Dirk Müller: „Dieser Crash ist gewollt – So schlimm wird es NOCH kommen“

Der große Knall der die Vermögen von Kleinanlegern vernichtet + Hyperinflation könnte drohen + Angebotsschock + Geldschwemme droht

 

 

Ist dieser Crash „The Big One“? Einer geht davon aus: Dirk Müller. Mr. Dax erklärt in diesem Video, warum er diesen Crash für jenen hält, auf den er schon lange gewartet hat. Der große Knall, der Vermögen der Kleinanleger vernichtet und die Reichen noch reicher machen könnte. Er vermutet sogar, dass der Crash bewusst nicht verhindert wurde und erklärt die Hintergründe. Aber er rät (mehr …)

Mr. Dax Dirk Müller zum Coronavirus und Börsencrash: „Die Regierung hat komplett versagt“

 

Rechne mit dem Schlimmsten und Hoffe das Beste

 

Es kommt mehr zusammen als 1929:  Der Lock-Down ganzer Staaten , ein gleichzeitiger Angebots- und Nachfrageschock – und das in vielen Staaten der Welt gleichzeitig. Dirk Müller steht Rede und Antwort im Interview.

Selbst eine Geldflut der Regierungen und Notenbanken wird den Crash nicht verhindern. Im Gegenteil: Wenn viel Geld auf eine geringe Nachfrage stößt und auf wenige reale Werte trifft, dann könnte dies zu einer Hyperinflation und zu Massen-Pleiten führen.

Statt einfach nur den Markt mit Geld zu fluten müsste jetzt die öffentliche Hand selbst Investitionen tätigen und Aufträge an das lokale Handwerk vergeben.

 

 

 

Und weil es immer gut ist auch eine zweite Meinung zu hören, hören wir uns auch in das Interview von Jens Rabe hinein. Denn er sieht am Markt durch die Corona-Krise auch neue Sieger hervorkommen.

Auch auf die Expertise und Einordnung  von Prof. Dr.  Werner von Sinn wollen wir nicht verzichten.

Fakt ist jedenfalls: Die Eindämmung der Krise wurde verschlafen. Durch frühzeitige EU-weite Einreisesperren aus Hochrisikogebieten und flächendeckende Temperaturscreenings an Flughäfen , Landgängen von Kreuzfahrtschiffen hätte die Einschleppung des Virus in die EU verhindert werden können. Eine verpflichtende Quarantäne für Leute, die aus Hochrisikogebieten kommen , wäre unabdingbar gewesen.

Da das Virus aber nun einmal im Land ist, muss man sich Länder wie Südkorea oder Japan oder Taiwan anschauen, die die Verbreitung des Virus quasi im Keim erstickt haben. Und da fällt vor allem auf: Die durch SARS erprobten asiatischen Länder haben vor allem eine viel höhere Testungsdichte auf das Virus, d.h. es werden und wurden vielmehr Menschen auf das Virus getestet – und dann vor die Wahl gestellt: Komplette Quarantäne oder Überwachung der Bewegung per Mobilfon.

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Seit fast zehn Jahren jagt eine Finanzkrise die nächste – und bedroht dadurch immer wieder die Realwirtschaften.
Im Grunde genommen entstehen die Finanzkrisen an den Märkten nur durch die Absicht einiger Marktteilnehmer, hohe Gewinne in kurzer Zeit mitzunehmen. Und zwar Gewinne in einer Art Höhe, die die Realwirtschaft so gar nicht erwirtschaften kann.
Einige Marktteilnehmer erzeugen so mit den ihnen zur Verfügung stehenden Spar- und Anlagegeldern Blasen: zunächst gab es die Immobilienblase in den USA, dann in Spanien. Nun erzeugen die umtriebigen Spekulanten neue Blasen mit Rohstoffen, Lebensmitteln, Energie und – gerade aktuell – mit Gold.
Die Spekulanten treiben als erstes Preise in die Höhe – und ihnen folgen im Herdentrieb die Millionen von Normalanlegern, die sich in vermeintlicher Sicherheit mit ihrer Anlage in einem „Wachstumsbereich“ zu finden wähnen.
Während die Spekulationsprofis dann rechtzeitig die Blase verlassen – und sie damit zum Platzen bringen – schauen die naiven Akteure dann in die Röhre – und verlieren ihr angelegtes Geld.

