Deus Geometer: Sakrale Bauwerke – Vom Streben nach Höhe und Licht : Kirchen

Ehrfurchtsvolle Grüße der Besinnung und Stille +

 

Es werde Licht + Gott ist Licht

 

 

                                                                   Église Notre-Dame in Paris (oben;Entwurf) 

 

 

 

Alte Schlösser, Burgen , Fachwerkhäuser und Häuser aus der wilhelminischen Zeit faszinieren mich . Doch  insbesondere die Kathedralen aus dem Mittelalter mit ihren hohen lichtdurchfluteten Buntglasfenstern, ihren schlanken Säulen, Streben und gemauerten Gewölben und Wandelgängen erwecken ins mir eine unfassbare Begeisterung des Staunens, die in Worte nicht zu fassen ist.

Die Kombination aus höchster Kunstfertigkeit , christlicher Symbolik in predigenden leuchtenden Fenstern , Wandbildern und Figuren , bis zur Perfektion getrimmter schlanker tragender Baukonstruktion die schwindelerregende Höhen erreicht, ergänzt durch eine erhabene ehrfurchtgebietende Stille, gepaart mit einer exzellenten Raumakustik für Gesang und Instrumentalmusik: All das bringt mich zum Erstaunen.

Zum Erstaunen über die planerisch-geistige Idee , tiefste christlich-biblische Geschichte und Lehre sowie das Lob Gottes gleichrangig in die schönste vollendete prachtvollste Form eines Gesamtkunstwerks einer Kathedrale zu kleiden: Chapeau !

Und immer und immer werde ich es wiederholen: Das ist keine Verschwendung ! Verschwendung ist es Millionen in einen Flughafen zu versenken, wo wegen Fehlplanung jahrelang kein Flugzeug abhebt.  Das aber hier  ist ein Lob für unseren Gott und Schöpfer, der uns unser aller Leben und Erde geschenkt hat und jeden Tag neu schenkt.  Diesem himmlischen Vater und König einen solchen Tempel zu seiner Ehre zu erbauen, zeugt von großem Glauben und

großer Dankbarkeit. Für einen solchen Gott –  der zudem unser aller Seelen durch das Opfer seines Sohnes errettet – für einen solchen allmächtigen Gott ist die Errichtung eines solch schönen Gebäudes dennoch immer nur ein kleines Dankeschön seiner Menschenkinder. Gleich einer schlichten Geste des Dankes an den Allmächtigen.

Und in mir selbst steigt die Vorstellung auf, wie ich doch gerne zur Ehre meines Herrn selbst Hand angelegt hätte. Wie gerne wäre ich bei dem Bau dabei gewesen.

 

 

Mont Saint-Michel (Grundmauern aus dem 8. Jahrhundert)

 

 

Wohl nicht daran denkend, dass ggf. – je nach Bauwerk – die Länge meines Lebens nicht ausgereicht hätte, die Vollendung selbst noch zu erleben.

Wie gut haben wir es doch heute, dass wir alle diese wunderbaren Gott ehrenden Bauwerke zugleich sehen können ! Diesen Vorzug wissen wir heute häufig gar nicht zu würdigen.

Schande über uns !

Wir sollten unseren Vorfahren dankbar sein, dass sie die Grundlagen für unsere christliche Zivilisation gelegt haben, dass sie den christlichen Glauben derart ernst genommen haben und bereit waren, dafür Verzicht bei sich selbst zu üben: Genuss und Annehmlichkeiten waren sie bereit , ihren Idealen und ihren Glauben unterzuordnen.

Nur so können solche großartigen baukulturellen Zeugnisse erschaffen worden sein, die wir von ihnen geerbt haben. Und so , wie man als Konservativer mit einem familiären Erbe pfleglich umzugehen weiß – um wieviel mehr sollen wir mit unserem christlichen Erbe pfleglich umgehen !

Dabei hat aber die Spiritualität, also die innere Glaubensüberzeugung und -stärke, stets im Vordergrund zu stehen. Denn: Nur mit einem starken Glauben kann man auch solche Opfer vollbringen.

