#No #Go: Wie geht es weiter mit dem #Brexit ?

Das Brexit-Spektakel ist nur ein Kinderspiel im Vergleich zu dem , was den Bürgern der EUdSSR noch drohen wird

 

 

 

 

 

 

 

Von Freddy Kühne

 

Die britischen Parlamentarier sind nicht zu beneiden. Zwei Schritte vor, Drei zurück : So wirkt auf die Nicht-Briten das Brexit-Drama.  Was nach aussen wie Stümpertum aussieht , ist aus der Innenansicht der Briten das absolut härteste demokratische Ringen, das es seit Jahrzehnten überhaupt bisher gegeben hat. Dahinter stecken handfeste Interessen, die austariert werden müssen, damit das britische Empire – besser gesagt, das was davon noch übrig ist – nicht vollends auseinanderfällt.

 

Bei all der extremen Härte in der Sache bietet sich jedoch für den Rest der Welt und den Rest Europas ein interessantes  Schauspiel britischer Disziplin und politischer demokratischer Kultur, das als Lehrstück in die politischen Geschichtsbücher eingehen wird.

Nämlich als Lehrstück über die Kunst, wie maximale Härte in der politischen Auseinandersetzung mit zugleich maximaler Ineffizienz kombiniert und dabei maximal in die Länge gezogen werden kann.

Doch Scherz beiseite: Die Briten sind zu beneiden – denn in Kürze werden sie vermutlich wieder über ihre volle Souveränität verfügen. Und das könnte langfristig gesehen die Vehemenz und das Chaos der Debattenumstände absolut in den Hintergrund treten lassen.

Denn gegen das, was dem  Festlandeuropäer innerhalb der Europäischen Union noch droht , ist das Brexit-Spektakel vermutlich nur ein Kinderspiel.

Selbst die Eurorettungs- und Bankenrettungspakete für sich genommen, aber auch die Target-2-Salden, sowie die Folgen der Niedrigzinspolitik innerhalb der Euro-Zone und ebenso die Folgen falscher Migrationspolitik werden die politische Tektonik der EUdSSR noch gehörig ins Wanken bringen.

Dass May allerdings erst eine Woche vor dem Ablauf der verlängerten Frist auf die Opposition zugeht, um zu einem geordneten Austrittsverfahren zu kommen, macht mehr als nachdenklich. Vor allem , wenn man bedenkt, dass seit 2016 klar ist, dass man die EU verlässt.

Im übrigen – Vielen dürfte dies unbekannt sein: Die Briten sind nicht die Ersten, die die EU „verlassen“: Bereits vor Jahren zog Island sein EU-Beitrittsgesuch zurück, weil den Interessen Islands besser ausserhalb der EU gedient ist.

Island gehört genau wie die Schweiz und Norwegen zur Europäischen Freihandelszone EFTA: Diese Länder behalten ihre volle Souveränität und haben mit dem ganzen Euro-und-Bankenrettungsdesaster innerhalb der Eurozone genauso wenig am Hut, wie die EU-Länder, die der Eurozone nicht angehören.

Was lehrt uns das?

Je weniger Zentralismus desto besser , denn:

Zentralistische Regime und große Imperien sind unflexibel , durch lange Entscheidungswege überbürokratisch , langsam und ineffizient und organisieren sich nach dem Motto „Organisierte Verantwortungslosigkeit“. Es sei denn, sie entwickeln sich zu autokratischen oder diktatorischen Systemen.

Genau aus diesem Grunde – also um die Entwicklung zu einem auto- und bürokratischen und ineffizienten System zu vermeiden –  fordert die AfD in Deutschland eine Reform der EU an Haupt und Gliedern und setzt als Druckmittel und Drohkulisse den EU-Austritt Deutschlands als Ultima Ratio in ihr EU-Wahlprogramm.

Denn nur mit massivem Druck kann so ein schwerer treibender politischer Tanker überhaupt noch zur Kurs-Korrektur geführt werden.

 

 

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