#Rote #Laterne für Deutschland: #Rente , #Strom, #Steuern  

Die in Deutschland betriebene Renten-  Energie- und Steuerpolitik und die Niedrigzinspolitik der EZB sind massiv sozial unverträglich

 

 

 

 

 

Von Freddy Kühne

 

Die Proteste des Generalstreiks  in Frankreich richteten sich gegen geplante Reformen im Rentensystem der Regierung Macrons.

Während die Franzosen häufig schon mit 60 Jahren in Rente gehen, und gegen Reformen auf die Strasse gehen, versucht man in Deutschland das Renteneintrittsalter von 66 bald auf 70

anzuheben… Dafür hat die durchschnittliche französische Familie aber auch mehr Kinder: 1,96 Geburten pro Frau in Frankreich stehen 1,5 in Deutschland gegenüber.

Mit voller Berufslaufbahn können Franzosen (41,5 Jahre Beitragspflicht) schon mit einem Alter ab 58 oder 59 in Rente gehen. Das Regeleintrittsalter in die Rente beträgt 60 Jahre.  Dies geht in Deutschland (45 Jahre Beitragspflicht) ggf. auch vor dem 65 Lebensjahr, beispielsweise dann, wenn jemand mit dem 15 Lebensjahr sein Berufsleben begonnen hat: Dann kann er nach 45 Beitragsjahren mit 60 in Rente gehen.

Aber die Mindesbeitragspflicht in Frankreich liegt mit 41,5 Jahren halt 3,5 Jahre unter der in Deutschland.

 

Die verschiedenen Faktoren, die bei der Rentenhöhe eine Rolle spielen wie die Zahl der Geburten, die Zahl der Beitragsjahre, der Median-Lohn und die Frage, ob das Rentensystem auf mehreren Säulen (Staat/Betrieb/Privat) basiert, sind bei der Bewertung der Rentensysteme in toto zu berücksichtigen. Im Einzelfall sind dann natürlich vor allem die persönlichen Werte zu analysieren und zu berücksichtigen.

 

Renteninflation durch EZB Niedrig-/Negativzins-Politik

 

Das Dramatische daran ist derzeit aber: Die durch die dauerhafte Niedriggzinspolitik – oder gar Negativzinspolitik – der Europäischen Zentralbank verursachte „Renteninflation“ kann kein Bürger und kein Betrieb der Welt mehr ausgleichen !

Deswegen ist diese Geldpolitik der Europäischen Zentralbank eine tickende Zeitbombe für alle , die in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren in Rente gehen wollen: Denn sie können beim besten Willen die Inflation von 2 Prozent bei einer Null- oder Negativzinslage niemals ausgleichen, sondern ihr Kapital wird im Grunde binnen zehn Jahren zwanzig Prozent an Wert verlieren.

Diese Finanzpolitik der EZB ist daher eine sozialpolitische Katastrophe !

Hinzu kommt, dass die Rente seit einigen Jahren in Deutschland nochmal versteuert wird. Damit wird das erarbeitete Arbeitseinkommen quasi doppelt besteuert. Hier könnte es Zeit werden, sich dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht zu wehren oder alternativ – wie die Franzosen – auf die Straßen zu gehen !

 

Die Durchschnitts-Rente in Deutschland

 

Die Durchschnittsrente von Männern und Frauen und von Westdeutschen und Mitteldeutschen ist in Deutschland unterschiedlich, da auch deren Verdienste und Länge der Beitragsjahre stark varriieren.

Im Westen erhalten Männer im Durchschnitt 1.095 Euro, im Osten 1198 Euro. Frauen im Westen dagegen stehen mit 622 Euro im Alter dagegen vor dem finanziellen Ruin, da der Staat ihrer Kindererziehungszeiten nicht mal im Ansatz fair im Rentensystem berücksichtigt – und das – obwohl ihre Erziehungsleistung die Grundlage überhaupt für den Erhalt des Staatsvolkes und den Erhalt der Sozialversicherungssysteme ist. Frauen in Mitteldeutschland erhalten mit 928 Euro zwar circa 50 Prozent mehr als ihre Kolleginnen im Westen, aber auch das ist immer noch ein knappes Rentenniveau, wenn man die steigenden Lebenshaltungskosten berücksichtigt.

