#Weihnachten: #Arabische #Christen brauchen #unsere #Hilfe +++ #Trump kündigt #Rückzug der #USA aus #Syrien an

Frohe Weihnachten an alle orthodoxe Christen in der arabischen Welt : Nach Syrien, Irak, Ägypten, Libanon, Iran uva

Angekündigter US Truppenrückzug aus Syrien ist für viele Akteure in Zentraleuropa kaum verständlich bzw. nachvollziehbar und könnte einen neuen Krieg in Nordsyrien auslösen

 

Bild: Hatune Dogan Stiftung 

 

Karte: Siedlungen Arabischer Christen / Wikipedia

 

Von Freddy Kühne

Trump kündigt US Rückzug aus Syrien an und erntet weitgehend Unverständnis

 

Der von US Präsident Trump angekündigte Rückzug der noch verbliebenen 2500 Mann starken US-Truppe ist für die US-Verbündeten in Syrien und in Europa sicherheitspolitisch kaum nachvollziehbar:  Kurden, die in Syrien als einzige maßgebliche Truppe vor Ort tatsächlich treu an der Seite der USA standen, werden damit tragischerweise erneut verraten. Ein Abzug der US-Truppen könnte ein Vakuum für islamistische Terroristen von ISIS oder anderen radikal-sunnitischen Truppen  hinterlassen und damit das Gegenteil von dem bewirken, was US-Präsident Trump angeblich erreichen will, nämlich „Frieden“.   Die Luzerner Zeitung spricht daher von einem , Zitat „Traumszenario für den IS“.  Es sei denn , der US Rückzug wäre zuvor offiziell  mit Putin und Assad abgestimmt worden inklusive einer entsprechenden einvernehmlichen Gebietsaufteilung. Das  aber erscheint kaum wahrscheinlich,  angesichts der Russlandskepsis in weiten Teilen der US Parlamentarier und der US Administration.

 

Trump begründet Rückzug mit der Einleitung einer „Ära des Friedens“

 

Doch es ist nicht damit zu rechnen, dass Trumps Begründung für den Rückzug , nämlich eine „Ära des  Friedens“  auszurufen, aufgehen wird.  Denn auch wenn Erdogan zunächst ankündigte, keine türkischen Truppen nach Nordsyrien zu entsenden , zweifellos und sicher eine Bedingung Trumps an Erdogan,  wird er dennoch die eher sunnische „Freie Syrische Nationale Armee“ unterstützen – und zwar im Kampf gegen die Kurden.

Dass die Kurden sich mit solch einer hemdsärmeligen aber für Trump typischen einsamen Ad-Hoc Entscheidung vor den Kopf gestossen fühlen, ist kein Wunder. Aber nicht nur die Kurden fühlen sich verschaukelt, denn selbst in US-Regierungskreisen erntete Trump mit seiner Entscheidung Unverständnis: US-Aussenminister Jim Mattis wird Ende Februar 2019 aus Protest gegen die Art und Weise der Entscheidung und wohl auch aus Überzeugung sein Amt niederlegen – und auch der US Sondergesandte für Syrien Brett McGurk kündigte bereits seinen Rücktritt zum Jahresende 2018 an.

Bereits im März diesen Jahres hatte Trump einen Syrien-Rückzug angekündigt, diesen aber nach diversen Einwänden bislang nicht umgesetzt. Doch diesmal scheint es Trump Ernst zu meinen: laut Bericht des Handelsblattes und anderer Medien hat der US-Rückzug bereits begonnen, Zitat:

„Wir haben damit begonnen, US-Soldaten nach Hause zu holen, während wir in die nächste Phase dieses Einsatzes übergehen“, heißt es in einer von der Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Mittwoch verbreiteten Stellungnahme. Vor fünf Jahren sei die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eine sehr mächtige und gefährliche Kraft im Nahen Osten gewesen. „Die USA haben jetzt das territoriale Kaliphat besiegt“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Dies bedeute jedoch nicht, dass die weltweite Koalition im Kampf gegen den IS oder deren Kampagne beendet sei.“ (Zitatende).

