| Ich weiß nicht, wie Eure Woche war; konntet ihr euch erholen oder hattet ihr eher |
| Termindruck oder hattet ihr einen Streit zu Hause? |
| Und wer hat sich bewusst Räume und Zeiten |
| der Stille geschaffen, ist in sich gegangen und hat auf Gott gehört? |
| Als Artur vor wenigen Wochen fragte, ob ich bereit bin das Thema „Stille“ |
| zu übernehmen, war mein erster Gedanke ein ablehnender Reflex. |
| Das ist ein so typischer Abwehrreflex des |
| Menschen im Medienzeitalter: wir haben uns schon zu sehr an die Dauerbeschäf- |
| tigung mit Handy, Radio, Fernsehen und Internet gewöhnt. |
| Wir sehnen uns nach Stille – aber lange halten wir es nicht mit ihr aus. |
| Kurz nach meinem Reflex |
| wusste ich : Gott möchte genau von mir, dass ich mich mit der |
| „Stille“ beschäftige. |
| Denn mein Beruf als Bauleiter ist oft stressig und nervenaufreibend: |
| Wie ist es bei Dir? |
| Du bist Geschäftsmann, musst morgens früh aus dem Haus und kommst |
| abends zwischen 18:00 und 20:00 Uhr nach Hause? |
| Oder Du bist die voll ausgepowerte Familienmanagerin, stehst früh um 6 auf, |
| schmierst die Brote für die ganze Familie und fühlst dich hilflos, |
| weil der Kühlschrank immer leer und der Wäschekorb immer voll ist? |
| Oder Du bist Rentner, von dem alle meinen, dass er die Ruhephase des Lebens |
| genießt, Du aber rennst in Wirklichkeit von Arzttermin zu Arzttermin ? |
| Oder Du bist ein Jugendlicher, der keine Angebote zu Partys auslässt und ständig |
| auf Tour bist? |
| Jeder weiß, |
| wie wichtig und erholsam die Stille für Geist, Seele und Leib ist. |
| Der Volksmund sagt: In der Ruhe liegt die Kraft. |
| Und hier hat nicht Luther dem Volk aufs Maul geschaut, sondern der Volksmund |
| hat sich von der Bibel inspirieren lassen. Denn es heißt in Jesaja 30 Vers 15: |
| Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und |
| stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark |
| sein. Aber ihr wollt nicht und sprecht: „Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahin- |
| fliegen“, darum werdet ihr dahinfliehen, „und auf Rennern wollen wir reiten“ – darum |
| werden euch eure Verfolger überrennen. |
| Unsere Predigt heute morgen gliedert sich in drei Punkte: |
| Punkt 1 lautet: Ermahnung zur Umkehr und Stille. Warnung vor Schiffbruch. |
| Punkt 2 lautet: Die Früchte der Stille |
| Und Punkt 3 lautet: Stille in der Praxis |
| Bevor wir mit dem ersten Punkt starten, wiederholen wir den fünfzehnten |
| Vers aus Jesaja 30: |
| Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und |
| stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark |
| sein. Aber ihr wollt nicht und sprecht: „Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahin- |
| fliegen“, darum werdet ihr dahinfliehen, „und auf Rennern wollen wir reiten“ – darum |
| werden euch eure Verfolger überrennen. |
| Die KERNFRAGE an uns heute morgen ist doch diese: |
| Wollen wir überhaupt umkehren und stille sein? |
| Stark werden wollen wir alle. |
| Doch wollen wir uns dabei völlig auf Gott verlassen und innerlich ruhig |
| bleiben, oder voller Unruhe aktiv werden um den gewünschten |
| Ergebnissen nachzuhelfen? |
| Die KERNFRAGE heißt also: Willst Du heute morgen umkehren und stille sein? |
| Oder ist Dir das Warten und Stille sein zu unangenehm und zu unsicher? |
| Die Frage betrifft alle Entscheidungen unseres Lebens – angefangen bei der |
| Wahl der Schule, der Wahl des Studiums und Berufes, der Wahl des Ehepartners |
| bis hin zur Wahl der Gemeindeleitung. |
| Es fällt uns hier oft schwer, Ruhe zu bewahren und |
| die eigene Aktivität zurückzustellen. |
| Tief im Inneren unseres Herzens wissen wir, dass unsere Sorgen, unsere Panik |
| uns genausoviel weiterbringen, wie jemand, der mit aller |
| Anstrengung im Treibsand versucht, vorwärts zu kommen. |
| Beginnen wir nun mit unserem ersten Punkt: |
| D |
| Das Volk Israel wollte seinerzeit seine Probleme ohne Gott auf eigene Weise lösen, |
| indem es ein Bündnis mit dem Pharao eingeht. |
| Dazu sagt Gott in Jesaja 30 ab Vers 1: |
| „Weh den abtrünnigen Söhnen, spricht der HERR, die ohne mich Pläne fassen und |
| ohne meinen Geist Bündnisse eingehen, um eine Sünde auf die andere zu häufen, |
| die hinabziehen nach Ägypten und befragen meinen Mund nicht, um sich zu |
| stärken mit der Macht des Pharao um sich zu bergen im Schatten Ägyptens ! |
| Aber es soll euch die Stärke des Pharao zur Schande geraten und der Schutz im |
| Schatten Ägyptens zum Hohn“ |
| Gott selbst also warnt hier sein Volk eindringlich davor, Pläne und Bündnisse |
| ohne seinen Geist einzugehen. |
| Doch aus Gottes Sicht steckt noch mehr hinter diesem Militärbündnis mit |
| Ägypten: nämlich der Ungehorsam gegenüber Gott. |
| Der Gott Israels, hatte Israel mit Wunder über Wunder aus Ägypten befreit. |
| Jahwe gebietet Israel in den Zehn Geboten, es soll keine anderen Götter |
| neben ihm haben. |
| Durch das Militärbündnis mit dem Pharao vergißt Israel alles, was für Gott |
| Bedeutung hat. |
| Israel verhöhnt seinen eigenen Gott, weil es ein Bündnis |
| mit dem Sohn des Sonnengottes Ra eingeht und verhöhnt damit Gott als |
| Schöpfer der Erde und des Himmels, weil es das Geschöpf der Sonne in den Stand |
| eines Gottes erhebt und akzeptiert. |
| Und was hat das alles nun mit dem Thema „Stille“ zu tun? |
| Stille zu sein und auf Gott zu hoffen, bedeutet, die eigenen Gedanken und |