 

(Quelle: auswandern-handbuch.de )

 

Rentenhöhe im europäischen Vergleich – Die Durchschnitts-Rente in Bezug zum Durchschnitts-Lohn

 

Auch bei der durchschnittlichen Rentenhöhe trägt Deutschland die rote Laterne. Dazu zitieren wir:

„Die durchschnittliche Ersatzquote, also das Verhältnis der Rente zum Einkommen, in den OECD-Ländern, zu denen neben den europäischen Industrienationen beispielsweise auch die USA, Japan, Australien und Neuseeland gehören, beträgt 69 Prozent, d. h. die durchschnittliche Rentenhöhe in den OECD-Ländern beträgt 69 Prozent des Einkommens. Unter diesem Durchschnitt liegt neben Schweden, Großbritannien und Irland auch Deutschland mit gerade einmal 58 Prozent. Die Studie bescheinigt dagegen den italienischen Rentnern eine Ersatzquote von 76 Prozent, den Spaniern gut 84 Prozent und den griechischen Rentnern sogar 110 Prozent des Einkommens. Angesichts der Banken- und Schuldenkrise und der daraus resultierenden Haftungsrisiken für Deutschland ist diese Tatsache kaum zu verstehen.

Die Unterversorgung in Deutschland war Gegenstand einer aktuellen Studie der Ruhr-Universität Bochum, die vom Investmenthaus Fidelity in Auftrag gegeben worden war. Demnach sind schon die angestrebten 70 Prozent Ersatzquote als Rentenbezug für eine annähernde Sicherung des Lebensstandards erheblich zu niedrig angesetzt. Realistisch betrachtet würden rund 87 Prozent benötigt, so dass derzeit bereits 650 Euro monatlich in der Rentenleistung fehlen – eine Abweichung von bisherigen Berechnungen in Höhe von 350 Euro im Monat. Wenn man nun die OECD-Daten zugrunde legt, ist die Differenz noch viel dramatischer, von der ungerechten Verteilung innerhalb der EU-Mitgliedsländer einmal ganz abgesehen.“

 

Rentenhöhe im europäischen Vergleich – Median-Rente in Bezug zum Median-Lohn

 

„Rentner müsste man sein – und zwar in Griechenland, Spanien, Italien oder Frankreich. Erstens hätte man dann das Mittelmeer vor der Haustür und die Sonne würde fast immer scheinen, es gäbe guten Sangria, Ouzo, dazu ein paar Oliven und leckere Pasta. Und zweitens hätte man mehr Geld als wenn man arbeiten würde.

Kein Witz, die Rentenniveaus in den obigen Staaten (plus Rumänien) liegen oberhalb dessen, was ein Arbeiter in einem dieser Staaten bekommt. Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat dafür die Median-Renten mit den Median-Löhnen verglichen. Der Median ist bekanntlich nicht der Durchschnitt, sondern der mittlere Wert einer Zahlenreihe. Dadurch können gewaltige Ausreißer nach oben oder unten die Statistik nicht so sehr verzerren.

Und tatsächlich: Der durchschnittliche rumänische Rentner verfügt im Monat über rund sieben Prozent mehr Einkommen als der durchschnittliche rumänische Arbeiter. Griechische freuen sich über sechs Prozent mehr, in Spanien und Frankreich sind es fünf Prozent, in Ungarn drei Prozent und in Italien zwei Prozent.“

Quelle: Finanzen100

Da in Frankreich EU-weit betrachtet zudem durchschnittliche Löhne gezahlt werden, liegen die Rentenbezüge inklusive Betriebsrenten und privater Vorsorge sehr häufig über dem, was man als Arbeitnehmer verdient !

Bildschirmfoto : Finanzen 100

 

Rentensystem Frankreich / Deutschland im Vergleich

Das französische Rentensystem

 

Da man ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann, muss man ja auch noch die Produktpreise in den Ländern vergleichen, um ein aussagekräftiges Vergleichsbild zu erhalten. Dass dabei der sogenannte und häufig zitierte  „Warenkorb“ eine grobe Verzerrung darstellt, wird von vielen nicht wahrgenommen.

Denn wenn Miete , Nebenkosten (steigende Müll-, Wassergebühren, Grundsteuern ua) und Energiepreise weiter derart steigen wie in den letzten Jahren, dann kommen viele Rentner mit ihrem „halbierten Lohn“ finanziell schon jetzt vorne und hinten nicht mehr klar: Sie müssen bereits jetzt Flaschen sammeln oder 450-Euro-Jobs annehmen, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Schauen wir uns dazu einmal kurz die Strompreise an:

 

 

Strompreisvergleich

 

Wie Sie sehen, lag Deutschland mit dem Strompreis 2018 europaweit gleichauf mit Belgien an der Spitze. Inzwischen jedoch dürfte Deutschlands Strompreis der weltweit teuerste sein !

