Auferstanden ? !

Der christliche Ostergruß lautet: „Der Herr ist auferstanden. ER ist wahrhaftig auferstanden.“

Gibt es denn soetwas – Auferstehung von den Toten?

Die Streitfrage gab es bereits damals zu Lebzeiten Jesu. Da waren sich Sadduzäer und Pharisäer nicht einig. Während die einen an die Auferstehung der Toten glaubten, lehnte die andere Gruppierung dies rigoros ab.
Als sich die Gruppierung der Sadduzäer dazu entschloß, Jesus in diese Diskussion hineinzuziehen , gab dieser zur Antwort, nachzulesen in Markus 12:

(Zitatbeginn)
24 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Irrt ihr nicht darum, weil ihr weder die Schriften kennt noch die Kraft Gottes?
25 Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, so heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel, die im Himmel sind.
26 Was aber die Toten anbelangt, daß sie auferstehen: Habt ihr nicht gelesen im Buch Moses, bei [der Stelle von] dem Busch, wie Gott zu ihm sprach: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«3?
27 Er ist nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebendigen. Darum irrt ihr sehr.“ (Zitatende)

Im Judentum sowie im Christentum ist die ewige Existenz Gottes unumstritten. Die Auferstehung aus den Toten aber liefert immer wieder – damals wie heute – Diskussionsstoff.
Jesus beantwortet die von den Sadduzäern in einer hypothetischen Szene verpackte Frage klar und eindeutig mit dem Wort Gottes aus dem Alten Testament.
Damit macht Jesus zugleich klar, dass theologische Fragen von Gott in seinem Wort, der Heiligen Schrift, beantwortet werden – und dass die Suche nach einer Antwort auf theologische Streitfragen immer im Worte Gottes zu finden ist.
Die hypothetische Szene, die die Sadduzäer benutzten, sah wie folgt aus: Eine Frau verliert ihren ersten Ehemann. Da sie kinderlos geblieben ist, vollzieht der erste Bruder des Ehemanns die nach dem jüdischen Gesetz vorgeschriebene Schwagerehe, damit sein Bruder nicht ohne Nachkommen bleibe. Aber auch diese zweite Ehe bleibt kinderlos – und die Frau wird zum zweiten Mal kinderlos Witwe. Dies wiederholt sich solange, bis alle Brüder verstorben ist und die mehrfache Witwe immer noch kinderlos ist.
Die Frage der Sadduzäer war: wessen Ehefrau ist die Frau nach der Auferstehung aus den Toten?

Die Sadduzäer haben sich mit dieser Szene zugleich über die Theologie der Auferstehung der Pharisäer lustig gemacht – und diese lächerlich zu machen versucht.

Jesus antwortet auf drei Ebenen:
Erstens verweist Jesus mit seiner Antwort auf die Heilige Schrift (hier des Alten Testaments) als Gottes inspiriertes Wort: hier ist die Antwort auf theologische Fragen zu finden. Das Prinzip gilt damit heute noch genauso.

Zweitens verweist Jesus inhaltlich auf die Aussage des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, der zu Moses am brennenden Dornbusch spricht, indem  Gott sagt: Ich BIN der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“. Selbst zu Moses Lebzeiten waren Abraham, Isaak und Jakob, die Erzväter Israels, ja schon verstorben.
Doch können Tote noch einen Gott anbeten? – Nein. – Im Umkehrschluss zu Gottes Aussage „Ich BIN der Gott von …“ wird deutlich, dass Abraham, Isaak und Jakob NOCH LEBEN ! – Nicht im Diesseits der Erde, sondern im JENSEITS des Himmels.

Drittens erklärt Jesus, dass es die Auferstehung gibt, aber dass die Auferstandenen keinen menschlichen Leib mehr besitzen, sondern die Physis der Engel annehmen werden.

Die Auferstehung Jesu aus dem Grab an Ostern ist zudem die am besten historisch belegte Tatsache aus dem Zeitraum zu Jesu Tod: Jesus erscheint zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus (Luk.24,13ff),doch als sie ihn erkennen, verschwindet er plötzlich.
Jesus erscheint allen 11 Jüngern, die sich aus Angst und Verzweiflung nach Jesu Tod in einem Gebäude zu verstecken scheinen (Luk.24,36 ff), Zitatbeginn:

Jesus erscheint den Jüngern
36 Während sie aber davon redeten, trat Jesus selbst in ihre Mitte, und er spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!
37 Aber bestürzt und voll Furcht meinten sie, einen Geist zu sehen.
38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum steigen Zweifel auf in euren Herzen?
39 Seht an meinen Händen und meinen Füßen, daß ich es bin! Rührt mich an und schaut, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, daß ich es habe!
40 Und indem er das sagte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße.
41 Da sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier?
42 Da reichten sie ihm ein Stück gebratenen Fisch und etwas Wabenhonig.
43 Und er nahm es und aß vor ihnen.

(Zitatende)

Jesus ist also nicht als ein körperloser Geist auferstanden, sondern er besitzt noch Knochen und Haut, Hände usw.
Das bedeutet: Jesus Christus hat am Auferstehungstag zunächst den körperlichen Tod besiegt. Er IST auferstanden. ER LEBT.

Er besitzt am Auferstehungstag zwar noch den menschlichen Körper, aber er hat die MACHT DES TODES bereits überwunden.

Jesus muss seine Jünger und Nachfolger nun noch auf seine KÖRPERLICHE ABWESENHEIT VORBEREITEN. Dazu dienen ihm die Begegnungen mit seinen Jüngern, mit den Frauen und den 500 Brüdern, denen er bei einem gemeinsamen Treffen gleichzeitig begegnet.

Wäre der HERR nicht auferstanden – nichts hätte schwerer widerlegt werden können.
Und nichts war schwerer, als die verängstigten Jünger und Jüngerinnen nach der dramatischen Kreuzigung und Grablegung von der TATSÄCHLICHEN AUFERSTEHUNG zu überzeugen.
Eine bloße Behauptung der Auferstehung hätte nicht ausgereicht, um die demoralisierten Jünger wieder auf Vordermann zu bringen.

Das beweist der Auferstehungs-Bericht in Lukas 24 ab Vers 1, wo nachzulesen ist, wie die 11 Jünger auf den Bericht der zwei Frauen reagieren, die ihnen mitteilen, ein leeres Grab vorgefunden und einen Engel angetroffen zu haben, der ihnen mitteilte, dass Jesus lebt: die Jünger hielten den Bericht der Frauen für ein Märchen !!