| Pläne, die eigenen Aktivitäten durch Gebet und Hören auf Gottes Wort |
| zu prüfen und im Extremfall sogar ganz einzustellen. |
| ABER: lediglich in der STILLE sind wir dazu in der Lage, auf Gott zu hören und |
| umzukehren. |
| Am Negativ-Beispiel des Volkes Israel lernen wir, welche Konsequenzen |
| es haben kann und haben wird, wenn wir auf die Stille und Umkehr zu Gott |
| verzichten: |
| das von Israel ohne den Geist Gottes geschlossene Bündnis |
| mit dem Pharao als Sohn des Sonnengottes wird fehlschlagen, so prophezeit |
| der Prophet Jesaja im Auftrage Gottes. |
| Was lernen wir also daraus? |
| Wir sollten die Warnung Gottes an Israel ernst nehmen und lernen still zu sein. |
| Stille soll uns davor bewahren, Pläne und Bündnisse auf eigene Faust |
| zu unternehmen, sie soll uns davor bewahren, ohne Gottes Geist und ohne |
| Segen schwere Fehler zu begehen und mit unseren eigenen Plänen Schiffbruch |
| zu erleiden. |
| Doch wenn wir gescheitert sind – müssen wir uns fragen: |
| Waren wir auf dem Holzweg? Haben wir unsere eigenen Pläne für Gottes |
| Pläne gehalten? Oder haben wir gar bewusst unsere eigenen Pläne gegenüber |
| dem Plan Gottes vorgezogen? |
| Eine solche schonungslose Analyse sollte man vornehmen: |
| Denn diese Analyse ist Voraussetzung zur Selbsterkenntnis. |
| Und Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Vergebung, zur Umkehr und zum |
| Gesegnet-Werden. |
| Kommen wir zu Punkt 2 der Predigt: |
| Früchte der Stille |
| Wir lesen aus Nehemia 8, Verse 1 bis 3 und 8 bis 12: |
| Vorlesung des Gesetzes durch Esra |
| 1 „Als nun der siebente Monat herangekommen war und die Israeliten in ihren |
| Städten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz vor |
| dem Wassertor, und sie sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das |
| Buch des Gesetzes des Mose holen, das der Herr Israel geboten hat. |
| 2 Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeinde, Männer und Frauen |
| und alle, die es verstehen konnten, am ersten Tage des siebenten Monats |
| 3 und las daraus auf dem Platz vor dem Wassertor vom lichten Morgen an bis zum |
| Mittag vor Männern und Frauen und wer`s verstehen konnte. |
| Und die Ohren des ganzen Volks waren dem Gesetzbuch zugekehrt. |
| und weiter ab Vers 8 |
| 8 Und sie legten das Buch des Gesetzes Gottes klar und verständlich aus, so daß |
| man verstand, was gelesen worden war. |
| 9 Und Nehemia, der Statthalter, und Esra, der Priester und Schriftgelehrte, und die |
| Leviten, die das Volk unterwiesen, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig |
| dem Herrn, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weinet nicht! |
| Denn alles Volk weinte, als sie die Worte des Gesetzes hörten. |
| 10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette Speisen und trinkt süße |
| Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; |
| denn dieser Tag ist heilig unserem Herrn. Und seid nicht bekümmert, denn die |
| Freude am Herrn ist eure Stärke. |
| 11 Und die Leviten trösteten alles Volk und sprachen: Seid still, denn der Tag ist |
| heilig; seid nicht bekümmert! |
| 12 Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken und davon auszuteilen und |
| ein großes Freudenfest zu machen; denn sie hatten die Worte verstanden, die man |
| ihnen kundgetan hatte.“ |
| Was für ein Tag ! |
| Stellt Euch vor, in ganz Deutschland versammeln sich die Menschen auf |
| Plätzen, wie auf dem Neumarkt in Solingen, um sich von morgens 08:00 bis |
| mittags um 12:00 Uhr aus Gottes Wort vorlesen und predigen zu lassen ! |
| Ich finde das eine großartige Vorstellung, die Menschen in Solingen zu einem |
| Open-Air Gottesdienst in der Innenstadt aufzurufen und öffentlich das Evangelium |
| von Jesus Christus zu verkündigen. |
| Im Volk Israel ist diese Open-Air-Gottesdienstversammlung Realität: |
| Das ganze Volk versammelte sich vor dem Wassertor zu einem Gottesdienst |
| und fordert Esra auf, ihm die Gesetze des Mose vorzulesen. |
| Der Tag beginnt – für unsere Verhältnisse – mit einer Merkwürdigkeit: nicht der |
| Priester ruft das Volk. Nein. Es ist umgekehrt: das Volk verlangt vom |
| Priester, die Gesetze vorzulesen. |
| Diese Tatsache lässt mein Herz höherspringen: Gottes Volk verlangt von seinen |
| Führern geistliche Nahrung, wie ein Baby nach der Brust seiner Mutter schreit. |
| Und in der Tat: das Volk konzentriert sich total auf das |
| Gesetz des Mose: es heißt wörtlich in Vers 3 : „Und die Ohren des ganzen Volkes |
| waren dem Gesetz zugekehrt“. |
| Stellen wir uns vor, wie gebannt das Volk auf die Worte des Priesters hörte. Man |
| konnte buchstäblich eine Stecknadel fallen hören, so fasziniert und aufmerksam |
| lauschte das Volk Gottes den Worten des Priesters. |
| Im Anschluss an die Verlesung des Wortes Gottes dann legten die Leviten |
| Gottes Wort klar und verständlich aus, sodass jeder auch den Inhalt dessen |
| verstand, von dem, was vorgelesen war. |
| Woran lag es, dass die Israeliten das Wort Gottes verstanden haben? |
| Ich glaube, es waren zwei Voraussetzungen, die ihrem Verstehen zu Grunde |
| lagen: |
| Erstens hatten sie Hunger nach Gottes Wort und zweitens hörten sie konzentriert |
| und still zu ! |
| Haben wir Hunger nach Gottes Wort? Haben wir wirklich Hunger nach geistlicher |
| Nahrung? Oder sind wir mit dem Fastfood und der Oberflächlichkeit unserer |
| Medien zufrieden? |