Hier muss die Politik dringend neue Finanzmarktregularien festzurren. Und zwar nachhaltig und gründlich. Spekulation mit Rohstoffen, Aktien, Immobilien, usw. soll und kann verboten werden, indem maximale Handels-Spannbreiten und Mindeshaltungszeiten für Aktien vorgeschrieben werden. Sicher gibt es noch bessere Instrumente als die von mir vorgeschlagenen, um Spekulation zu stoppen.

Das ist der erste Punkt, um zukünftige Krisen am Finanzmarkt zu vermeiden.

Der zweite Punkt ist die nachhaltige Finanzpolitik der Staaten.
Natürlich sind die Staaten momentan so hoch verschuldet, weil sie die Folgen der Finanzmarktspekulationen abgefedert und Banken systematisch mit Milliarden gestützt haben.
Nun diese Milliarden bei Sozialschwachen und bei der Bildung einsparen zu wollen, ist irrwitzig.
Daher sollten die Staaten die Finanzmarktteilnehmer durch eine Finanzmarkttransaktionssteuer an den Kosten beteiligen, die diese selbst durch ihre Finanzmarktspekulationen verursacht haben – und mit Hilfe dieser Finanzmarkttransaktionssteuer die Einkünfte des Staatshaushaltes steigern.

Der dritte Punkt sind die seit mehr als zehn Jahren sinkenden Reallöhne der Arbeitnehmer in Deutschland und einigen anderen Industrieländern.

Es wird Zeit, den Arbeitnehmern kräftige Lohnerhöhungen zu gewähren, damit die Kaufkraft gestärkt und die Wirtschaft angekurbelt wird.
Staatliche Konkjunkturprogramme sollten die Ausnahme bleiben.
Denn sobald die privaten Ausgaben steigen, steigen auch wieder die staatlichen Einnahmen – und somit kann auch der Staat wieder mehr investieren.
Deutschland hat sich durch die Lohnzurückhaltung der letzten zehn Jahre innerhalb der Euro-Zone einen Wettbewerbsvorteil durch Lohndumping erarbeitet – und somit die Eurokrise zumindest teilweise mit heraufbeschworen.
Andererseits haben südliche Euro-Länder zu großzügig Löhne angehoben und zu leichtfertig Kredite aufgenommen.

Damit kommen wir zum vierten Punkt:
Die Euro-Länder müssen ihre Wirtschaftspolitik, z.B. die Lohnpolitik und die Inflationsraten, aneinander angleichen, falls sie ein Auseinanderfallen der Eurozone oder eine Transferunion vermeiden wollen.

Dafür braucht die Eurozone aber keine neuen supranationalen Institutionen, sondern lediglich rechtlich verbindliche Vorgaben für die einzelnen Euroländer.
Die Einhaltung der Vorgaben muss strikt überwacht werden – bei einem Abweichen von den Vorgaben müssen strikte Sanktionsmassnahmen als Möglichkeit geschaffen werden.
So sollte eine Euroregierung, die die Vorgaben nicht einhält z.B. von automatischen Kürzungen von EU-Zuweisungen betroffen sein. Andere Instrumente wie die Schaffung einer Genehmigungspflicht von nationalen Finanzhaushalten durch eine Euro-Finanzaufsicht – zum Beispiel könnte die EZB diese Funktion in Kooperation mit den nationalen Staatsbanken wahrnehme – wären überlegenswert.

Eurobonds dagegen wären nur vordergründig eine Lösung. Mittel- und langfristig gesehen verführen die Eurobonds die südlichen Euroländer weiterhin zum Schuldenmachen, während die Nordeuroländer wie die Niederlande, Deutschland und Österreich die Schulden dieser Südeuroländer abzahlen und selbst auch noch höhere Zinsen für die eigenen Schulden bezahlen müssten.

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