In Lukas 24 ab Vers 1 heißt es:

Die Auferstehung Jesu Christi
1 Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten und noch etliche mit ihnen.
2 Sie fanden aber den Stein von dem Grab weggewälzt.
3 Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht.
4 Und es geschah, als sie deswegen ganz ratlos waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen.
5 Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
6 Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden! Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war,
7 und sagte: »Der Sohn des Menschen muß in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen«.
8 Da erinnerten sie sich an seine Worte,
9 und sie kehrten vom Grab zurück und verkündigten das alles den Elfen und allen übrigen.
10 Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, die dies den Aposteln sagten, sie und die übrigen mit ihnen.
11 Und ihre Worte kamen ihnen vor wie ein Märchen, und sie glaubten ihnen nicht.
12 Petrus aber stand auf und lief zum Grab, bückte sich und sah nur die leinenen Tücher daliegen; und er ging nach Hause, voll Staunen über das, was geschehen war.
(Zitatende)

Ebenso wie die Auferstehung des Lazarus aus den Toten eine körperliche Auferstehung war, gilt für die Auferstehung des Herrn:
Jesu Auferstehung am Ostersonntag war eine körperliche Auferstehung.

Erst mit der Himmelfahrt Jesu legte Jesus diesen irdischen Körper ab und wird ihn – legt man Markus 12 Vers 25 für die letzte Auferstehung zugrunde – in einen den Engeln ähnlichen Leib umgeformt worden sein.

Vielen Menschen im „aufgeklärten“ Europa begegnen der Lehre von einem Leben nach dem Tod mit großer Skepsis. Sie haben gelernt, nur an das zu glauben, was sie sehen können.
Doch können wir Stromwellen, Radioaktivität usw. mit unseren eigenen Augen sehen?

Wieso sollte es einem ALLMÄCHTIGEN GOTT, der HIMMEL UND ERDE geschaffen hat, also unmöglich sein, sich über die Gesetze der Physik unseres Planeten hinwegzusetzen?

Die Bibel spricht vom Gott, als dem SCHÖPFER des Himmels und der Erde. Und dieser Schöpfer ist im übrigen noch immer dabei, zu schaffen: denn das Weltall dehnt sich laut Beobachtungen von Astrophysikern immer schneller aus. Es entstehen neue Sterne, neue Galaxien – während alte vergehen.

Der Schöpfergott ist NICHT an RAUM und ZEIT gebunden. Er ist, der „Ich Bin der Ich bin“ – also der ewig Seiende. Für einen solchen Schöpfergott, der Sternengalaxien erschaffen kann, ist die Auferstehung aus den Toten auf dem Planeten Erde eine Kleinigkeit – ein KLACKS.

Darum können wir uns freuen und jubeln:

DER HERR IST AUFERSTANDEN ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN

externe Verknüpfung:

Jesus – stirbt für unsere Schuld(en) – It`s Friday

Jesus vor Pilatus. Das Ende des Judas
1 Am Morgen aber fassten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volkes den Beschluss über Jesus, ihn zu töten,
2 und sie banden ihn, führten ihn ab und überantworteten ihn dem Statthalter Pilatus.
3 Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück
4 und sprach: Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten habe. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu!
5 Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort und erhängte sich.
6 Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld.
7 Sie beschlossen aber, den Töpferacker davon zu kaufen zum Begräbnis für Fremde.
8 Daher heißt dieser Acker Blutacker bis auf den heutigen Tag.
9 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: »Sie haben die dreißig Silberlinge genommen, den Preis für den Verkauften, der geschätzt wurde bei den Israeliten,
10 und sie haben das Geld für den Töpferacker gegeben, wie mir der Herr befohlen hat« (Jeremia 32,9; Sacharja 11,12-13).
11 Jesus aber stand vor dem Statthalter; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach: Du sagst es.
12 Und als er von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts.
13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie hart sie dich verklagen?
14 Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte.
Jesu Verurteilung und Verspottung
15 Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.
16 Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas.
17 Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?
18 Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten.
19 Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen.
20 Aber die Hohenpriester und Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten.
21 Da fing der Statthalter an und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas!
22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen!
23 Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie schrien aber noch mehr: Lass ihn kreuzigen!
24 Als aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an seinem Blut; seht ihr zu!
25 Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!
26 Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde.
27 Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und sammelten die ganze Abteilung um ihn.
28 Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an
29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!,
30 und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.
Jesu Kreuzigung und Tod
31 Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.
32 Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug.
33 Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte,
34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und als er’s schmeckte, wollte er nicht trinken.
35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum.1
36 Und sie saßen da und bewachten ihn.
37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König.
38 Und da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.
39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe
40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!
41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:
42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz herab. Dann wollen wir an ihn glauben.
43 Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.
44 Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
45 Und von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
47 Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia.
48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.
49 Die andern aber sprachen: Halt, lass sehen, ob Elia komme und ihm helfe!
50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.
51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.
52 Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf
53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
54 Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
55 Und es waren viele Frauen da, die von ferne zusahen; die waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient;
56 unter ihnen war Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

Jesus vor Pilatus. Das Ende des Judas
1 Am Morgen aber fassten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volkes den Beschluss über Jesus, ihn zu töten,
2 und sie banden ihn, führten ihn ab und überantworteten ihn dem Statthalter Pilatus.
3 Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück
4 und sprach: Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten habe. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu!
5 Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort und erhängte sich.
6 Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld.
7 Sie beschlossen aber, den Töpferacker davon zu kaufen zum Begräbnis für Fremde.
8 Daher heißt dieser Acker Blutacker bis auf den heutigen Tag.
9 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: »Sie haben die dreißig Silberlinge genommen, den Preis für den Verkauften, der geschätzt wurde bei den Israeliten,
10 und sie haben das Geld für den Töpferacker gegeben, wie mir der Herr befohlen hat« (Jeremia 32,9; Sacharja 11,12-13).
11 Jesus aber stand vor dem Statthalter; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach: Du sagst es.
12 Und als er von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts.
13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie hart sie dich verklagen?
14 Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte.
Jesu Verurteilung und Verspottung
15 Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.
16 Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas.
17 Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?
18 Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten.
19 Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen.
20 Aber die Hohenpriester und Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten.
21 Da fing der Statthalter an und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas!
22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen!
23 Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie schrien aber noch mehr: Lass ihn kreuzigen!
24 Als aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an seinem Blut; seht ihr zu!
25 Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!
26 Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde.
27 Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und sammelten die ganze Abteilung um ihn.
28 Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an
29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!,
30 und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.
Jesu Kreuzigung und Tod
31 Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.
32 Und als sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm sein Kreuz trug.
33 Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte,
34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und als er’s schmeckte, wollte er nicht trinken.
35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum.1
36 Und sie saßen da und bewachten ihn.
37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König.
38 Und da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.
39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe
40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!
41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:
42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz herab. Dann wollen wir an ihn glauben.
43 Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.
44 Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
45 Und von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
47 Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia.
48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.
49 Die andern aber sprachen: Halt, lass sehen, ob Elia komme und ihm helfe!
50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.
51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.
52 Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf
53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
54 Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
55 Und es waren viele Frauen da, die von ferne zusahen; die waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient;
56 unter ihnen war Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

die Passion Christi nach dem Matthäusevangelium (Lutherübersetzung)

externe Verknüpfung auf Youtube-Video „It`s Friday – Sunday`s Coming“:

Causa Wulff: von unbarmherziger Pressefreiheit, über fehlerhafte Menschlichkeit bis hin zu Freundschaftsdiensten und der Frage, ob Datenschutz für Personen öffentlichen Lebens nicht mehr gilt

Die Causa Wulff macht mir persönlich zu schaffen, weil es mir hier nicht einfach fällt, ein Urteil über die Person zu fällen. – Zunächst nahm ich ihn in Schutz gegen die Angriffe der Springer-Presse und forderte Wulff auf, zu seinen Fehlern zu stehen. Schließlich macht jeder Mensch Fehler – und sollte die Chance bekommen, aus diesen auch lernen zu dürfen.

Gnade und Barmherzigkeit sollten auch für einen Bundespräsidenten gelten.

Als Wulff im Interview mit ZDF und ARD Transparenz verspach, war für mich unter den vermeintlichen Skandal ein Schlussstrich gezogen.

Schließlich heißt es in der Bibel: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.

Und eine mediale Steinigung des Bundespräsidenten wäre mir völlig unangemessen erschienen. Daher reagierte ich mit völligem Unverständnis auf die Fortsetzung der Medienkampagne des Springer-Konzerns.

Sie wirkte auf mich scheinheilig: Journalisten, die selbst Menschen mit Schwächen und Fehlern sind erheben sich (wieder einmal) in den Stand des Anklägers und Richters.  Die Kampagne widerte und widert mich auch heute teilweise immer noch an.  Nicht die Berichterstattung als solche – sondern die Vehemenz, wie hier ein Mensch medial angegriffen und zu Boden getreten wird.

Die Berichterstattung kommt mir vor, wie eine Schlägerei unter Jugendlichen: während zu meiner Jugendzeit Schluss war und der Sieger von seinem Opfer abließ, sobald dieser angeschlagen den Kopf einzog, wird heute noch immer weiter kräftig nachgetreten – ohne Erbarmen, ohne Gnade.

Sicherlich hat Wulff etliche Fehler gemacht ! Inzwischen wirkt das Verhalten auf mich wie eine lange Kette aneinandergereihter kleiner Fehltritte. Hier ein Freundschaftsdienst und dort ein Freundschaftsdienst. Hier ein bißchen relativiert und dort ein bißchen verharmlost.

Die zentrale Frage bei allen diesen Diskussionen tritt aber in den Hintergrund: hat Wulff von jemandem einen Vorteil erhalten und angenommen, der er selbst direkt und unmittelbar dienstlich beauftragt hat?

Die Sache wird im öffentlichen Dienst arg beäugt – ist Wulff als Bundespräsident doch auch oberster Repräsentant des öffentlichen Dienstes – und hat auch hier eine Vorbildfunktion wahrzunehmen.

Andererseits kann und muss ein Ministerpräsident auch mit allen Firmen seines Bundeslandes in Kontakt treten, wenn er Wirtschaftsförderung ernst nimmt. Das bedeutet, dass Freundschaftsdienste egal welcher Art – legt man den Maßstab für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zu Grunde – ein No-Go sind.

Würde man diesen harten Maßstab auch an politisch gewählte Beamte auf Zeit anlegen – bzw. muss man diesen Maßstab an politisch gewählte Beamte anlegen?

Auch ein Beamter oder Ministerpräsident hat das Recht auf Freundschaften.

Eine Übernachtung bei jahrzehntelangen Freunden bezahlt in der Regel kein Mensch.  Als Wehrdienstleistender habe ich vor ca. zwanzig Jahren regelmässig am Wochenende bei einer befreundeten Familie gelebt – Kost und Logie selbstverständlich kostenlos.

Auch wenn der Volksmund sagt, dass beim Geld die Freundschaft aufhört – bei richtigen Freunden dürfte das wohl kaum der Fall sein.

In der Bibel heißt es im Alten Testament (im Buch der Sprüche oder des Predigers): „Ein wahrer Freund ist für die Not geboren“.

Freunde – echte Freunde – helfen in Notlagen. Eine solche mag in besseren Kreisen auch dann vorliegen, wenn jemand einen Kredit für ein Haus benötigt. In Zeiten, in denen man sein Geld vielleicht besser einem Freund als einer Bank leiht, bei der man nicht weiß, wie sicher ihr Geschäftsmodell ist, kann man durchaus nachvollziehen, dass es ein Win-Win-Geschäft ist, einem Freund Geld zu leihen. Selbst, wenn man dafür als Verleiher auf höhere Zinsen verzichtet – man dafür aber mehr Sicherheit (weil Vertrauen) hat.

Auf der anderen Seite lehnt die Bibel Vorteilsnahme, Bestechung und Bevorzugen von angesehenen Personen glasklar ab (z.B. im zweiten Buch Chronik Kapitel 19 Vers 7).

Man merkt: so einfach ist es nicht, klare Grenzen zu ziehen und klare Urteile zu fällen.

Eine andere aber bisher kaum beachtete Frage ist die des Datenschutzes ! Gilt der etwa für Personen öffentlichen Lebens nicht mehr? Hebelt die Pressefreiheit jeglichen Schutz auf persönliche Daten aus? Hier wäre ich mal gespannt auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes – würde es einen Kläger mal reizen, dieses Verhältnis zwischen Pressefreiheit und Daten- und Persönlichkeitsschutz vor dem Verfassungsgericht ausloten zu lassen.

Auch hier prophezeie ich: eine klare Trennung ist schwierig auszumachen – und möglicherweise kommt das Gericht zu dem Schluss, dass Personen des öffentlichen Lebens weniger Personenschutz genießen als Otto-Normalverbraucher.