Ohne Glaube aber sind weder solche Bauwerke zu erstellen – geschweige denn andere Opfer zu erbringen. Ohne echten, tiefen Glauben und ohne echte Gläubige sind diese prächtigen Kathedralen auch nur noch eine schöne Hülle , ein schönes Kleid – ohne Inhalt, ohne Füllung.

Genau deswegen braucht die Kirche, braucht die Gemeinde, braucht das Volk Gottes jetzt eine Erneuerung des Geistes !

Lassen Sie ihn – den Geist Gottes – neu durch Ihr Leben wehen.

Ehrfurchtsvolle Grüße der Besinnung und Stille

vor dem HERRN unserem Gott

 

Ihr Freddy Kühne

Maurer, Staatl. Gepr. Bautechniker

 

 

Anlagen

 

Lichtendekerk / LichtunddieKirche – Lichtarchitektur

Test zur Korrektur Lutherleuchtet lang mit Worms

Es werde Licht

 

 

Es Werde Lich:T – Eine Licht-Oper von Ingo Bracke (Vimeo)

 

 

 

 

 

Titelbild: Kirche Glasfenster / Fleck-Glasfenster – Free-Fotos / Pixabay / Freie Nutzung

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99 Thesen

 

 

Streben nach Licht

 

 

Die Dokumentation von Arte : Sakrale Bauwerke – Vom Streben nach Höhe und Licht: Kirchen

Nur bis zum 27.05. auf Youtube abrufbar

 

 

Von Arte

 

Mit der Ausbreitung des Christentums ging die Entstehung von religiösen Stätten einher, in denen der Glaube praktiziert werden konnte: Klöster und Kirchen wurden errichtet und schließlich immer höhere und größere Kathedralen. Die zweite Folge der Dokureihe zeichnet den steten Wandel christlicher Sakralbauten von Jerusalem bis zum Mont-Saint-Michel, von Florenz bis Moskau. Drei Jahrhunderte lang wurde das frühe Christentum im Verborgenen praktiziert. Mit der allmählichen Ausbreitung der Religion wuchs schließlich auch die Zahl der Klöster und Kirchen. Bald verschoben die Baumeister die Grenzen des technisch Machbaren und errichteten immer größere himmelstürmende Kathedralen. In der bewegten Geschichte des Christentums hat sich der Stil der christlichen Sakralbauten stets gewandelt: In Jerusalem bildete die Grabeskirche als erste Gedenkstätte der neuen Religion den Mittelpunkt der christlichen Welt. Sie wurde auf dem Golgata-Hügel erbaut, der Stätte der Kreuzigung, und enthält das leere Grab Christi. In der westlichen Welt wurde mit der Abtei Mont-Saint-Michel, deren Grundmauern aus dem 8. Jahrhundert stammen, ein architektonisches Wunderwerk geschaffen, das karolingische, romanische und gotische Stilelemente vereint. In den Steinmauern der Abtei schlägt sich die gesamte Entwicklung mittelalterlichen Denkens nieder. Die Kathedrale von Chartres dagegen, die im 12. Jahrhundert in gerade einmal 30 Jahren erbaut wurde, zeichnet sich durch ihren einheitlichen Stil aus. Das wohl schönste architektonische Beispiel dieser geistigen und künstlerischen Revolution findet sich in Florenz: der Dom mit seiner gigantischen Kuppel und den weiß-grünen Marmorfassaden – eine Hommage an die großen Meister der Zeit wie Michelangelo, Donatello oder Brunelleschi. Am Roten Platz in Moskau steht die Basilius-Kathedrale für den orthodoxen Zweig des Christentums. Das Meisterwerk der orthodoxen Architektur mit seinen einzigartigen Farben und Formen hat die Revolution unbeschadet überstanden und empfängt heute erneut Gläubige zu Gottesdiensten.

 

 

 

Es werde Licht

 

 

Es Werde Lich:T – Eine Licht-Oper von Ingo Bracke (Vimeo)