| Lesen wir die Bibel, noch zu Hause im Stillen Kämmerlein? |
| Gönnen wir uns noch den Luxus der Stille? |
| Das erste Prinzip, was ich aus diesem Text in Nehemia erkennen kann, ist also |
| das Prinzip „Verstehen durch Stille“. |
| Das zweite Prinzip, was wir heute morgen gemeinsam aus dem Text heraus- |
| arbeiten können, ist das Prinzip „Trost und Freude durch Stille“. |
| Wir lesen in Nehemia 8 Vers 10 bis 12: |
| 10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette Speisen und trinkt süße |
| Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; |
| denn dieser Tag ist heilig unserem Herrn. Und seid nicht bekümmert, denn die |
| Freude am Herrn ist eure Stärke. |
| 11 Und die Leviten trösteten alles Volk und sprachen: Seid still, denn der Tag ist |
| heilig; seid nicht bekümmert! |
| 12 Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken und davon auszuteilen und |
| ein großes Freudenfest zu machen; denn sie hatten die Worte verstanden, die man |
| ihnen kundgetan hatte.“ |
| Das dritte Prinzip lautet „Anteilnahme durch Stille“, denn in Vers 10 heißt es: |
| 10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette Speisen und trinkt süße |
| Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; |
| denn dieser Tag ist heilig unserem Herrn. |
| Wenn wir in die Stille gehen, bekommen wir einen Blick für unseren Nächsten, |
| der weniger oder – wie hier – nichts hat. |
| Nehemia forderte die Israeliten auf, den Habenichtsen aus ihrem Volk abzugeben, |
| damit auch die Habenichtse ein Freudenfest am heiligen Tag des Herrn feiern |
| konnten. |
| Das vierte Prinzip lautet „Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis“ |
| Nachdem Nehemia und die Leviten das Wort Gottes vorgelesen und ausgelegt |
| hatten, fing das Volk Gottes an zu weinen. |
| Warum? |
| Es steht nicht ausdrücklich im Bericht, aber der Zusammenhang macht deutlich: |
| Das Volk Gottes hatte erkannt, wieweit es sich selbst vom Willen Gottes entfernt |
| hatte. Es hatte sich selbst erkannt – und Gott erkannt. Und es hatte die große |
| Distanz gespürt, die zwischen ihnen und dem heiligen Gott lag. |
| Mit anderen Worten: es hatte Selbst- und Sünden- sowie Gotteserkenntnis |
| erlangt. |
| Was können wir daraus lernen? Was sind die Früchte der Stille? |
| Die Früchte der Stille heißen: |
| Nochmal. Ich wiederhole nocheinmal die Früchte der Stille. Sie heißen: |
| Darüberhinaus erfahren Körper, Geist und Seele natürlich noch weitere Früchte |
| der Stille, wie zum Beispiel auch körperliche und psychische Regeneration. |
| Der Punkt 3 unseres Themas lautet: |
| Stille in der Praxis |
| Uns beschäftigen Fragen wie zum Beispiel: |
| Vorweggesagt: Jeder von uns hat seine individuelle Belastungsgrenzen. |
| Diese sind abhängig vom Alter, Beruf und zum Beispiel auch vom sozialen Umfeld. |
| Weitere wichtige Faktoren sind die bereits erlebten Belastungen der Vergangen- |
| heit und die Erbanlagen unseres Körpers, aber auch die unsichtbaren Umwelt- |
| einflüsse, wie Schadstoffbelastung. |
| Markant ist der Unterschied zwischen Allergikern und Nichtallergikern. |
| Der Asthmatiker ist beispielsweise ganzjährig einer höheren Belastung ausgesetzt. |
| Auch Lärm, Hitze, Kälte oder emotionale Kälte der Mitmenschen spielen hier eine |
| nicht zu unterschätzende Rolle. |
| Zu dem ganzen Komplex kann man sicherlich eine ganze medizinische Vortrags- |
| reihe anbieten. |
| Das Thema wäre eine gute Möglichkeit mit dem eine Evangelisation |
| durchgeführt werden kann. |
| Doch heute morgen beschränken wir uns auf zwei Fragen: |
| Die erste Frage hierzu lautet: Muss ich wirklich alles machen, was ich mache? |
| Die zweite Frage lautet: Wann räume ich mir in meinem Tagesablauf Zeit für Stille |
| und Erholung ein? |
| Beginnen wir mit der Beantwortung der ersten Frage: Muss ich wirklich alles |
| machen, was ich mache? |
| Als Hilfsmittel zur Beantwortung dieser Frage fahren wir mit unserem Lebensauto |
| einmal auf die Hebebühne und machen einen Aufgaben-Check: |
| das geht ganz einfach: Du listest einfach mal alle Aufgaben nach verschiedenen |
| Kategorien auf. |
| Schauen wir uns dazu folgende Bild auf der Leinwand an |
| SLOGAN: |
| Der Slogan „Weniger ist mehr“ gewinnt hier eine ganz neue Bedeutung. |
| Es ist oft besser, wenn wir uns auf wenige |
| Aufgabenbereiche konzentrieren – für diese Bereiche aber genügend Zeit und Kraft |
| zur Verfügung stellen können, um diese Aufgaben auch gewissenhaft und zur |
| Ehre Gottes durchführen zu können. |
| Dabei kann es sein, dass mancher Mitarbeiter seine Mitarbeit einstellen sollte, |
| andere Mitarbeiter aber neu in die Mitarbeiterschaft einsteigen. |
| An dieser Stelle möchte ich Werbung für die Jungschararbeit machen, weil sie mir |
| ein Herzensanliegen ist: Ihr jungen Männer unter uns, überlegt doch einmal bitte, |
| ob Jungschararbeit nicht auch etwas für Euch ist. |
| Kommen wir zurück zu der zweiten Frage: |
| Wann räume ich mir in meinem Tagesablauf Zeit für Stille und Erholung ein? |
| Und will ich wirklich zur Ruhe kommen? |
| Wenn Du wirklich zur Ruhe kommen willst, dann wirst Du Dir Zeiten der Stille |
| reservieren müssen. |
| Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das ist – und was das für ein Kampf |
| oft ist. |
| Auch hier können wir aus der Bibel lernen, dazu drei Beispiele: |
| Zum ersten lesen wir bereits im Schöpfungsbericht, dass Gott von seinen Werken |
