Lügen bis der Arzt kommt

 

Von Thomas Böhm*

Der Asylirrsinn macht’s möglich. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein Funktionärsheini im Auftrag der Bundesregierung Unsinn verzapfen und das auch noch über die „Leitmedien“ verbreiten darf. Heute ist es der Ärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery, der in einem Interview mit der „Welt“ die Bürger für dumm verkauft:

…Wir schaffen das. Das Krankheitsbild der Flüchtlinge ist auch nicht so schlimm, wie wir anfangs befürchtet haben. Sie schleppen keine Infektionskrankheiten ein, und es kommen auch keine chronisch Kranken. Sicherlich, fluchtbedingt gibt es traumatische Erlebnisse und auch körperliche Beschwerden…

Schon erstaunlich. Noch immer strömen täglich mehrere tausend Menschen in unser Land, sind mehrere hunderttausend nicht mal registriert und Herr Montgomery hat über eine Million Krankenakten studiert, Untersuchungen ausgewertet und Diagnosen erstellt, bzw. erstellen lassen. Was für eine Leistung!

Bei so viel Weisheit muss man sich dann aber fragen, was wir mit folgenden Meldungen anfangen sollen: Ein Sonderzug mit 146 Flüchtlingen, der sich auf dem Weg von 

Freilassing nach Berlin befand, musste am Montagmorgen in München Pasing angehalten werden. Denn wie die Bundespolizei berichtet, befand sich im Zug ein kranker Mann mit Verdacht auf eine ansteckende Lungenkrankheit… (http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Sonderzug-mit-Fluechtlingen-wegen-Tuberkulose-Fall-gestoppt-id36454347.html?showCount=5000#comment_36455782)

Das Gesundheitsamt des Rheingau-Taunus-Kreises braucht mehr Geld und Personal, um im Hinblick auf die Gesundheitsvorsorge den Strom der Flüchtlinge bewältigen zu können. „Die neuankommenden Asylsuchenden bringen zum Teil Krankheiten mit, die bei uns nur noch selten auftreten“, berichtet Gesundheitsdezernentin Monika Merkert (SPD). Ihre Mitarbeiter seien durch die Diagnose und Behandlung teils ansteckender Krankheiten stark gefordert… (http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/rueckkehr-seltener-krankheiten-in-hessen-durch-fluechtlinge-13765465.html)

Die Sprecherin des Robert-Koch-Instituts Susanne Glasmacher bestätigt, dass Flüchtlinge mit ansteckenden Krankheiten nach Deutschland kommen. Wie viele es insgesamt sind, das lasse sich nicht sagen, weil die einzelnen Kommunen für die Flüchtlinge zuständig sind: Gesundheitsämter, Ärzte und Ehrenamtliche kümmern sich vor Ort um sie. Doch unstrittig sei, dass Flüchtlinge aufgrund einer anstrengenden Flucht, fehlenden Impfungen und schlechten Lebensbedingungen „empfänglicher gegenüber Infektionskrankheiten“ sind. Glasmacher stellt aber auch klar: „Ebola hat noch kein Flüchtling ins Land getragen.“

Verbreitet seien dagegen Tuberkulose, Keuchhusten oder Masern. Allerdings bringen die wenigsten Patienten diese Krankheiten aus dem Ausland nach Deutschland. Nach einer Analyse des Robert-Koch-Instituts stecken sich 90 Prozent erst in deutschen Asylunterkünften an. So brachen beispielsweise im Frühjahr in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft die Masern aus… (http://www.suedkurier.de/nachrichten/politik/Die-Krankheiten-der-Fluechtlinge;art410924,8249376)

Wie man sieht, handelt es sich hierbei nicht um „rechte“ Blogs, die solche Meldungen verbreiten. Also doch alles „Lügenpresse“?

Aber der Unsinn geht noch weiter, doch dabei präsentiert uns der offensichtlich geistig verwirrte Ärztepräsident „unfreiwillig“ die Wahrheit: In der Regel sind es junge, dynamische Männer. Die durchschnittlichen Gesundheitskosten eines Asylbewerbers liegen bei 2300 Euro, das sind 600 Euro weniger als bei einem Deutschen. Das sind übernormal gesunde Menschen. Die können wir in unserem Gesundheitssystem gut behandeln, wenn sie denn einen einfachen Zugang dazu bekommen…

So, so. In der Regel kommen also junge dynamische Männer zu uns. Wie wir das immer behauptet und wie uns die Bilder das auch gezeigt haben. Ist Herr Montgomery jetzt auch ein „rechter Hetzer“? Merkwürdig auch, dass für diese Millionen vor Gesundheit strotzenden Männern trotzdem insgesamt 2,3 Milliarden Euro Krankenkosten zusammenkommen, für die der deutsche, ach so kranke und damit wohl arbeitsunfähige Steuerzahler bluten muss.

Geht es hier also nur um Zahnersatz (nach Schlägereien) und Schnittwunden (nach Messerstechereien)?

Außerdem hinkt der Vergleich, oder kostet ein junger dynamischer, deutscher Mann ebenfalls 600 Euro mehr als ein junger, dynamischer Afrikaner? Und was ist, wenn die lieben Verwandten, Omas und Opas aus der Heimat nachkommen? Sind die ebenfalls alle dynamisch, jung und kerngesund?

Geradewegs zynisch aber ist das Weglassen eines wichtigen Details: In Deutschland zahlt der Arbeitnehmer einen gewissen Teil des Krankenkassenbeitrages aus eigener Tasche, der Asylbewerber hingegen nicht!

Man muss sich ernsthaft Sorgen um die Gesundheit des Herrn Montgomery machen. Offensichtlich ist der Mann schwer süchtig. Merkelsüchtig. Das belegt sein Spruch „Wir schaffen das“!

Und Herr Aust wird reichlich zu tun haben, um diesen journalistischen, ideologisch unheilbar kranken Schrott aus seiner „Welt“ zu verbannen. Denn das, was uns hier als „Interview“ präsentiert wird, ist nichts anderes, als Verkündungsjournalismus. Da hätte man sich die Kosten für den Redakteur sparen und einfach eine Pressemitteilung abdrucken können. Keine Gegenfrage, kein Nachhaken, Widersprüche werden einfach hingenommen, Lügen geschluckt oder abgenickt. Der deutsche Journalismus steckt dank Hampelmann-Mentalität in seiner größten Krise. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article150487076/Die-Fluechtlinge-sind-uebernormal-gesunde-Menschen.html)

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*Thomas Böhm ist Chefredakteur von Journalistenwatch und ständiger Kolumnist bei Conservo

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