Wie um alles in der Welt also soll man als Verbraucher hier noch finanziell zurecht kommen ? Inzwischen wird auch der letzte Verbraucher alle Einsparpotentiale genutzt haben: Auf LED-Licht umgestellt und die neueste Kühltechnik und die stromsparendste Herdtechnik eingekauft haben.

Das heißt: Bislang konnte man den steigenden Strompreis durch sparsamere Technik egalisieren. Das wird ab jetzt nicht mehr möglich sein !

Die öko-sozialistische Energie-Verteuerungs-Politik wird damit ab jetzt Armut verursachen !

In diese Situation jetzt auch noch die Nachfrage nach Strom durch nicht umweltfreundlichere Elektroautos zu schüren, ist absolut nicht mehr sozialverträglich ! Denn durch die zusätzliche Nachfrage nach Strom durch E-Autos wird der Preis für Strom an der Strombörse noch weiter ansteigen.

Das bedeutet: Elektro-Autos sind sozial unverträglich , solange dieser Strom mit teurer regenerativer Art wie in Deutschland hergestellt wird.

In Frankreich dagegen ist und bleibt durch den Atomstrom der Preis niedrig. Hier kann die Nachfrage nach Strom durch Elektroautos durch Erstellen von weiteren Kernkraftwerken sozialverträglich bedient werden.

Der Strom in Frankreich kostet übrigens zwischen 15 und 17 Cent die Kilowattstunde für den Endverbraucher. In Deutschland liegen wir jetzt schon bei 30 bis 32 Cent die Kilowattstunde !

 

 

 

Wo ist der Strom am teuersten ?

 

 

Die Steuern und Sozialabgaben im Vergleich

 

Auch hinsichtlich der direkten Steuern und Sozialabgaben tragen die Arbeitnehmer in Deutschland mit 40 Prozent die rote Laterne – zusammen mit Belgien. Und das trotz bester Konjunktur, niedrigster Arbeitslosenzahlen. Man könnte sich wundern. Aber  man weiß inzwischen , dass alleine jedes Jahr 50 Milliarden Euro fällig werden, um die eingewanderten Flüchtlinge zu versorgen. Man weiß inzwischen auch, dass der Anteil von Hartz IV-Beziehern in der dritten Generation einiger Einwanderernationen noch immer zwischen 30 und 50 Prozent liegt.

Doch zu den direkten Steuern müsste man ja eigentlich noch die indirekten Steuern wie die Mehrwertsteuer hinzu addieren um die reale Steuerlast vollständig zu erfassen.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Steuerbelastung von Alleinverdienern ohne Kind. Bei diesen ist die Belastung aus direkten Steuern höher, wohingegen bei Familien mit Kindern naturgemäß die indirekte Steuern – aufgrund des höheren Konsums – höher ausfallen.

Und obwohl die Steuerbelastung bereits enorm hoch ist, planen die Sozialisten weitere Erhöhungen und sind dabei erfindungsreich: Eine neue CO2-Steuer wird überhaupt nichts am Klima verändern – dafür aber die Belastung der Verbraucher nochmal erhöhen – und damit vor allen Dingen Energie (Strom, Gas, Öl, Benzin, Diesel usw.) verteuern.

Diese Preiserhöhungsspirale könnte zum finanziellen Kollaps vieler privater Haushalte in Deutschland führen.

 

Bild-Quelle: Statista

 

 

Fazit : Renten- , Energie-, Steuer- und Zinspolitik sind sozial unverträglich

 

Die durch die GroKo von CDU/CSU/SPD betriebene und von den Linken und Grünen mitgetragene Renten- , Energie- und Steuerpolitik in Deutschland ist sozial unverträglich ! Ebenso sozial unverträglich ist die Geld- und Zinspolitik der Europäischen Zentralbank: Sie sorgt für Verarmung der Rentner !

Auch diese Politik der EZB wird von Deutschlands GroKo-Parteien, von Linken, Grünen und FDP bislang de facto seit Jahren überwiegend kritiklos mitgetragen – nach dem Mantra „Wer den Euro zerstört, der zerstört Europa“. Diesen Euro aber gibt es und kann es nur geben mit dieser Niedrig- oder Negativzinspolitik und den ganzen dauerhaften Rettungssystemen (Transfersystemen)  für Südeuropa.

 

 

 

 

 

 

 

Titelbild Rote Laterne : Pixabay

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