 

Mit der neuerlichen Ankündigung Trumps des Rückzugs via Presse hat er  Putin und Assad rechtzeitig Hinweise  gegeben, damit diese sich rechtzeitig auf den US-Rückzug vorbereiten können, um das Entstehen eines solches Vakuum zu verhindern: So berichtet die Neue Züricher Zeitung, dass sowohl die mit der Türkei liierte „Freie Syrische Nationale Armee“ (eine eher radikale sunnitische Gruppierung) als auch die reguläre syrische Armee mit Hilfe Russlands Truppenteile in den Norden Syriens verlegen – also dorthin, wo die USA ihre Truppen abziehen.

Möglicherweise könnten sich die Kurden dann aber neu orientieren und sich mit Russland und der Zentralregierung in Damaskus zusammenschliessen, denn ihr Hauptgegner sind die radikalen sunnitischen Gruppen, die von Erdogan und Saudi-Arabien unterstützt werden.

 

Trump riskiert durch US Rückzug ein Neuaufflammen der Kämpfe in Nordsyrien

 

Trump jedenfalls riskiert mit seinem Rückzug eher ein Neuaufflammen der Kämpfe in Nordsyrien zwischen dem sunnitischen Block bestehend aus Türkei und Saudi-Arabien einerseits und dem alevitisch-schiitisch-christlichen Block Syriens, Irans und Russland andererseits.

Denn die einzige Macht, die sowohl die Saudis wie auch die Türken (also den sunnitischen Block) zur Zurückhaltung zwingen konnte, sind die US-Truppen, da sowohl die Türkei als auch Saudi-Arabien langjährige geostrategische Verbündete der USA sind.

Mit dem US-Rückzug könnten sowohl Türken wie Saudis sich dazu verleiten lassen, in Syrien die radikalsunnitischen Terrorgruppen erneut zu stärken und damit den Stellvertreterkrieg zwischen dem sunnitischen und dem alevitisch-schiitisch-christlichen Block auf syrischen Boden neu anzuheizen.

 

Frankreich und Deutschland halten US-Rückzug für verfrüht

 

Auf jeden Fall jedoch löst Trump mit dem Rückzugsbeginn erneut eines seiner US-Wahlversprechen ein und zeigt sich zumindest seinen Wählern als berechenbar und zuverlässig, selbst wenn die europäischen Verbündeten von seiner Entschlossenheit doch sehr überrascht zu wirken scheinen: Frankreichs Präsident Macron bedauerte die Rückzugs-Entscheidung Trumps und die deutsche Verteidigungsministerin Von-der-Leyen hält den Rückzug der US-Truppen ebenso für verfrüht.

 

Russland verbleibt als einziger Machtfaktor in Syrien, der die Interessen der christlichen Kulturen durchsetzen kann

 

Nach einem US-Rückzug verbliebe  als einziger noch ernst zu nehmender Machtfaktor  Russland vor Ort in Syrien verankert, der die Interessen christlicher Nationen und Kulturen – auch der christlichen Kulturen und Gemeinschaften vor Ort in Syrien – durchsetzen kann. Damit zeigt sich, dass die orthodoxen Christen vor Ort von Anbeginn des Konfliktes an auf das richtige Pferd gesetzt haben, nämlich auf das orthodoxe Russland.

 

USA und Europa geben derzeit dem kurzfristigen  Geschäft den Vorrang vor langfristigen kulturellen geostrategischen Weichenstellungen

 

Die Amerikaner und auch die Europäer haben –  wieder einmal im Nahen Osten das gezeigt, was ihre wahren Interessen zu sein scheinen: das Geschäft mit Öl und Waffen mit radikalen sunnitischen Regimen scheint ihnen wichtiger zu sein, als der Schutz der christlichen Kulturen im Nahen Osten.

Dieses Verhalten der christlichen Nationen der USA und Europas mit  zumeist evangelikaler  (USA) aber auch protestantisch-katholischer Prägung (Europa / USA) stellt  ein absolut schlechtes Zeugnis für die christlichen Kulturnationen dar, weil sie ihre christlichen Brüder und Schwestern im Nahen Osten für ein Linsengericht aufzugeben scheinen.