Alles in allem jedoch widert mich das Werfen mit Dreck gegen den Bundespräsidenten überwiegend an. Wen geht es was an, wenn er bei einem guten Freund übernachtet?

Wenn wir das Medienverhalten gegenüber dem Bundespräsidenten als Maßstab für alle weiteren Bundespräsidenten machen wollen – dann werden wir möglicherweise keine Person mehr finden, die für das Amt kandidieren will.

Andererseits ist es die Pflicht von Journalisten ohne Ansehen der Person über Fakten zu berichten. Dabei wäre die klare Trennung von Berichten einerseits und Kommentar andererseits wünschenswert.

Ein Schlussstrich scheint in diesem Fall wohl leider noch nicht gezogen zu werden können.  Der Bundespräsident muss nun wohl detailliert Stellungnahme zu allen relevanten Aussagen und Vorwürfen beziehen, die ihn der Vorteilsnahme bezichtigen oder nahebringen könnten.

Die relevanten Fragen müssen beantwortet werden, um Schaden von Person und Amt abzuwenden.

Die politische Opposition sollte sich jedoch hüten, hieraus Kapital schlagen zu wollen. Sie könnte der Versuchung allzuschnell erliegen…

Grundsätzlich gilt natürlich auch im Fall Wulff zunächst die Unschuldsvermutung – solange – bis das Gegenteil bewiesen (!) ist.

99 Thesen

Weiterführende externe Links zum Thema:

Grün hinter den Ohren? Wahlnachlese

Die Grünen sind die Gewinner der beiden Landtagswahlen. Nichts anders hatte ich erwartet !

Sie fragen mich: Warum ?

Nun, die Verlängerung der Atomlaufzeiten musste – nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit das auch für Katastrophen gilt – irgendwann für Schwarz-Gelb nach hinten los gehen. Natürlich hat niemand – auch nicht meine Person – mit einer solchen Katastrophe wie in Japan zum jetzigen Zeitpunkt gerechnet.

Aber  es war nur eine Frage der Zeit, bis wann es zu einem weiteren mittleren oder größeren Störfall – sei er durch die Natur oder durch Menschen hervorgerufen – in einem Atomkraftwerk kommen würde.

Doch genau das ist es, was mich als Konservativer so wurmt.

Wer hat die Strategen von Schwarz und Gelb geritten, dass sie ihre Regierungsfähigkeiten und – mehrheiten derart aufs Spiel zu setzen wagten, indem sie die Laufzeiten für Atomkraft derart verlängert haben?

Allein Norbert Röttgen – der Umweltminister der CDU und Landesvorsitzende der NRW-CDU – hatte aus Überzeugung für den schnelleren Einstieg in den Ausbau der regenerativen Energien und den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kernenergie geworben und gekämpft. Doch bis zur Katastrophe in Japan stand er leider auf einsamem Posten und sah sich einer großen Übermacht aus dem Süden Deutschlands hilflos gegenüber.

Der Kampf der südlichen CDU Verbände aus Baden-Würrtemberg für die Atomenergie hat dem wahren Konservatismus nun einen Bärendienst erwiesen: indem sie für die Kernkraft eintraten, haben Sie nun durch den Verlust der Regierung in Baden-Würrtemberg den Grünen Tor und Tür geöffnet für ihre dekadente Familien-, Bildungs- und Sexualpolitik.

Denn schliesslich wollen die Grünen die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare. Sie unterstützen zudem schwullesbische Jugendprojekte gerade im ländlichen Raum und sie wollen baden-würrtembergische Schulen anhalten, unterschiedliche sexuelle Identitäten als etwas „Selbstverständliches“ zu vermitteln und „wertneutral“ zu behandeln.  Desweiteren fordern sie die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft, damit auch Nicht-EU-Bürger (hiervon profitieren in erster Linie in Deutschland lebende Türken)  die Möglichkeit haben Grün zu wählen und somit wollen die Grünen ihre Wählerschaft per Gesetz im Handstreich vergrößern.

Zudem wollen die Grünen eine Gleichbehandlung aller Religionen im Religionsunterricht an staatlichen Schulen durchsetzen – und forcieren somit die Abkehr vom Christentum und von der christlichen Leitkultur Europas, die Europa  mehr als 2 Jahrtausende prägt.

Die Grünen und auch ein Teil der Medien unterschlagen dabei ganz gern, dass es mehr als 200 Millionen verfolgte und unterdrückte  Christen in der Welt gibt, und dass der Islam weltweit eine wichtige Triebfeder bei der Unterdrückung der Christen spielt: so werden immer wieder Kirchen in Pakistan, in Indonesien und zuletzt auch in Ägypten Ziele von Brandanschlägen. In der Türkei selbst haben Kirchen keinen Rechtsstatus, sie können keine Grundstücke kaufen – im Gegenteil: die türkischen Behörden zwingen sogar die seit 2 Jahrtausenden anwesende orthodoxe Kirche zur Aufgabe von Gebäuden. Vergessen sind auch die mehreren Morde an Christen in der Türkei (an freikichlichen und katholischen sowie ordthodoxen Priestern), die Entführungen von christlichen Entwicklungshelfern im Yemen sowie zuletzt ein Mord an einem christlichen Parlamentsabgeordneten in Pakistan.

Wo bleibt hier der Aufschrei der Muslime in Europa angesichts solcher Barbarei?

Es mutet daher aus konservativer christlicher Sicht seltsam an, dass der Islam von deutschen Medien oder Grünen in der Opferrolle der Unterdrückten gesehen wird, zumal die islamischen Verbände in Deutschland sich kaum gegen die Unterdrückung der Christen in ihren Heimatländern engagieren.

Es ist auch skurril, dass sie dem neuen Innenminister Friedrich (CSU) die Mitarbeit bei einem Sicherheitspaket verweigert haben, weil sie sich – mal wieder und wie auch schon bei den Mohammed-Karikaturen oder jüngst bei der Verbrennung eines Korans (wieviel Bibeln wurden schon durch Moslems verbrannt, wieviele Christen getötet?)  – in der Opferrolle „als Diskriminierte“ sehen wollen.

Wer also Grün wählt und gewählt hat, hat sich vermutlich in erster Linie gegen die Atomkraft ausgesprochen – hat aber gleich ein ganzes Paket von Punkten und Zielen mitgewählt, die er wohlmöglich gar nicht kennt und die er vielleicht auch gar nicht unterstützt.