| am siebten Tage ausruhte. Diese Ruhe am siebten Tag macht Gott in den 10 |
| Geboten zur wohlwollenden Vorschrift. |
| Gott schafft bewusst eine Struktur, in der sich Arbeit und Ruhe, Aktivität und Re- |
| generation ablösen. |
| Als zweites Beispiel schauen wir uns Daniel an: Daniel ließ sich selbst |
| als Zwangsumgesiedelter in Babylon durch antigöttliche Gesetze nicht dazu |
| verleiten, das Standbild des Nebukadnezar anzubeten. |
| Stattdessen betete er bei offenem Fenster dreimal täglich zu seinem Gott. |
| Auch hier erkennen wir: Daniel hat sich eine regelmässige Struktur der Stille |
| zugelegt. |
| Als drittes Beispiel dient Jesus Christus selbst. |
| Nach der Speisung der Fünftausend – ( Markus Kapitel 6) schickte |
| Jesus seine Jünger zum See Genezareth: Jesus gab ihnen die Anweisung, |
| sie sollten ohne ihn schon mal mit dem Boot auf das andere Ufer nach |
| Betsaida übersetzen. |
| Er selbst dagegen , ging – vollkommen allein – auf einen Berg, um in Ruhe und |
| Stille zu seinem Vater zu beten. |
| Fragen wir uns selbst: |
| Haben wir unseren Wochen- und Tagesablauf strukturiert? |
| Haben wir Zeiten der Stille und Ruhe vorgesehen? |
| Halten wir die Sonntagsruhe ein? |
| Wie sieht es an unserem Arbeitsplatz aus? Verlassen wir auch schon mal das |
| hektische Büro? |
| In Handwerksberufen und in der Industrieproduktion gibt es ja fest |
| vorgeschriebene Pausen. Das erleichtert die Regeneration. |
| In freien und akademischen Berufen, in Bürojobs, sieht das schon viel schwieriger |
| aus: hier ist mehr Selbsteinteilung und vor allem Selbstdisziplin gefragt. |
| Gott möchte ermahnen und ermutigen: |
| Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und |
| stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark |
| sein. |
| Die Ruhe – auch das soll heute morgen gesagt sein – ist ein zweischneidiges |
| Schwert. |
| Denn es gibt auch – ich will sie mal so nennen – die sogenannte „Totenstille“. |
| Es ist durchaus möglich, dass Stille so leise und erdrückend wird, dass sie |
| anfängt zu schreien. |
| Das ist zum Beispiel bei Personen der Fall, die von engsten Vertrauten eine |
| tiefe seelische und / oder körperliche Verletzung erfahren haben: diese Menschen |
| sind so verstört und verletzt, dass ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen |
| derart gestört ist, dass sie sich keinem Menschen mehr anvertrauen. |
| Liebe Geschwister, diese Art der Stille ist keine gute Art der Stille. |
| Diese schreiende Stille muss durch mühsames Aufbauen von Vertrauen und |
| Gesprächen mit viel Geduld aufgebrochen werden. |
| Oder aber die Opfer brechen erst nach Jahrzehnten aus dieser schreienden Stille |
| aus. |
| Hier kommt die Seele erst zur Ruhe, wenn die Probleme aufgedeckt und beim |
| Namen genannt werden. |
| In allen Fällen jedoch gilt die Einladung unseres Herrn Jesus Christus aus |
| Matthäus Kapitel 11 Vers 28: |
| 28 Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; |
| ich werde sie euch abnehmen. |
| 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen |
| demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. |
| Was sind die Lasten die wir abgeben können? |
| Es fängt bei A wie Angst an, geht über K wie Krankheit über S wie Schuld und |
| Sünde und Stress und hört bei Z noch lange nicht auf. |
| Daher fordere ich uns im Namen Jesu Christi auf: |
| 28 Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; |
| ich werde sie euch abnehmen. |
| 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen |
| demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. |
| Amen. |
Archiv der Kategorie: Bunte Mischung
Animationen auf der Medienfassade
Die Medienfassade – Architektur verschmilzt mit Technik zu Kunst
Das nenne ich guten Geschmack:
Als ich als Bayer 04 Fan vor wenigen Tagen in den Chempark nach Leverkusen fuhr, um dort in den japanischen Garten und in das Baykomm-Zentrum zu gehen, sah ich ein Hochhaus, von dem ich glaubte, es sei ein schlichtes effizientes Parkhaus.
Das dachte ich bis vor wenigen Momenten, als ich einen Bericht in der RP-Online über die Medienfassade des Bayer Hochhauses las.
Daraufhin musste ich einfach nachschauen, ob es auf Youtube eine ausgiebigere visuelle Demonstration der Medienfassade gibt – und ich wurde hier fündig:
Klicken Sie auf das nachfolgende Bild, um direkt zur Animation der Bayer Medienfassade zu gelangen:

Hier finden Sie zum BayKomm-Zentrum:
Ihr Rezept bitte !
Hallo liebe Blogleser/innen,
haben Sie ein gutes Rezept? Dann bloggen Sie es doch gerne in meinen Blog „Welt des Geschmacks“.
Ich freue mich darauf. Vielen Dank.
Hier mein Rezept für gute Tomatensoße

Zuerst werden die drei Tomaten „passiert“. Danach werden die Zutaten in die Pfanne gegeben und unter gelegentlichem Umrühren erhitzt.
2 EL Öl
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
3 Tomaten (40 Sekunden in heißes Wasser legen und dann die Haut entfernen)
Tomatenmark
Pfeffer, Salz
Basilikum
Hilfe – wir ertrinken !
Hilfe – wir ertrinken !
Das könnte ein Hilferuf aus Pakistan sein. In diesem Land sind ca. 20 Millionen Menschen vor der durch wochenlangen Monsunregen ausgelösten Flut auf der Flucht und wir bekommen die Bilder des Elends ins Wohnzimmer geliefert.
Haben wir den Hilferuf und den Ruf der Verzweiflung gehört?
Wenn ja, dann geb Dir einen Ruck und helfe, die Not ein klein wenig zu lindern, z.B. indem du spendest – oder aber auch für die Helfer betest.
