funktioniert reibungslos, spielt das Antifa-Fußvolk doch seine Rolle des Provokateurs, der sich auch gerne mal schmutzig macht – sicherlich unabsichtlich – hervorragend.

Staatsdemonstranten gegen Pegidademonstranten

Ein probates Mittel dieser Provokationen sind auch die so genannten Staats-Demonstrationen, die man noch aus der DDR kennt, auch heute als Einschüchterung gedacht sind und sich aus gehirngewaschenen Teilnehmern, also braven Bürgern zusammensetzen. All das zusammen ist eine geballte Ladung Macht, die den politischen Widerstand zerbröseln möchte.

Und wenn weiterhin so brutal und bösartig aus allen Rohren auf PEGIDA geschossen wird, könnte es durchaus sein, dass der erste Andere ausrastet, die Kontrolle verliert, irgendeinen Blödsinn macht, der dann natürlich, rein zufällig, von allen Kameras dieses Landes festgehalten und über alle Staatskanäle verbreitet wird. Dann haben die Einen PEGIDA dort, wo sie ihrer Meinung nach hingehören – in der gewalttätigen Ecke. Ab sofort dürfen sie dann nämlich kriminalisiert, als Terroristen gebrandmarkt und als Konsequenz daraufhin verboten werden.

Merke: An einer Eskalation, der logischen und gewollten Folge der Provokation, sind immer diejenigen interessiert, die die größere Macht besitzen und über die besseren Waffen verfügen. Tatsächlich aber geht es den Einen nur darum, in ihrer Provokations-Strategie vom Wesentlichen, vom eigentlichen Problem abzulenken, das sie selber schon lange nicht mehr im Griff haben. Deshalb trotzdem: Bloß nicht provozieren lassen, auch wenn’s weh tut.

*) Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes Journalistenwatch und ständiger Kolumnist bei conservo

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