Damit bereitet die Partei der Grünen zugleich – gewollt oder nicht – dem Islam und in dessen Folge möglicherweise auch dem Islamismus – einen ideal vorbereiteten Boden.  So kämpft die Partei der Grünen indirekt für die Stärkung der grünen Religion auf europäischem Boden.

Das starre Festhalten an der Atomtechnik war also ein weitreichender strategischer Fehler der liberal-konservativen Regierung in Berlin und Stuttgart.

Bedenklich für die Demokratie ist es auch, wenn 24 Prozent der Wählerschaft nun den Kurs für ein ganzes Land entscheiden, obwohl 39 Prozent der Wählerschaft – und damit die stärkste Fraktion – in eine andere Richtung votiert haben.  Es macht schon stutzig, dass am Wahlabend Herr Kretschmann immer wieder formuliert hat, dass „die stärkste Fraktion“ den Ministerpräsidenten stellen müsse – er dabei aber nur die 24-Prozent-Fraktion meinte, welche eigentlich lediglich auf Platz 2 – weit abgeschlagen hinter den 39 Prozent der CDU – liegt. Nimmt man Kretschmann wörtlich, so hätte nicht er selbst, sondern die CDU den Ministerpräsident stellen müssen.

Auch das ist eine neue Unsitte in Deutschland geworden: seit einigen Jahren muss die stärkste Fraktion in die Opposition – ob bei Kommunal- oder Landtagswahlen – spielt keine Rolle.

Als Wähler der CDU fragt man sich da doch, was noch passieren muss, damit die gewählte Partei wieder regieren darf.  Wenn schon 39 Prozent nicht zur Regierung für die CDU reichen, was bleibt dann für die CDU, wenn sie 30 Prozent bekommt?

Der CDU fehlt – so scheint es – doch ein konservativer Partner im Parteiensystem – eine Partei, die wieder rechtskonservative Pflöcke einschlägt und aufrichtig für Umweltschutz, Familie, Ehe und Nation eintritt und so vielleicht das Pendel im Parteinspektrum mal wieder nach rechts ausschlagen lässt und die Koordinatenverschiebung des Parteinsystems nach links beendet.

Die CDU aus sich heraus scheint dazu – zumindest unter einer Kanzlerin Merkel – nicht die Kraft aufzubringen.

Konservative können nur noch Mehrheiten erlangen, wenn sie Naturschutz, Leistungs- und Teilhabegerechtigkeit, Vaterlandsliebe und Weltoffenheit,  Traditionen und  klassische Werte (z.B. Schutz von Ehe und Familie) ,  sowie Kompetenz in Wirtschaft und Finanzen in sich vereinen.

Man kann nur hoffen, dass die Union aus CDU und CSU  solch konservativ-alternativen Köpfe wie  Röttgen,  zu Guttenberg und Weitere unterstützt. Ziel der Unionsparteien muss es sein, das Vertrauen der Menschen mit Solidität, Solidarität und Visionen wieder zu gewinnen.

Lesen Sie mehr unter:

  • Schuldenbremse reicht nicht – Handelsblatt Online

  • Machterhalt sei einzige Vision der CDU – Grüne Online

  • Ronald Pofalla – Youtube

  • Wahlprogramm CDU Hessen – PDF Dokument

  • Tagebuch eines Christen – Udo Ulfkotte über die Schizophrenie der Bagatellisierung massenhafter Christenverfolgung einer- und die Dramatisierung einzelner islamfeindlicher Aktionen andererseits auf KOPP Online

  • Hundertfache Bibelverbrennung 2010 und 2011 im Iran – kath.net Online

  • NRW-Grüne wollen Karfreitagsruhe aufheben – RP Online 04/2011

  • NRW SPD will Feiertage besser schützen- RP Online 04/2011
  • Sehnsucht nach Stille

    Ich weiß nicht, wie Eure Woche war; konntet ihr euch erholen oder hattet ihr eher
    Termindruck oder hattet ihr einen Streit zu Hause?
    Und wer hat sich bewusst Räume und Zeiten
    der Stille geschaffen, ist in sich gegangen und hat auf Gott gehört?
    Als Artur vor wenigen Wochen fragte, ob ich bereit bin das Thema „Stille“
    zu übernehmen, war mein erster Gedanke ein ablehnender Reflex.
    Das ist ein so typischer Abwehrreflex des
    Menschen im Medienzeitalter: wir haben uns schon zu sehr an die Dauerbeschäf-
    tigung mit Handy, Radio, Fernsehen und Internet gewöhnt.
    Wir sehnen uns nach Stille – aber lange halten wir es nicht mit ihr aus.
    Kurz nach meinem Reflex
    wusste ich : Gott möchte genau von mir, dass ich mich mit der
    „Stille“ beschäftige.
    Denn mein Beruf als Bauleiter ist oft stressig und nervenaufreibend:
    Wie ist es bei Dir?
    Du bist Geschäftsmann, musst morgens früh aus dem Haus und kommst
    abends zwischen 18:00 und 20:00 Uhr nach Hause?

    Oder Du bist die voll ausgepowerte Familienmanagerin, stehst früh um 6 auf,
    schmierst die Brote für die ganze Familie und fühlst dich hilflos,
    weil der Kühlschrank immer leer und der Wäschekorb immer voll ist?

