Norwegen: Zauberreich der Mitternachtssonne 

Tester fährt mit BMW i3 durch Norwegen

Die Zeit, die der Tester braucht, ist absurd  + Winter und Elektro-Auto:

Die Batterien entladen bei der Winterkälte schneller als die Polizei erlaubt

 

 

 

 

Norway: Magic kingdom of the midnight sun 
Tester drives through Norway with BMW i3

The time it takes the tester is absurd + winter and electric car:
Batteries discharge faster than police allow in the winter cold

Von Freddy Kühne

 

Norwegen – das ist nicht nur das Land der großen Seen und der kalten Winter. Es ist auch das Land , das keltische Klänge und christliche Kultur miteinander hat verschmelzen lassen. Von der keltischen Kultur ist aber ausser musikalischen und baukonstruktiven Einflüssen heute nur noch sehr wenig übrig.

Doch beeindruckt das Land noch immer durch die ruhige und entspannte Weite der noch überwiegend im Urzustand erhaltenen Natur.  Kleine Musikkonzerte unter freiem Himmel und bei klarer, sauberer Luft – das gibt der Seele Ruhe und Geborgenheit.

Als junger deutscher Wehrpflichter fuhr ich 1995 mit dem Minenjagdboot Datteln erstmals in meinem Leben über die Ostsee über das zur Nordsee gehörende Skagerrak durch die Oslo-Fjorde bis zur norwegischen Hauptstadt. Beim Durchfahren der Fjorde stockte mir der Atem – so erstaunt und überwältigt war ich durch die klare kühle frisch duftende Luft und den Anblick der tiefgrünen

 

Norway – this is not only the country of the great lakes and cold winters. It is also the country that has merged Celtic sounds and Christian culture. Today, however, there is very little left of the Celtic culture, except for musical and architectural influences.

However, the country still impresses with the calm and relaxed expanse of nature, which is still mostly preserved in its original state.  Small music concerts under the open sky and with clear, clean air – that gives peace and security to the soul.

In 1995, as a young German conscript, I sailed for the first time in my life on the minehunting boat Datteln across the Baltic Sea via the Skagerrak, which belongs to the North Sea, through the Oslo Fjords to the Norwegian capital. While passing through the fjords, my breath was taken away – so amazed and overwhelmed was I by the clear cool fresh-smelling air and the sight of the deep green

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Hallo, ja, was soll man denn dazu nun sagen? Da zeichnet das Nobelpreiskommitee die EU als Institution in pars pro Toto für alle Europäer mit dem Friedensnobelpreis aus… Da ist man als Bürger der EU erst einmal platt und sprachlos.

Was könnte sich das Kommitee in Oslo dabei gedacht haben?

Wenn man sich nach dem „Schock“ erst mal etwas erholt hat, kommt man auf die Gedanken, dass der Preis als – und so wurde es ja auch in der Begründung der Preisverleihung formuliert – Belohnung für mehr als 60 Jahre Frieden auf dem Kontinent Euruopa zu werten ist.

Sprich: der Preis ist eine durchaus berechtigte Anerkennung für die Leistung europäischer Politik und Politiker der vergangenen Jahre seit dem zweiten Weltkrieg.

Insoweit kann ich die Preisverleihung anerkennen und stimme ihr inhaltlich auch vollkommen zu.

Die Verleihung des Friedensnobelpreis an die EU hat daher in meinen Augen nichts mit aktuellen politischen Vorgängen zu tun und kann daher auch kein Lorbeerkissen für die aktuelle politisch Elite sein, auf welchem sie sich zurücklehnen und ausruhen kann.

Denn aktuell und zukünftig steht die EU tatsächlich in der Gefahr, sich zu einer bürgerfernen und demokratisch nur mangelhaft zu kontrollierenden Superbürokratie zu entwickeln.

Stichworte sind die (schon ein Widerspruch im Beiwort / contradictio in adjecto) dauerhaften Rettungsschirme ESM, deren Handlungen nur marginal demokratisch legitimiert und politisch kontrolliert – juristisch völlig unabgreifbar – sind. Auch die Fiskalunion könnte zu einer Aufsicht von Bürokraten über demokratisch gewählte Parlamente führen und damit den Volkssouverän aushöhlen und entmachten.

Die EU kann sich daher zurecht über die Verleihung des Friedensnobelpreises freuen – und dazu gratuliere ich auch herzlich.
Aber sie muss aufpassen, dass sie sich nicht zu einem undemokratischen, bürokratischen, bürgerfernen Apparat eines Bundesstaates Europas entwickelt, der die Völker Europas zentralistisch fremdbestimmt.

Ein zentralistisch fremdbestimmter Friede, der die Freiheit der Völker und des Einzelnen immer stärker einschränkt, dessen Korsett werden die Völker Europas auf Dauer nicht ertragen wollen.

Friede und Freiheit sind ebenso wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit nicht gegeneinander auszuspielen.

Es wird Hauptaufgabe in der Zukunft sein, die Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit für die Völker und Menschen Europas gegen einen Eurozentralismus durchzusetzen, dessen Regelungs- und Kontrollmechanismus wie im Sozialismus immer weiter um sich zu greifen droht.

Aber: Noch Ist Nichts Verloren !

Prolog: Meine Gedanken und Gebete gelten den Opfern des Terroranschlags und ihren Familien, Verwandten und Freunden.
Dieser Terrorakt ist barbarisch und verabscheuungswürdig.