Langfristige geostrategische Verlässlichkeit – auch gegenüber den kurdischen Partnern – sieht anders aus.

 

Sollte Krieg in Nordsyrien erneut aufflammen und die Rückkehr des IS ermöglichen, wäre das mit dem größten aussenpolitischen Desaster und Vertrauensverlust in die USA und den Westen insgesamt gleichzusetzen

 

Sollte der Krieg im Norden Syriens wieder aufflammen – und derzeit sieht es so aus – mit der Folge der Schwächung der Kurden, dann könnte dies dem IS auch wieder dazu verhelfen, die befreiten kurdischen und christlichen Gebiete wieder neu zu erobern. Sollte dieses Szenario eintreten, gäbe es kein größeres aussenpolitisches Desaster, kein größeren Vertrauensverlust in die USA und den Westen insgesamt.

 

Hamas in Gaza verbietet Christen, Weihnachten zu  feiern

 

Die christliche Minderheiten geraten als arabische Ureinwohner aber nicht nur in Syrien oder im Irak unter die Räder: Die radikal-islamistisch sunnitische Terrorgruppe Hamas, die den Gaza-Streifen regiert, hat zum Beispiel die Christen in Gaza davor gewarnt, ihr Weihnachtsfest zu feiern, berichtet UnitedWithIsrael am 25. Dezember 2018.

 

Spendenkonto der Hatune Dogan Stiftung

Helfende Hände für die Armen
Sparkasse Paderborn
IBAN:    DE 6247 6501 3000 1112 1142
BIC:      WELADE3LXXX

 

 

Weihnachtssolidarität und Hilfe für arabische, armenische Christen und andere Menschen vor Ort in Syrien und Irak

 

Da mich mein christlicher evangelikal geprägter Glaube über Konfessionsgrenzen hinweg dazu anhält, die verfolgten Christen weltweit zu unterstützen, hoffe  und bete ich, dass die orthodoxen , armenischen und arabischen Christen in Syrien und im Nahen Osten nach dem US-Rückzug nun zumindest weiterhin militärische Hilfe  und Schutz durch ihre orthodoxen Geschwister aus  Russland und mindestens zivile Hilfe durch ihre christlichen Geschwister aus Europa und den USA bekommen.

Diese Solidarität sind wir nicht in erster Linie den nach Europa Geflüchteten schuldig, sondern diese  Weihnachtssolidarität sind wir vor allem unseren christlichen Geschwistern im Nahen Osten schuldig, die dort ausharren und überlebt haben.

In diesem Sinne bitte ich Sie liebe Leser, der Stiftung unserer christlichen Schwester Hatune Dogan, welche vor Ort in Syrien und im Irak allen Menschen hilft, eine Spende für ihre Hilfe zukommen zu lassen.

Damit Sie sich ein aktuelles Bild auch von der Lage der Christen in Syrien und im Irak machen können, habe ich zudem Videos zur Lage vor Ort als Anlage dem Artikel beigefügt.

 

Herzlichen Dank und gesegnete Weihnachten und einen guten, friedlichen  Jahresausklang

wünscht Ihnen

Ihr Freddy Kühne

 

 

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Bonusmaterial

 

Angriff auf Kurden – Trump und Erdogan einig über Offensive in Nordsyrien

 

 

Türkische Fernsehformate lassen erahnen, dass Erdogan die USA zum Rückzug bewogen haben könnte, damit die Türkei gegen die Kurden  im Norden Syriens vorgehen könne. Die Christen im Norden Syriens als Verbündete Assads bzw. auch der Kurden könnten erneut unter die Räder kommen.

 

 

Christen im Irak nach Befreiung vom IS Terror – eine Dokumentation der Befreiung christlicher Gebiete und des muslimischen Hasses gegen das Christentum

 

 

 

Dokumentation: An der Front von Deir Ezzor : der letzte Ort in der Hand des Islamischen Staates (Syrien)

 

 

 

Putin: Christliche Gebiete in Syrien vom IS-Terror befreit

 

 

 

Syrisch-Orthodoxe Christen im Irak feiern Befreiung

 

 

 

Christliche Kämpferinnen im Einsatz gegen den Islamischen Staat

 

 

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