    Oder Du bist Rentner, von dem alle meinen, dass er die Ruhephase des Lebens
    genießt, Du aber rennst in Wirklichkeit von Arzttermin zu Arzttermin ?
    Oder Du bist ein Jugendlicher, der keine Angebote zu Partys auslässt und ständig
    auf Tour bist?
    Jeder weiß,
    wie wichtig und erholsam die Stille für Geist, Seele und Leib ist.
    Der Volksmund sagt: In der Ruhe liegt die Kraft.
    Und hier hat nicht Luther dem Volk aufs Maul geschaut, sondern der Volksmund
    hat sich von der Bibel inspirieren lassen. Denn es heißt in Jesaja 30 Vers 15:
    Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und
    stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark
    sein. Aber ihr wollt nicht und sprecht: „Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahin-
    fliegen“, darum werdet ihr dahinfliehen, „und auf Rennern wollen wir reiten“ – darum
    werden euch eure Verfolger überrennen.
    Unsere Predigt heute morgen gliedert sich in drei Punkte:
    Punkt 1 lautet: Ermahnung zur Umkehr und Stille. Warnung vor Schiffbruch.
    Punkt 2 lautet: Die Früchte der Stille
    Und Punkt 3 lautet: Stille in der Praxis
    Bevor wir mit dem ersten Punkt starten, wiederholen wir den fünfzehnten
    Vers aus Jesaja 30:
    Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und
    stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark
    sein. Aber ihr wollt nicht und sprecht: „Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahin-
    fliegen“, darum werdet ihr dahinfliehen, „und auf Rennern wollen wir reiten“ – darum
    werden euch eure Verfolger überrennen.
    Die KERNFRAGE an uns heute morgen ist doch diese:
    Wollen wir überhaupt umkehren und stille sein?
    Stark werden wollen wir alle.
    Doch wollen wir uns dabei völlig auf Gott verlassen und innerlich ruhig
    bleiben, oder voller Unruhe aktiv werden um den gewünschten
    Ergebnissen nachzuhelfen?
    Die KERNFRAGE heißt also: Willst Du heute morgen umkehren und stille sein?
    Oder ist Dir das Warten und Stille sein zu unangenehm und zu unsicher?
    Die Frage betrifft alle Entscheidungen unseres Lebens – angefangen bei der
    Wahl der Schule, der Wahl des Studiums und Berufes, der Wahl des Ehepartners
    bis hin zur Wahl der Gemeindeleitung.
    Es fällt uns hier oft schwer, Ruhe zu bewahren und
    die eigene Aktivität zurückzustellen.
    Tief im Inneren unseres Herzens wissen wir, dass unsere Sorgen, unsere Panik
    uns genausoviel weiterbringen, wie jemand, der mit aller
    Anstrengung im Treibsand versucht, vorwärts zu kommen.
    Beginnen wir nun mit unserem ersten Punkt:
    D

    Das Volk Israel wollte seinerzeit seine Probleme ohne Gott auf eigene Weise lösen,
    indem es ein Bündnis mit dem Pharao eingeht.
    Dazu sagt Gott in Jesaja 30 ab Vers 1:
    „Weh den abtrünnigen Söhnen, spricht der HERR, die ohne mich Pläne fassen und
    ohne meinen Geist Bündnisse eingehen, um eine Sünde auf die andere zu häufen,
    die hinabziehen nach Ägypten und befragen meinen Mund nicht, um sich zu
    stärken mit der Macht des Pharao um sich zu bergen im Schatten Ägyptens !
    Aber es soll euch die Stärke des Pharao zur Schande geraten und der Schutz im
    Schatten Ägyptens zum Hohn“
    Gott selbst also warnt hier sein Volk eindringlich davor, Pläne und Bündnisse
    ohne seinen Geist einzugehen.
    Doch aus Gottes Sicht steckt noch mehr hinter diesem Militärbündnis mit
    Ägypten: nämlich der Ungehorsam gegenüber Gott.
    Der Gott Israels, hatte Israel mit Wunder über Wunder aus Ägypten befreit.
    Jahwe gebietet Israel in den Zehn Geboten, es soll keine anderen Götter
    neben ihm haben.
    Durch das Militärbündnis mit dem Pharao vergißt Israel alles, was für Gott
    Bedeutung hat.
    Israel verhöhnt seinen eigenen Gott, weil es ein Bündnis
    mit dem Sohn des Sonnengottes Ra eingeht und verhöhnt damit Gott als
    Schöpfer der Erde und des Himmels, weil es das Geschöpf der Sonne in den Stand
    eines Gottes erhebt und akzeptiert.
    Und was hat das alles nun mit dem Thema „Stille“ zu tun?
    Stille zu sein und auf Gott zu hoffen, bedeutet, die eigenen Gedanken und
    Pläne, die eigenen Aktivitäten durch Gebet und Hören auf Gottes Wort
    zu prüfen und im Extremfall sogar ganz einzustellen.
    ABER: lediglich in der STILLE sind wir dazu in der Lage, auf Gott zu hören und
    umzukehren.
    Am Negativ-Beispiel des Volkes Israel lernen wir, welche Konsequenzen
    es haben kann und haben wird, wenn wir auf die Stille und Umkehr zu Gott
    verzichten:
    das von Israel ohne den Geist Gottes geschlossene Bündnis
    mit dem Pharao als Sohn des Sonnengottes wird fehlschlagen, so prophezeit
    der Prophet Jesaja im Auftrage Gottes.

