Palmsonntag : Das Schweigen der Lämmer – Warum die Lämmer schweigen: Überwindet Eure Ängste !

Angsterzeugung als Herrschaftstechnik in der Antike und in neoliberalen Demokratien

Ist die Angst bei Christen heute in der Welt größer als ihr Vertrauen auf Gott ?

 

 

Von Freddy Kühne

 

Zu Palmsonntag war das Volk im wahren Wortsinn aus dem Häuschen: Es bereitete Jesus einen triumphalen Empfang und Einzug nach Jerusalem ! Sie jubelten und sangen auf den Straßen, riefen „Hosianna“ in der freudigen Erwartung, dass Jesus ihr neuer König würde. Sie schmückten die Straßen mit Palmenzweigen und Blumen.

Das Problem – was das Volk selbst aber in seinem Enthusiasmus gar nicht mal bemerkte: Damit fühlten sich die bisherigen Machthaber auf den Schlips getreten und herausgefordert !

Fortan versuchten die bisherigen Machthaber alles, um zwischen das Volk und Jesus Christus einen Keil zu treiben. Warum ? Nun – ganz einfach: Sie wollten selbst an der Macht bleiben !

Doch da Jesus Christus beim Volk beliebt – also populär war – war das gar keine so einfache Aufgabe. Schließlich kümmerte sich Jesus um die Kinder, die Kranken und Schwachen und auch um die Ausgestoßenen.

Und dabei lehnte Jesus nicht nur die Übernahme politischer Macht ab – sondern sogar auch die Gewalt im Rahmen politischer Macht. Denn die Zeloten – die den gewaltsamen Kampf gegen die römische Besatzung propagierten – unterstützte Jesus Christus nicht.

Dennoch fürchteten die Schriftgelehrten und Pharisäer, die damalige Machtelite der Israeliten ,  Jesus Christus – einfach – weil seine Beliebtheit beim Volk groß und größer wurde !

Diesen Populismus mussten sie bekämpfen, wollten sie selbst ihre Macht und ihre gute auskömmliche Stellung als Kollaborateure mit den Römern nicht verlieren. Doch wie das anstellen ?

Eine gute – und eine schwierige Herausforderung für die Mächtigen…

Man kam auf die Idee : Man musste Jesus Fallen und Fangfragen stellen ! So brachte man ihm die „auf frischer Tat“ ertappte Ehebrecherin und forderte Jesus zur Stellungnahme auf. Die Mächtigen sagten bei sich: Wenn er sie begnadigt und freispricht, dann verstösst er gegen das Gesetz. Und dann können wir ihn als Gesetzesbrecher und -ignorant anklagen.  Wenn er sich aber an das Gesetz hält und diese Frau verurteilt – dann ist es ebenso vorbei mit seiner Botschaft der Barmherzigkeit und Gnade. So oder so: Dann wird es Aus sein mit seiner Popularität.

Doch Jesus Christus durchschaute ihre Falle. Anstatt in diese Falle hinein zu tappen, schwieg er und malte einen Kreis in den Sand. Sodann stellte er die Fallensteller ins Abseits , indem er sagte: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein !

Einer nach dem anderen, der schon den Stein zwecks Steinigung der Ehebrecherin in der Hand hielt, ließ den Stein fallen und verließ den Platz.

Jesus hatte diese Prüfung also bestanden – zum Ärger der Mächtigen.

Sie stellten ihm weitere ähnliche Aufgaben, die er alle bestand. Es war keine Schuld an ihm zu finden.

Also mussten schließlich falsche Zeugen her, die Jesus anklagten. Die Mächtigen wiegelten das Volk mit manipulierten Zeugen gegen Jesus auf, sodass das Volk, welches wenige Wochen vorher noch Palmen und Blumen auf die Straßen auslegte und „Hosianna“ rief um seinem zukünftigen König zu würdigen, nun auf einmal schrie „Kreuziget ihn“.

Daher kommt auch im deutschen Volksmund dieser Spruch : „Vom Hosianna bis zum Kreuziget ihn ist es nicht weit.“

Schließlich fanden die Mächtigen doch einen Grund, Jesus anzuklagen: Da er sich als Menschensohn bezeichnete und sagte „Wer mich sieht, sieht den Vater“ klagten sie ihn des Tatbestands der Gotteslästerung an.

Und darauf – also auf Gotteslästerung – stand die Todesstrafe: Da war es dann mit der Unterstützung des Volkes für Jesus doch schneller vorbei als gedacht … Keiner wollte selbst am Kreuz landen : Die Angst vor dem Tode also brachte das Volk zurück auf die Seite der Mächtigen !

Als Jesus in  letzter Instanz nun vor dem römischen Statthalter Pilatus stand und der ihn fragte „Bist Du Gottes Sohn?“, da sagte Jesus „Du sagst es“.

 

An dieser Geschichte können wir sehen, wie hart und mit welchen Methoden damals um den Erhalt politischer Macht gekämpft wurde. Und wir können auch sehen, wie schnell und einfach das Volk vom „Hosianna“ zum „Kreuziget ihn“ überging.

 

Die Frage, die wir uns stellen wollen : Ist der Kampf um Machterhalt und Pfründe heute wirklich anders ? Arbeiten die Mächtigen heute sauber, ehrlich , demütig und selbstlos dienend ? Informieren sie heute das Volk objektiv – oder manipulieren sie heute das Volk genauso wie sie es damals taten ?

 

Die Antwort darauf gibt ihnen und uns Professor Rainer Mausfeld in seinem Vortrag „Warum Schweigen die Lämmer?“  Heute verwendet man aber keine Drohung mit Gefängnis oder dem Tod am Kreuz. Dazu reicht heute schon die Angst vor Waldsterben, Ozonloch, CO2-Klimawandel , Arbeitsplatzverlust oder einem Virus aus …

 

Doch warum spielen heutige Kirchenlenker und Gemeindeleiter da mit ? Hatte Jesus nicht gesagt „In der Welt habt Ihr Angst, aber siehe, ich habe die Welt überwunden“ ? Ist die „Menschenfurcht“ , also die Furcht vor sozialer-politischer  Ausgrenzung, bei Kirchenleitern und Gemeindeleitern größer, als ihr Vertrauen auf Gott ?

 

Ich rufe dazu auf: Legt Eure Angst in der Welt – vor Weltuntergangsszenarien und Krankheiten – ab und stärkt Euren Glauben und Vertrauen auf Gott ! 

 

 

 

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Rainer Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer ?

 

 

 

Titelbild: Bildschirmfoto Youtube / Symbolbild : Pixabay Freie Nutzung

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