Spenden für Notleidende können z.B. an das christliche Hilfswerk Humedica überwiesen werden:
Entweder loggen Sie sich auf der Internetseite ein – oder Sie spenden pro Anruf 2,43 € netto unter der Nummer 0900 111 00 77
Klicken Sie auf das nachfolgende Telefon-Bild, um direkt zur Pakistan-Seite von humedica zu gelangen.

Reform der Sozialversicherung – Teil 2: Rentensystem zukunftsfähig machen
Die Politik in Berlin fährt starre Formen für das Renteneintrittsalter auf: sie legt eine starre Altersgrenze für alle fest, unabhängig von der Zahl der individuellen Beitragsjahre und der Zahl der individuell geborenen und großgezogenen Kinder. Dieses starre System führt zu groben Ungerechtigkeiten: so müssen Berufsspäteinsteiger wie Akademiker bei diesem System viel weniger Beitragsjahre leisten, um in den Genuss der Rente zu kommen, als Nichtakademiker. Ebenso müssen kinderreiche Eltern genauso lange arbeiten und einzahlen, wie Kinderlose.
Das führt dazu, dass sowohl kinderreiche wie nichtakademische Arbeitnehmer durch das starre System benachteiligt werden.
Warum kann es in Deutschland nicht einmal möglich sein, ein flexibles System einzuführen, indem man z.B. eine Mindestbeitragsdauer, z.B. 45 Jahre, für alle Arbeitnehmer einführt und indem man für kinderreiche Arbeitnehmer einen Bonus in das System einbaut, z.B. indem pro Kind die Rente um 2 Prozent gegenüber Kinderlosen angehoben wird.
Das würde langfristig zu einem Umdenken in der deutschen Bevölkerung führen – weg von der Kinderarmut hin zum Mut für mehr Kinder. Dies täte sowohl der langfristigen demographischen Entwicklung als auch den kinderreichen Arbeitnehmern gut: denn sie haben schliesslich ca. 25 bis 30 Jahre persönlich aufgrund der nicht nur finanziell aufwändigen Kinderbetreuung auf einen guten luxuriösen Lebenswandel verzichtet: während Ein-Kind-Familien als Doppelverdiener zwei bis dreimal im Jahr in den Urlaub gefahren sind, haben Familien mit drei Kindern z.B. auf teuren Urlaub verzichten müssen – und diesen bei Verwandten oder auf Balkonien verbracht. Nutznießer dieses Verzichts sind die Kinderarmen: sie führen als Arbeitnehmer ein Leben in größeren Wohlstand und profitieren auch noch im Rentensystem von den Beiträgen anderer Leute Kinder.
Um in Deutschland eine größere Rentengerechtigkeit und einen Anreiz für Kinderreichtum zu setzen, sollte der Staat einen Kinderbonus in das Rentensystem einbauen. Zugleich sollte eine Mindesteinzahlungsdauer für das Rentensystem festgelegt werden und statt des starren Renteneinstiegsalters eine Mindestbeitragszeit von z.B. 45 Jahren. Für Kindererziehung sollte zudem pro Kind ein Erlass von 7 Jahren für Vollzeitmütter gewährt werden – für Mütter, die ihre Kinder in eine staatliche Ganztagsbetreuung gegeben haben, sollte pro Kind maximal 2 Jahre Zeitrabatt gewährt werden.
Autoren: 99 Thesen
_____________________
Weitere Infos zum Thema
Umbau der Sozialversicherung dringend nötig. Teil 1: Krankenversicherung
Ein Umbau der Sozialversicherung ist aus demographischen Gründen zwingend erforderlich. Teil 1: Krankenversicherung.
Wir sprechen uns für einen Umbau des bisherigen Krankenversicherungssystems aus, mit dem Ziel, eine breitere Bemessungsgrundlage und damit solidarische Beteiligung zu erreichen.
Wir sprechen uns dafür aus, dass alle arbeitenden Menschen in die Gesetzlichen Kassen einzahlen, also neben den bisherigen Sozialversicherungspflichtigen auch selbstständige Unternehmer, Freiberufler und Beamte.
Daher fordern wir die Ablösung der Sozialversicherungspflicht durch eine Sozialversicherungssteuer:
Die Sozialversicherungssteuer wird auf alle Einkommensarten (Unternehmensgewinne, Lohn,Miet- und Finanzeinkünfte aller Art) erhoben, um somit den Solidarbeitrag äquivalent zur Leistungsfähigkeit herzustellen.
Die bisherige paritätische Aufteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer entfällt und senkt so die Lohnnebenkosten.
Berechnungsgrundlage der Sozialversicherungssteuer sind die erzielten Bruttoeinkünfte; die Steuer wird vor Abzug von Abschreibungstatbeständen berechnet.
Die kostenlose Mitversicherung von Kindern und Vollzeitfamilienmangern ist dadurch automatisch garantiert. Schliesslich sind die Kinder die Beitragszahler von übermorgen, die dann auch für die kinderlosen Paare den Generationenvertrag erfüllen und in die Kassen einzahlen werden.
Der Autor ist Mitglied der Initiative PRO: C.S.U. – PRO Christlich. Soziales.Umwelt. der Politiksimulation http://www.dol2day.com
_____________________
Weitere Infos zum Thema im Interview mit Prof. Dr. Hermann Adrian bei Family TV
Weitere Infos und Grafiken erhalten Sie beim Mediendienst der AOK durch einen Klick auf das nachfolgende Bild:
CDU – Die Mitte liegt nicht am linken Spielfeldrand
CDU: Die Mitte liegt nicht am linken Spielfeldrand
Der Autor des Rheinischen Merkurs fordert CDU und Grüne zu einer Zusammenarbeit in den Parlamenten auf.
Quelle:
http://www.merkur.de/2010_30_leiter_schwarzgruen.43690.0.html?&no_cache=1#

Dazu mein Kommentar:
Lange Zeit dachte und fühlte ich in vielem so, wie der Autor dieses Artikels. Doch seit der Wahl in Nordrhein-Westfalen sehe ich es vollkommen anders: hier hatten CDU und Grüne die Chance zusammen mit der FDP eine gute und stabile Regierung zu bilden. Doch es geschah nichts: weder gingen die Grünen auf die CDU noch die CDU auf die Grünen zu. Und nun scheitert auch das Schwarz-Grüne Modell in Hamburg.
Um es vorweg zunehmen: dass die CDU in Sachen Umweltpolitik angegrünt ist, ist von Vorteil.