    Was lernen wir also daraus?
    Wir sollten die Warnung Gottes an Israel ernst nehmen und lernen still zu sein.
    Stille soll uns davor bewahren, Pläne und Bündnisse auf eigene Faust
    zu unternehmen, sie soll uns davor bewahren, ohne Gottes Geist und ohne
    Segen schwere Fehler zu begehen und mit unseren eigenen Plänen Schiffbruch
    zu erleiden.
    Doch wenn wir gescheitert sind – müssen wir uns fragen:
    Waren wir auf dem Holzweg? Haben wir unsere eigenen Pläne für Gottes
    Pläne gehalten? Oder haben wir gar bewusst unsere eigenen Pläne gegenüber
    dem Plan Gottes vorgezogen?
    Eine solche schonungslose Analyse sollte man vornehmen:
    Denn diese Analyse ist Voraussetzung zur Selbsterkenntnis.
    Und Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Vergebung, zur Umkehr und zum
    Gesegnet-Werden.
    Kommen wir zu Punkt 2 der Predigt:
    Früchte der Stille
    Wir lesen aus Nehemia 8, Verse 1 bis 3 und 8 bis 12:
    Vorlesung des Gesetzes durch Esra
    1 „Als nun der siebente Monat herangekommen war und die Israeliten in ihren
    Städten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz vor
    dem Wassertor, und sie sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das
    Buch des Gesetzes des Mose holen, das der Herr Israel geboten hat.
    2 Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeinde, Männer und Frauen
    und alle, die es verstehen konnten, am ersten Tage des siebenten Monats
    3 und las daraus auf dem Platz vor dem Wassertor vom lichten Morgen an bis zum
    Mittag vor Männern und Frauen und wer`s verstehen konnte.
    Und die Ohren des ganzen Volks waren dem Gesetzbuch zugekehrt.
    und weiter ab Vers 8
    8 Und sie legten das Buch des Gesetzes Gottes klar und verständlich aus, so daß
    man verstand, was gelesen worden war.
    9 Und Nehemia, der Statthalter, und Esra, der Priester und Schriftgelehrte, und die
    Leviten, die das Volk unterwiesen, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig
    dem Herrn, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weinet nicht!
    Denn alles Volk weinte, als sie die Worte des Gesetzes hörten.
    10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette Speisen und trinkt süße
    Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben;
    denn dieser Tag ist heilig unserem Herrn. Und seid nicht bekümmert, denn die
    Freude am Herrn ist eure Stärke.
    11 Und die Leviten trösteten alles Volk und sprachen: Seid still, denn der Tag ist
    heilig; seid nicht bekümmert!
    12 Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken und davon auszuteilen und
    ein großes Freudenfest zu machen; denn sie hatten die Worte verstanden, die man
    ihnen kundgetan hatte.“
    Was für ein Tag !
    Stellt Euch vor, in ganz Deutschland versammeln sich die Menschen auf
    Plätzen, wie auf dem Neumarkt in Solingen, um sich von morgens 08:00 bis
    mittags um 12:00 Uhr aus Gottes Wort vorlesen und predigen zu lassen !
    Ich finde das eine großartige Vorstellung, die Menschen in Solingen zu einem
    Open-Air Gottesdienst in der Innenstadt aufzurufen und öffentlich das Evangelium
    von Jesus Christus zu verkündigen.
    Im Volk Israel ist diese Open-Air-Gottesdienstversammlung Realität:
    Das ganze Volk versammelte sich vor dem Wassertor zu einem Gottesdienst
    und fordert Esra auf, ihm die Gesetze des Mose vorzulesen.
    Der Tag beginnt – für unsere Verhältnisse – mit einer Merkwürdigkeit: nicht der
    Priester ruft das Volk. Nein. Es ist umgekehrt: das Volk verlangt vom
    Priester, die Gesetze vorzulesen.
    Diese Tatsache lässt mein Herz höherspringen: Gottes Volk verlangt von seinen
    Führern geistliche Nahrung, wie ein Baby nach der Brust seiner Mutter schreit.
    Und in der Tat: das Volk konzentriert sich total auf das
    Gesetz des Mose: es heißt wörtlich in Vers 3 : „Und die Ohren des ganzen Volkes
    waren dem Gesetz zugekehrt“.
    Stellen wir uns vor, wie gebannt das Volk auf die Worte des Priesters hörte. Man
    konnte buchstäblich eine Stecknadel fallen hören, so fasziniert und aufmerksam
    lauschte das Volk Gottes den Worten des Priesters.
    Im Anschluss an die Verlesung des Wortes Gottes dann legten die Leviten
    Gottes Wort klar und verständlich aus, sodass jeder auch den Inhalt dessen
    verstand, von dem, was vorgelesen war.
    Woran lag es, dass die Israeliten das Wort Gottes verstanden haben?
    Ich glaube, es waren zwei Voraussetzungen, die ihrem Verstehen zu Grunde
    lagen:
    Erstens hatten sie Hunger nach Gottes Wort und zweitens hörten sie konzentriert
    und still zu !
    Haben wir Hunger nach Gottes Wort? Haben wir wirklich Hunger nach geistlicher
    Nahrung? Oder sind wir mit dem Fastfood und der Oberflächlichkeit unserer
    Medien zufrieden?
    Lesen wir die Bibel, noch zu Hause im Stillen Kämmerlein?
    Gönnen wir uns noch den Luxus der Stille?
    Das erste Prinzip, was ich aus diesem Text in Nehemia erkennen kann, ist also
    das Prinzip „Verstehen durch Stille“.
    Das zweite Prinzip, was wir heute morgen gemeinsam aus dem Text heraus-
    arbeiten können, ist das Prinzip „Trost und Freude durch Stille“.
    Wir lesen in Nehemia 8 Vers 10 bis 12:
    10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette Speisen und trinkt süße
    Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben;
    denn dieser Tag ist heilig unserem Herrn. Und seid nicht bekümmert, denn die
    Freude am Herrn ist eure Stärke.
    11 Und die Leviten trösteten alles Volk und sprachen: Seid still, denn der Tag ist
    heilig; seid nicht bekümmert!
    12 Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken und davon auszuteilen und
    ein großes Freudenfest zu machen; denn sie hatten die Worte verstanden, die man
    ihnen kundgetan hatte.“
    Das dritte Prinzip lautet „Anteilnahme durch Stille“, denn in Vers 10 heißt es:
    10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette Speisen und trinkt süße
    Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben;
    denn dieser Tag ist heilig unserem Herrn.
    Wenn wir in die Stille gehen, bekommen wir einen Blick für unseren Nächsten,
    der weniger oder – wie hier – nichts hat.
    Nehemia forderte die Israeliten auf, den Habenichtsen aus ihrem Volk abzugeben,
    damit auch die Habenichtse ein Freudenfest am heiligen Tag des Herrn feiern
    konnten.
    Das vierte Prinzip lautet „Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis“
    Nachdem Nehemia und die Leviten das Wort Gottes vorgelesen und ausgelegt
    hatten, fing das Volk Gottes an zu weinen.
    Warum?
    Es steht nicht ausdrücklich im Bericht, aber der Zusammenhang macht deutlich:
    Das Volk Gottes hatte erkannt, wieweit es sich selbst vom Willen Gottes entfernt
    hatte. Es hatte sich selbst erkannt – und Gott erkannt. Und es hatte die große
    Distanz gespürt, die zwischen ihnen und dem heiligen Gott lag.
    Mit anderen Worten: es hatte Selbst- und Sünden- sowie Gotteserkenntnis
    erlangt.
    Was können wir daraus lernen? Was sind die Früchte der Stille?
    Die Früchte der Stille heißen:
    Nochmal. Ich wiederhole nocheinmal die Früchte der Stille. Sie heißen:
    Darüberhinaus erfahren Körper, Geist und Seele natürlich noch weitere Früchte
    der Stille, wie zum Beispiel auch körperliche und psychische Regeneration.
    Der Punkt 3 unseres Themas lautet:
    Stille in der Praxis
    Uns beschäftigen Fragen wie zum Beispiel:
    Vorweggesagt: Jeder von uns hat seine individuelle Belastungsgrenzen.
    Diese sind abhängig vom Alter, Beruf und zum Beispiel auch vom sozialen Umfeld.
    Weitere wichtige Faktoren sind die bereits erlebten Belastungen der Vergangen-
    heit und die Erbanlagen unseres Körpers, aber auch die unsichtbaren Umwelt-
    einflüsse, wie Schadstoffbelastung.
    Markant ist der Unterschied zwischen Allergikern und Nichtallergikern.
    Der Asthmatiker ist beispielsweise ganzjährig einer höheren Belastung ausgesetzt.
    Auch Lärm, Hitze, Kälte oder emotionale Kälte der Mitmenschen spielen hier eine
    nicht zu unterschätzende Rolle.
    Zu dem ganzen Komplex kann man sicherlich eine ganze medizinische Vortrags-
    reihe anbieten.
    Das Thema wäre eine gute Möglichkeit mit dem eine Evangelisation
    durchgeführt werden kann.
    Doch heute morgen beschränken wir uns auf zwei Fragen:
    Die erste Frage hierzu lautet: Muss ich wirklich alles machen, was ich mache?
    Die zweite Frage lautet: Wann räume ich mir in meinem Tagesablauf Zeit für Stille
    und Erholung ein?
    Beginnen wir mit der Beantwortung der ersten Frage: Muss ich wirklich alles
    machen, was ich mache?
    Als Hilfsmittel zur Beantwortung dieser Frage fahren wir mit unserem Lebensauto
    einmal auf die Hebebühne und machen einen Aufgaben-Check:
    das geht ganz einfach: Du listest einfach mal alle Aufgaben nach verschiedenen
    Kategorien auf.
    Schauen wir uns dazu folgende Bild auf der Leinwand an
    SLOGAN:
    Der Slogan „Weniger ist mehr“ gewinnt hier eine ganz neue Bedeutung.
    Es ist oft besser, wenn wir uns auf wenige
    Aufgabenbereiche konzentrieren – für diese Bereiche aber genügend Zeit und Kraft
    zur Verfügung stellen können, um diese Aufgaben auch gewissenhaft und zur
    Ehre Gottes durchführen zu können.
    Dabei kann es sein, dass mancher Mitarbeiter seine Mitarbeit einstellen sollte,
    andere Mitarbeiter aber neu in die Mitarbeiterschaft einsteigen.
    An dieser Stelle möchte ich Werbung für die Jungschararbeit machen, weil sie mir
    ein Herzensanliegen ist: Ihr jungen Männer unter uns, überlegt doch einmal bitte,
    ob Jungschararbeit nicht auch etwas für Euch ist.
    Kommen wir zurück zu der zweiten Frage:
    Wann räume ich mir in meinem Tagesablauf Zeit für Stille und Erholung ein?
    Und will ich wirklich zur Ruhe kommen?
    Wenn Du wirklich zur Ruhe kommen willst, dann wirst Du Dir Zeiten der Stille
    reservieren müssen.
    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das ist – und was das für ein Kampf
    oft ist.
    Auch hier können wir aus der Bibel lernen, dazu drei Beispiele:
    Zum ersten lesen wir bereits im Schöpfungsbericht, dass Gott von seinen Werken
    am siebten Tage ausruhte. Diese Ruhe am siebten Tag macht Gott in den 10
    Geboten zur wohlwollenden Vorschrift.
    Gott schafft bewusst eine Struktur, in der sich Arbeit und Ruhe, Aktivität und Re-
    generation ablösen.
    Als zweites Beispiel schauen wir uns Daniel an: Daniel ließ sich selbst
    als Zwangsumgesiedelter in Babylon durch antigöttliche Gesetze nicht dazu
    verleiten, das Standbild des Nebukadnezar anzubeten.

