Deus Geometer : Die Entdeckung der mittelalterlichen Stadtplanung

Immer mehr Forschungen ergeben ein neues Bild von der mittelalterlichen Stadtplanung

 

 

Von Freddy Kühne

 

Bald werden achtzig Prozent der Menschen der Welt in Städten leben:

Die Idee zur Stadtgründung in Deutschland entstammt dem Mittelalter. Im Zeitraum des 12. Jahrhunderts entstanden beinahe achtzig Prozent aller Städte in deutschen Landen. Bisher jedoch wurde den Menschen im Mittelalter nur Primitivität und Fundamentalismus unterstellt.

Unser bisher negatives Bild vom Mittelalter beruht jedoch auf der Ideologie der Aufklärer: Diese wollten ihre neuen Ideen in umso hellerem Licht erstrahlen lassen, indem sie die Vorepochen als hinterwäldlerische und dunkle Epoche darstellten. Ziel der Aufklärer war es, die mittelalterliche Hochzeit des Christentums abzulösen und durch ihre moderne, teils atheistische Philosophie und den damit verknüpften überwiegend atheistischen Humanismus zum Durchbruch zu verhelfen.

Ähnliche Kämpfe zwischen den Ideologien spielen sich im Grunde auch heute noch hinter den Kulissen der Macht ab.

99Thesen zeigte dies schon in seinem Beitrag  „Wissen macht „Ah-„: Sonne, Mars und Erde und das aufgeklärte Mittelalter“  auf.

Ebenso wies 99Thesen schon in früheren Beiträgen darauf hin, dass es den Baumeistern der Kathedralen, nicht darum ging, mit Gebäuden zu protzen, sondern darum, in und mit den Kathedralen die christliche Botschaft zu verkünden: Durch die Verwendung von biblischer Zahlensymbolik in den geometrischen Formen ,  durch neue schlanke Baukonstruktionen mit großen lichtdurchfluteten Fensteranteilen, welche  die Vorfreude auf das himmlische Jerusalem wecken sollten,  ebenso,  wie durch die bildhafte Verkündigung des Evangeliums durch Statuen, Malereien und Fensterbildern.

Nun wurden wir erneut fündig: Der Architekt und Stadtplaner Klaus Humpert entdeckte durch jahrelange akribische Recherche, dass die Städte im Mittelalter nicht einfach nur zufällig Häuser an (mehr …)

Das Christkindallerlei

Das Nürnberger Christkind , der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands : Vom  Erhalt jahrhundertealter deutscher Rituale und Traditionen und vom Respekt und der Liebe diesen Ritualen und Traditionen gegenüber

 

Bild: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

 

Von Maria Schneider *

 

Nach einer jahrhundertealten Tradition wählen Priester und Astrologen die Kumari aus den Töchtern der buddhistischen Goldschmiedekaste der Newari aus. Sie muss 32 strenge Kriterien erfüllen. Makellos schön muss sie zum Beispiel sein: Haare und Augen pechschwarz, die Zunge feucht und ihr Körper „geschmeidig wie ein Banyanbaum“.(Quelle: „Nepal. Die Kumari in Kathmandu ist eine Göttin auf Zeit.“ Die Welt)

Zum ersten Mal gibt es in der 71-jährigen Tradition des Nürnberger Christkindlmarkts ein Christkind, das weder blond noch blauäugig ist, sondern im Gegenteil sogar eher dem Phänotyp von Jesus Christus entsprechen dürfte: Die 17-jährige Benigna Munsi. Ihr Vater ist Inder, ihre Mutter Deutsche. Die sympathische, herzerfrischende Benigna hat eine christliche Erziehung genossen und engagiert sich seit 12 Jahren als Ministrantin.

Damit sollte doch alles in Butter sein und auch die Heiligen Drei Könige CasparMelchior und Balthasar dürften weiterhin still in ihren Gräbern liegen, statt zu rotieren. Warum also die Aufregung, nur weil das Nürnberger Christkind nun so anders aussieht als die letzten Jahrzehnte?

Ein anderes Christkind – keine große Sache?

Wäre Deutschland noch ein weitgehend homogenes Land mit einem verkraftbaren Anteil an assimilierten, europäischen Ausländern wie 1948, als die Christkindtradition begann, dann hätte man (mehr …)

#Weihnachtsmusik , #Weihnachtsklänge, #Gloria in Excelsis #Deo zum #4. #Advent

Frohe Weihnachten !

 

Mery Christmas !   Feliz Navidad !   Καλά Χριστούγεννα !   Wesołych Świąt Boże narodzenie !   Buon Natale !   Joyeux noel ! 

Gleðileg jól ! (IS) God jul ! (DAN) Schéi Krëschtdeeg ! (Lux) Vrolijk kerstfeest ! (NL) Veselé Vánoce! (CZ)

Hyvää joulua !(FIN) Շնորհավոր Սուրբ Ծնուն (Armenisch) ! с Рождеством ! (RUS) 圣诞快乐 ! (CHN)

לעבעדיק ניטל  (Jiddisch)                     メリークリスマス (J)                        חג מולד שמח (IL)                    عيد ميلاد سعيد    


 

 

Tochter Zion, freue dich!
Jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir!
Ja, er kommt, der Friedensfürst.
Tochter Zion, freue dich!
Jauchze laut, Jerusalem!

Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk!
Gründe nun dein ew’ges Reich.
Hosianna in der Höh’.
Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk!

Hosianna, Davids Sohn,

(mehr …)

Allerheiligen und Reformation: Warum feiern wir diese Tage ?

Wir wünschen allen Lesern gesegnete Allerheiligen und – nachträglich – besinnliche und inspirierende Reformations-Wochenend-Tage

 

Aktualisiert am 1.11.19

 

 

Von Freddy Kühne


Warum feiern wir Reformation ? Warum feiern wir Allerheiligen ?

Als freikirchlicher evangelikaler Protestant ist es mir wichtig, daran zu erinnern, was die Inhalte der christlichen Traditionen sind. Es ist mir auch wichtig, dass diese Traditionen – egal ob evangelisch oder katholisch – nicht zu Leerformeln in einer teils  pluralistisch-multikulturellen teils atheistischen , teils muslimischen Gesellschaft degenerieren.

Das Hochhalten der geistlichen, spirituellen Inhalte ist gleichzusetzen mit dem Erhalt unserer christlichen Kultur in Europa und in Deutschland. Diese christliche Kultur auch heute in unserem Leben und Alltag mit Leben , Würde, Akzeptanz und Relevanz zu füllen, darum geht es mir heute in diesem Beitrag.

Dass ich dabei nicht nur das Thema Reformation, sondern auch das Thema Allerheiligen anspreche, mag für manchen freikirchlichen Leser überraschend oder befremdlich wirken. Mir ist es aber ein Herzensanliegen, auch meinen katholischen Lesern den Respekt und die Freudschaft zu erweisen und zu unterstreichen.

 

Auf die entsetzte Frage eines katholischen italienischen Arbeitskollegen „Was macht IHR denn hier?“  – als wir vor Jahren beim Betriebsausflug den katholischen Dom (mehr …)