Dass die CDU sich jedoch in Sachen Gesellschafts- und Migrationspolitik und auch in der Familienpolitik derart weit nach links entwickelt hat, könnte der CDU ihre treuesten Stammwähler vergrätzen.
Bis jetzt profitiert die CDU noch davon, dass ihre treuen konservativen Stammwähler immer noch aus strategischen Gründen – um z.B. Rot-Grün zu verhindern – ihr Kreuz bei der CDU gemacht haben – wenn auch mit Bauchschmerzen.
Und sie hat das Glück, dass es in Deutschland bis heute noch keine bundesweite rechte demokratische Partei geschafft hat, ihr Konkurrenz zu machen.
Aber das könnte sich bald ändern.
Der CDU droht in wenigen Jahren oder gar Monaten – jedenfalls noch unter der Führung von Frau Merkel – der Verlust ihrer Funktion als Volkspartei. Woran liegt das?
Durch die systematische Verschiebung der CDU an den linken Spielfeldrand vergrätzt die CDU ihre langjährigen und treuesten Mitglieder und Wähler: für die CDU spielen stabile Ehen, Vollzeitmütter und kinderreiche Familien de facto keine Rolle mehr in der alltäglichen Politik: die CDU hat sogar im Gegenteil den Begriff der Familie ausgeweitet auf die Formel „da wo Kinder sind“. Mit dieser Formel gibt die CDU einen ihrer Markenkerne preis.
Die sogenannte Familienpolitik erschöpft sich im Ausbau von Ganztagsschulen und Krippen – und folgt damit dem sozialistischen Vorbild der DDR. Der Vorschlag von Frau von der Leyen, Familienväter mittels staatlichen Anreizen dazu zu bringen, ihre Vätermonate zu nehmen: Alles dies offenbar uns, dass die CDU mit Frau Merkel an der Spitze dem sozialistischen Gesellschaftssystem auf der Spur ist.
Zudem haben solche Experimente wie das des schwarz-grünen in Hamburg unter den Mitgliedern der CDU eine langfristige Orientierungslosigkeit ausgelöst: wofür steht die CDU denn eigentlich?
Setzt sie sich überhaupt noch für den Erhalt traditioneller Familien und Rollenbilder ein? Die Politik von Frau von der Leyen als Familienministerin sprach da eine völlig andere Sprache.
Setzt die CDU sich noch für die Begrenzung von Zuwanderung aus Nicht-EU-Mitgliedschaftsländern ein?
Hat die CDU überhaupt noch das Ziel, Einwanderung in die Sozialsysteme zu verringern und den Brain-Drain von Deutschen ins Ausland zu stoppen?
Hat die CDU noch den Willen, die Souveränität der Nationalstaaten gegenüber der Bürokratenzentrale in Brüssel zu verteidigen? Im Grunde hat ja auch hier die Regierung unter Angela Merkel in der Großen Koalition mit ihrer beabsichtigten voreiligen Zustimmung zum EU-Verfassungsvertrag gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verstossen.
Erst durch die Anrufung des Bundesverfassungsgerichts durch Konservative wie Gauweiler wurden die Rechte des Parlamentes an der Mitbestimmung gestärkt.
Und hat die CDU überhaupt die Absicht, den Willen des Volkes zu erforschen und ihm zu entsprechen, was solche Entscheidungen wie EU-Verfassungsvertrag oder Euro-Rettungsfonds anbelangt?
Eine Partei, die in wesentlichen Fragen am Volksempfinden und – willen vorbeiregiert, wird über lang oder kurz ihren Einfluss und ihre Macht abzugeben haben.
Hinzu kommt die Benennung von weiteren liberalen und laizistisch-islamischen Politikern, die ein Verbot von Kruzifixen in Schulen fordern oder eine Mediencharta planten, die gegen die Meinungsfreiheit verstösst.
Hinzu kommt, dass die CDU über keinen einzigen konservativen Politiker mehr an exponierter Stelle verfügt. Im Gegenteil: Konservative wie z.B. auch Gauweiler (CSU) findet man in der CDU gar nicht mehr in herausgehobenen Stellungen.
Als ein Bumerang erweist sich hier auch die christlich-liberale Regierung in Berlin: denn der eigentlich Konservative will nicht nur die Natur, sondern auch den sozialen Ausgleich bewahren. Doch die Regierung in Berlin konnte bisher mit einer derart klientelorientierten FDP aus Sicht eines sozialkonservativen christlichen Gewerkschafters nur vor die Wand fahren: wer ständig vom Mißbrauch der Sozialtransfers durch die Armen spricht und – schlimmer noch – populistisch gegen die Benachteiligten herzieht wie dies FDP-Chef Westerwelle getan hat, zugleich aber die Steuern für Unternehmen und Hotelketten senken will und auch senkt, der untergräbt den sozialen Ausgleich der Gesellschaft und muss sich hinterher nicht wundern, wenn ihm die Arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit bedrohten Wähler bei Wahlen davonlaufen – so wie es in NRW geschah.
All dies, in Kombination mit dem langsam aber stetig prozentual abnehmenden Anteil der Deutschen an der Bevölkerung in der Bundesrepublik führt zu einer langfristig anhaltenden Schwächung einer Volkspartei, deren Wähler eigentlich der Konservative war.
Und was tut die Partei für eine Erhöhung der Geburtenrate der deutschen Bevölkerung?
Doch eine Partei, die seit Jahrzehnten eine Politik der Benachteiligung des Konservativen betreibt, die sich seit Jahrzehnten dem linken Zeitgeist ergibt, anstatt den Zeitgeist selbst zu prägen und zu gestalten, beraubt sich ihrer eigenen Erfolgsgrundlagen und damit ihrer Daseinsberechtigung.
Wenn die CDU es bis zum Jahre 2012 nicht schafft, sich zu einer modernen und dennoch zugleich sozial-konservativ-patriotisch-ökologischen Partei zu entwickeln, die auch konservative Köpfe an herausragende Positionen stellt, dann wird sie bei den nächsten Wahlen über die 31 oder 32 Prozent nicht mehr hinauskommen.
Alternativen Aufzeigen: Die Souveränen Staaten von Europa
Europas Zukunft – Alternativen Aufzeigen : die Souveränen Staaten von Europa
Die derzeitige aktuelle deutsche Innenpolitik ist von einem fast kritikfreien Pro-EU-Mainstream erfasst. Zwischen den etablierten Parteien im Bundestag gibt es keine, die ernsthafte Gegenpositionen vertreten würde.