    Stattdessen betete er bei offenem Fenster dreimal täglich zu seinem Gott.
    Auch hier erkennen wir: Daniel hat sich eine regelmässige Struktur der Stille
    zugelegt.
    Als drittes Beispiel dient Jesus Christus selbst.
    Nach der Speisung der Fünftausend – ( Markus Kapitel 6) schickte
    Jesus seine Jünger zum See Genezareth: Jesus gab ihnen die Anweisung,
    sie sollten ohne ihn schon mal mit dem Boot auf das andere Ufer nach
    Betsaida übersetzen.
    Er selbst dagegen , ging – vollkommen allein – auf einen Berg, um in Ruhe und
    Stille zu seinem Vater zu beten.
    Fragen wir uns selbst:
    Haben wir unseren Wochen- und Tagesablauf strukturiert?
    Haben wir Zeiten der Stille und Ruhe vorgesehen?
    Halten wir die Sonntagsruhe ein?
    Wie sieht es an unserem Arbeitsplatz aus? Verlassen wir auch schon mal das
    hektische Büro?
    In Handwerksberufen und in der Industrieproduktion gibt es ja fest
    vorgeschriebene Pausen. Das erleichtert die Regeneration.
    In freien und akademischen Berufen, in Bürojobs, sieht das schon viel schwieriger
    aus: hier ist mehr Selbsteinteilung und vor allem Selbstdisziplin gefragt.
    Gott möchte ermahnen und ermutigen:
    Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und
    stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark
    sein.
    Die Ruhe – auch das soll heute morgen gesagt sein – ist ein zweischneidiges
    Schwert.
    Denn es gibt auch – ich will sie mal so nennen – die sogenannte „Totenstille“.
    Es ist durchaus möglich, dass Stille so leise und erdrückend wird, dass sie
    anfängt zu schreien.
    Das ist zum Beispiel bei Personen der Fall, die von engsten Vertrauten eine
    tiefe seelische und / oder körperliche Verletzung erfahren haben: diese Menschen
    sind so verstört und verletzt, dass ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen
    derart gestört ist, dass sie sich keinem Menschen mehr anvertrauen.
    Liebe Geschwister, diese Art der Stille ist keine gute Art der Stille.
    Diese schreiende Stille muss durch mühsames Aufbauen von Vertrauen und
    Gesprächen mit viel Geduld aufgebrochen werden.
    Oder aber die Opfer brechen erst nach Jahrzehnten aus dieser schreienden Stille
    aus.
    Hier kommt die Seele erst zur Ruhe, wenn die Probleme aufgedeckt und beim
    Namen genannt werden.
    In allen Fällen jedoch gilt die Einladung unseres Herrn Jesus Christus aus
    Matthäus Kapitel 11 Vers 28:
    28 Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet;
    ich werde sie euch abnehmen.
    29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen
    demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
    Was sind die Lasten die wir abgeben können?
    Es fängt bei A wie Angst an, geht über K wie Krankheit über S wie Schuld und
    Sünde und Stress und hört bei Z noch lange nicht auf.
    Daher fordere ich uns im Namen Jesu Christi auf:
    28 Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet;
    ich werde sie euch abnehmen.
    29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen
    demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
    Amen.