Der Terror in Norwegen macht fassungslos.

Man findet kaum Worte für den Doppelanschlag in Oslo und dem Jugendferienlager auf der Insel Utöya.
Wie konnte ein Einzeltäter über eine Stunde lang auf einer Insel Jugendliche in einer Art perverser Horrorjagd seelenruhig und eiskalt ermorden und dabei auch noch „Spaß“ empfinden?
Wieso brauchte die Polizei sooo lange um ein Boot aufzutreiben – wo es doch in den Fjords nur so von Booten wimmelt? Und wieso konnten die Polizisten nicht mit Hubschraubern auf die Insel eingeflogen werden?

Dass der Serienkiller, der angeblich seit 9 Jahren seine Tat vorbereitet hat, nun in den Medien auch noch eine Plattform für seine hasserfüllte Ideologie und Thesen bekommt, führt die mediale Berichterstattung im Grunde auch ad absurdum.

Als konservativ und christlich habe sich der Täter bezeichnet – er sei ein nationalistischer Fundamentalist, gehöre den Freimaurern/ Templern an.

Polizei und vor allem Medien versuchen den Täter nun einzuordnen, ihn in ein Schema einzusortieren. Und der Täter selbst hat ja wenige Tage vor der Tat seine Visitenkarte auf Facebook hinterlassen und auch eine 1500-seitige Ausarbeitung, in der er unter anderem zum Kampf gegen Multikulturalismus und Islamisierung aufrufen soll.

Dies alles ist von den Sicherheitsexperten zu prüfen und zu bewerten.

Es bleibt die Frage, inwieweit die islamische Radikalisierung nach den Anschlägen vom 11. September und insbesondere nach den Angriffen auf die europäische Presse- und Meinungsfreiheit nach den Mohammed-Karikaturen mit zu der Radikalisierung dieses Mannes – und möglicherweise anderer Personen – beigetragen haben könnten.

Insofern könnte die Vermischung der Kulturen tatsächlich zum gegenseitigen Hochschaukeln des Extremismus und Fundamentalismus beigetragen haben.
Dafür spräche auch, dass viele Islamisten, die sich in den Terrorlagern ausbilden lassen, zuvor in westlichen Ländern aufgewachsen sind oder studiert haben.

Es ist jedenfalls erschreckend, wie sich der Terror auf verschiedenen Seiten nun hochschaukeln könnte.
Blaupause für den islamistischen und nationalistischen Terror ist möglicherweise auch der Terror der IRA, der PLO und der RAF und der AlKaida.

Und – leider muss man feststellen – dass sämtlich zuvor genannten Terrororganisationen mit der Zeit große Teile ihrer Ziele erreicht haben, wenn nicht mit Gewalt, dann mit ihren jeweiligen zivilisierteren politischen Nachfolgeorganisationen. Zumindest aber haben ihre Sympathisanten, wie z.B. Otto Schily, Einzug in Parlamente und Ministerien gehalten oder – wie Jassir Arafat – sogar als Pseudo-Präsidenten regiert. Auch der politische Arm der IRA – die SinnFein-Party – hielt Einzug in Parlamente.
Und die Finanziers der RAF – die Staatssicherheit der DDR, die den RAF-Terroristen auch ihr Staatsgebiet als sicheren Rückzugsraum und zur Ausbildung zur Verfügung stellte – zogen nach der Wiedervereinigung Deutschlands als „Partei des Demokratischen Sozialismus“ in fast alle Landesparlamente und den Bundestag ein – und beteiligen sich an vielen Regierungen.

Aus dieser Sichtweise betrachtet haben die Terrororganisationen zwar nicht mit dem Terror selbst, aber in Koordination mit ihren politischen Helfern, doch etliche ihrer Ziele erreicht.

In Afghanistan droht übrigens dasselbe Schicksal: nach zehn Jahren Kampf gegen AlKaida führen die USA nun Gespräche mit den Taliban – schlichtweg aus Realismus heraus, weil der Gegner militärisch nicht vollends zu besiegen ist.

Die Realpolitik liefert so leider viele Beispiele dafür, dass sich Gewaltanwendung und Terror doch irgendwie auszuzahlen scheinen.

Das ist das Traurige daran.

Und was haben diese Gedanken mit dem Terroristen von Oslo und Utöya zu tun?
Nun, möglicherweise ist es genau das Kalkül des Terroristen, durch seine Tat eine Terrorbewegung ins Leben zu rufen, die ihm und seinen Idealen nachfolgt.
Nur so lässt sich seine Aussage erklären, die Taten seien „grausam aber notwendig“ gewesen.
Nur so lässt sich erklären, wieso er sich nicht – wie ein Amokläufer – selbst getötet hat.
Und nur so lässt sich erklären, warum er auf Facebook seine Visitenkarte hinterlassen hat, weshalb er ein 1500-seitiges Manifest ins Netz gestellt hat und warum er seine Tat offiziell im Gericht begründen will.

Zumindest wird und will niemand glauben, dass diese Tat Zufall ist.

Mit christlichem Glauben und Konservatismus im eigentlichen und engeren Sinne allerdings hat Breivik nichts zu tun, schließlich heißt es im Alten Testament „Du sollst nicht töten“ und im Neuen Testament fordert Jesus gar, seine Feinde zu lieben.
Hätte er diese zutiefst christliche Botschaft verstanden, hätte er sich nicht zum Massenmörder entwickeln können.

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