Daher darf man sich über das starke Desinteresse des Volkes an der Zukunft der EU nicht verwundern. Zudem gerade dort, wo das Volk sich mit Interesse – wenn auch gegen die Vorstellungen der
Berufspolitiker – an der Gestaltung Europas versucht einzubringen , diese Versuche des Volkes vom Berufspolitikertum und von der Brüsseler Bürokratie mit zum Teil übermäßiger Arroganz und
Selbstherrlichkeit ignoriert wird.
Nehmen wir das „Nein“ der Iren zum Verfassungsvertrag als Beispiel: hier spricht man einerseits zwar davon, dass man das Votum des irischen Volkes respektieren müsse, andererseits aber plant
man hinter verschlossenen Türen, durch eine erneute Abstimmung in Irland ein „Ja“ zu erhalten.
So entpuppt sich der vermeintliche Respekt gegenüber dem „Nein“ des irischen Volkes als klare rhetorische Mogelpackung.
Wer aber den Volkssouverän auf diese Weise mißachtet – und das schon bei der Grundsteinlegung einer EU-Verfassung – der darf sich nicht wundern, wenn das Volk den Abgeordneten nicht mehr über den Weg traut.
Der Verfassungsvertrag von Lissabon ist – zugegeben – ein sehr komplexes und schwieriges Machwerk.
Er erhebt das EU-Recht generell über das nationale Recht. Er entmachtet die Nationalparlamente, denen er lediglich die Möglichkeit einräumt, Bedenken gegen die Gesetzesentwürfe der EU-Kommission einzuräumen. Er entmachtet die nationale Justiz, da EUGerichte das letzte Wort haben werden – statt der nationalen Verfassungsgerichte.
Letztlich entmachtet die EU die Nationalstaaten und gliedert sie – als Bundesstaaten – dem neuen Superstaat „Europäische Union“ unter.
Nach dem neuen Verfassungsvertrag – wenn er denn rechtskräftig werden sollte – bleibt den Nationalparlamenten mindestens 8 Wochen Zeit, um Stellung gegen einen Gesetzesentwurf der EU zu beziehen.
Die EU-Kommission kann die Stellungnahmen aber unberücksichtigt lassen und den Gesetzesentwurf unverändert – und unbeachtet der nationalstaatlichen Stellungnahmen – dem EUParlament und dem Ministerrat zur Abstimmung vorlegen.
Eine Entdemokratisierung liegt hier bereits in der Struktur der zukünftigen Verfassungsorgane der EU vor:
die nationalen Regierungen (Exekutive) benennen die EU-Kommisssare (Exekutive). Diese werden vom EU-Parlament (Legislative) anschließend bestätigt.
Die EU-Kommission (Exekutive) erarbeitet neue Gesetzesentwürfe, legt sie dem Ministerrat (Exekutive) und dem EU-Parlament (Legislative) vor.
Die nationalen Parlamente haben vor Erlangung der Rechtskräftigkeit lediglich eine Anhörungsoption (Minimum 8 Wochen). Nach Verstreichen dieser Anhörungsoption kann der Gesetzesentwurf nach Ablauf von 10 Tagen dem EU-Parlament zur Abstimmung gegeben werden.
Demnach ist für Diskussionen auf nationaler Ebene prinzipiell kaum noch Zeit.
Hinzu kommt erschwerend, dass dem Bürger , z.B. mittels Bürgeranhörungen oder Bürgerbewegungen, kaum noch Reaktionszeit verbleibt: bis die Informationen den Bürger oder dem Mitglied an der Parteibasis erreicht haben, bis er Zeit zum Reflektieren und Reagieren gefunden hat,sind die Gesetze in der EU-Bürokratie bereits beschlossene Sache.
Alles in allem entmündigt der Verfassungsvertrag der EU von Lissabon somit nicht nur die nationalen Parlamente, sondern auch den nationalen Souverän – das Volk.
Zudem berücksichtigt das einheitliche Regelwerk nicht die national unterschiedlich kulturell und religiös bedingten Unterschiede.
Beispielsweise ist im Mutterland der protestantischen Reformation die kulturelle und religiöse Freiheit gegenüber religiösen Minderheiten wie freien Protestanten weitaus größer, als sie im katholisch geprägten Frankreich oder Polen wären.
Eine einheitliche laizistische Rechtssprechung würde die kulturelle Glaubensfreiheit auch in Deutschland vermutlich wieder einschränken.
So läßt es jedenfalls die Praxis in Belgien vermuten: hier wurden US-Amerikaner des Landes verwiesen– mit dem Vorwurf sie betrieben „Mission“.
Laut dem protestantischen Verständnis von Meinungs- und Glaubens- sowie Bekenntnisfreiheit gehört Mission – also die Weitergabe und das Werben für das eigene Glaubensverständnis – schon zum Menschenrecht.
Desweiteren fehlt im dem Verfassungsvertrag der Gottesbezug und der explizite Hinweis auf die geistes-, kultur- und religionsgeschichtliche Bedeutung des Christentums, ohne dessen 10 Gebote und ohne dessen Menschenbild und das Leitbild der Nächstenliebe, die Rechtssprechung des Abendlandes eine ganz andere Entwicklung genommen hätte.
Das Bundesverfasssungsgericht hat der Klage vom CSUAbgeordneten
Peter Gauweiler – maßgeblich erarbeitet vom Ordinarius für öffentliches Recht Prof. Dr. Schachtschneider und unterstützt unter anderem durch einen direkten Nachfahren des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffers – in seinem Urteil vom 30. Juni 2009 in weiten Teilen entsprochen..
Parteien und Bürger sollten sich dazu herausfordern lassen, alternative Vorstellungen von einem geeinten Europa zu entwickeln:
Vorstellungen, die nicht einer Zentralisierung der Macht in Brüssel und Straßburg das Wort reden, sondern die dem Subsidiaritätsprinzip Rechnung tragen.
Das Subsidiaritätsprinzip besagt, dass die Ressourcen, das Wissen und die Entscheidungskompetenzen grundsätzlich auf der möglichst untersten Ebene angesiedelt werden. Und zwar nicht aus unerfindlichen Gründen, sondern weil die Erfahrung lehrt, dass zentralistisch geführte Organisationen und Regime in höchst uneffizientem Maß und in höchst unpersönlicher Weise mit Material und Mensch haushalten.
