Nordkorea versus Südkorea: Kim Jong Un und Schwester lassen Verbindungsbüro in Kaesong in die Luft sprengen

Hintergründe zur brutalsten Diktatur der Welt

 

Bild: Kopie des Pariser Triumphbogens in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjönjang

 

Von Freddy Kühne

 

Nachdem südkoreanische Aktivisten erneut hunderte von Ballons mit schriftlicher Kritik beladen in den Norden Koreas haben fliegen lassen, ließ die Schwester Kim Jong Un´s bereits letzten Samstag eine drastische Vergeltungsaktion ankündigen. Diese wurde nun mit der Sprengung des Verbindungsbüros in der entmilitarisierten Zone vollzogen.

Anfang der 2000er Jahre , stand- circa 10 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Fall des Eisernen Vorhangs – auch zwischen den beiden koreanischen Staaten der Kurs auf Entspannung: Grenzzonen wurden entmilitarisiert und es wurde sogar ein gemeinsamer Industriepark angelegt. Dieser wurde jedoch bereits im Jahre 2016 auf Betreiben Nordkoreas stillgelegt: Kim Jong Un zog die nordkoreanischen Arbeiter aus dem Industriepark in der Grenzzone ab.

Stattdessen trieb er das Atomraketenprogramm weiter voran.

Nordkorea gehört zu einem der ideologisch verbohrtesten kommunistischen Regime der Welt. Die Menschen leben in bitterster Armut, der Diktator lässt sich zudem als eine Art Gottheit verehren , andere Religionen sind verboten, viele Christen wurden bzw. werden in Arbeitslager gesperrt, teilweise hausen die Menschen in diesen Lagern in Erdlöchern.

Der Versuch von Donald Trump, Nordkoreas kommunistischen Diktator zu weiteren Entspannungsschritten zu bewegen, schlug fehl. Vermutlich weil Militärs innerhalb des Regimes und auch Angehörige  innerhalb der Diktator-Familie , diesem Ansinnen ein Ende bereiteten.

Denn der Schlusspunkt einer Annäherung bedeutete automatisch das Ende des kommunistisch-militärisch-familiären pseudoreligiösen Regimes.

Nachfolgende Dokumentationen öffnen uns jeweils auf ihre Weise die Augen über die brutalste Diktatur der Welt.

Sie zeichnen uns ein realistisches Bild, das von regimetreuen Vorzeigefamilien und ihren Vorzügen in der Hauptstadt Pjönjang reicht, bis hin zu  Berichten ehemaliger geflüchteter Nordkoreaner , die auch den Blick hinter die Fassaden der totalen Überwachung und anderer Machterhaltungswerkzeuge des Regimes freigeben.

Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass bis zu 120.000 Menschen in Nordkorea in politischer Lagerhaft gehalten werden. Das Regime leugnet diese Lager zwar, aber Satellitenbilder sprechen eine deutliche Sprache …

Doch die Lager sind „nur“ das extremst sichtbarste Zeichen der Unterdrückung von Freiheit: Die Nordkoreaner werden von der Wiege bis zur Bahre alltäglicher Polit-Propaganda ausgesetzt, sie werden dazu angehalten, sich gegenseitig zu bespitzeln und selbst das Verlassen der eigenen Stadt muss bei den sogenannten Volkskomitees beantragt und auch genehmigt werden.

Es scheint, dass der Fall der Berliner Mauer und das Ende der DDR für die Diktatoren in Pjönjang eine Art Warnung darstellten, welche Fehler sie nicht machen dürfen, um die Existenz der Diktatur des Kim-Clans nicht zu gefährden.

Dabei strebt der Kim-Clan durchaus die Wiedervereinigung beider koreanischer Staaten an: Dies allerdings unter der Regie des Kim-Clans und der Vertreibung des Erzfeindes USA aus Südkorea.

Unterstützung in verschiedenster Form erhält das Regime scheinbar immer wieder von China und Russland. Der geopolitische Grund liegt auf der Hand:  Beide Mächte wollen eine Wiedervereinigung Koreas unter Federführung Südkoreas auf jeden Fall verhindern. Denn das würde auch ein Vorrücken des US-Einflusses bis direkt an die chinesische und russische Grenze hin bedeuten…

 

 

Nordkorea sprengt Verbindungsbüro an der Grenze zu Südkorea in die Luft

 

 

 

Titelbild: Reijoteleranta / Pixabay / freie Nutzung

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Weitere Infos

 

Die brutalste Diktatur der Welt (Nordkorea Doku)

 

 

 

DW Documentary – Doku: Ein Leben für den Führer – Nordkorea

 

 

 

Geheimes Nordkorea – Die Macht von Kim Jong Un

 

 

 

Nordkorea im Wandel / Dokumentation deutsch