Daher müssen Parteien und Bürger sich ernsthaft und tiefgründig die Frage stellen: wollen wir ein zentralistisch organisiertes Europa – mit langen und komplexen Kommunikationswegen, mit einem Heer an Beamten, die zwar vom Steuerzahler bezahlt – aber zumeist von Lobbyisten gelenkt werden?
Die langen Kommunikationswege sind einem zentralistisch organisierte System immanent. Eine Möglichkeit diese langen Wege abzukürzen, besteht lediglich darin, die untersten Ebenen, sprich den Bürger und das Basismitglied der Parteien, von der Kommunikation – aber erst Recht von der Entscheidungsbeteiligung abzuschneiden.
Eine alternative europäische Einigung besteht in der Vorstellung der „Souveränen Staaten von Europa“:
Das Leitbild der weitestgehenden Freiheit der Nationen, einschließlich ihrer Kulturen, ihrem Gesellschaftsverständnis, ihrer historisch gewachsenen Rechtssprechung, sowie das Subsidiaritätsprinzip für die Organisation bilden den Kern dieses Gedankens der „Souveränen Staaten von Europa“.
Die Schaffung der Souveränen Staaten von Europa, würde nur die Aufgaben auf die nächsthöhere Ebene verlagern, die von der darunterliegenden Ebene nicht erfüllt werden könnten:
dazu gehörte die Wirtschaftsgesetzgebung für einen einheitlichen Binnenmarkt, die Währunspolitik der EU-Zentralbank sowie die Abstimmung der EU-Agarpolitik.
Alles andere könnte auf der unteren Ebene verbleiben:so gäbe es einen Vorrang der nationalen Verfassungen, die Souveränität der Nationalparlamente und der nationalen Justiz würde beibehalten.
Dabei könnten alle bisherigen Errungenschaften der europäischen Einigung bestehen bleiben:
Die Reisefreiheit, der freie Warenverkehr – geregelt durch das Schengener Abkommen – alles dies kann bestehen bleiben, ohne der Zentrale in Brüssel bzw. Straßburg neue Kompetenzen zuzugestehen.
Auch auf dem Feld der Verteidigungspolitik ist keine zusätzliche Kompetenzausweitung in Europa notwendig:
Die Zusammenarbeit der Europäer auf dem Feld der Verteidigung ist außerordentlich effektiv und bestens in der Nato organisiert – eine darüberhinausgehende Kooperation, zentralisiert in Brüssel oder Straßburg, wäre weder nötig und schon gar nicht effizient.
Dies wird auch durch die Rückkehr Frankreichs in die Strukturen der Nato geradezu bestätigt.
Ziel der Europäischen Entwicklung könnte so sein, die Zusammen- arbeit der souveränen Staaten Europas in einer Allianz zu bündeln, deren Leitbild die Freiheit der Nationen und deren Leitprinzip
das Subsidiaritätsprinzip ist.
Hierzu reicht die Bildung einer supranationalen Verteidigungs-organisation – der Nato – sowie die Einrichtung eines Kooperationsrates der Souveränen Staaten von Europa (z.B. im Ministerrat) – in welchem mehrheitlich entschieden wird – vollkommen aus.
Den nationalen Parlamenten bliebe ihr Hoheitsrecht unbeschnitten, die nationalen historischen Errungenschaften, wie in der Sozial- und Gesellschaftspolitik, sowie in der Kulturpolitik blieben erhalten.
Die Souveränen Staaten von Europa: ist dies Modell eine gangbare Alternative zu einem Europa, das größtmögliche Freiheit, minimale Zentralisierung mit größtmöglicher Effizienz unter Beibehaltung der nationalen Identität garantiert?
Wir werden es nur herausfinden, wenn wir uns darauf einlassen.
Hier geht es zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum EU-Verfassungsvertrag (genannt Lissabonvertrag):
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/es20090630_2bve000208.html
Einschulung
Trau Dich, hab Mut. Etwas Neues zu Lernen tut gut !
Am 13.08. war es endlich soweit ! Finn* wurdet eingeschult. Darauf hatte Finn sich schon lange gefreut. Den Schultornister und die dazugehörige Ausrüstung hatte er nun ja schon seit März…. Am Abend zuvor war er ganz aufgeregt und konnte es nicht abwarten. Er konnte nicht einschlafen und nutzte die Zeit, um schon mal schreiben zu lernen.
Am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden und so ging es dann um kurz nach 08:00 Uhr schon los zur Grundschule. Hier wurden die Erstklässler in der Turnhalle der Muttergrundschule durch musikalische und schauspielerische Vorstellungen der anderen Grundschüler begrüßt.
Das Motto der Begrüßung war die „Drachenschule“. Der Drache hatte Fliegen und Feuerspucken verlernt und wurde von den anderen Tieren in die Drachenschule nach Shanghai eingeladen, um dort das Feuerspucken und Fliegen zu lernen.
Die anderen Tiere machten ihm Mut: „Trau Dich. Hab Mut. Etwas Neues zu Lernen tut gut !“
So oder ähnlich ist es euch wahrscheinlich auch ergangen. Und auch für Dich gilt:
„Trau Dich. Hab Mut. Etwas Neues zu Lernen tut gut!“
*(Name wurde erfunden;Ähnlichkeiten mit reellen Personen sind rein zufällig)
Hallo, Welt !
Hallo Welt der Wissbegierigen !
Dieser Blog richtet sich an alle Menschen, die sich dem Wertekodex des christlich-jüdischen Abendlandes verbunden fühlen.
Auf diesem Blog werden nach und nach Artikel über die „Welt des Christentums“ und die „Welt der Poltik“ entstehen.
Dabei werden aktuelle Themen aufgegriffen und es wird versucht, deren Hintergründe zu beleuchten. Die Artikel dienen somit der Hintergrundanalyse und wollen Wege für eine freie und mutige Welt der Zukunft aufzeigen.
Eine freie Welt – verbunden und basierend auf den Werten des Abendlandes.
Diese Welt braucht Menschen wie Sie und mich – Menschen, die ihren Standpunkt mutig und nachhaltig vertreten.
Es grüßt Sie, Ihr
99 Thesen

