Pegida – bloß nicht provozieren lassen

 

von Thomas Böhm*

Es ruft natürlich Entsetzen davor, wenn in Deutschland – 70 Jahre nach Kriegsende – Bürgern, die den politischen Widerstand wagen, wieder in etwas unchristlicher Manier „das Licht ausgeknipst“ wird und sie als „Ratten“ bezeichnet werden. Aber nüchtern betrachtet gehören solche Maßnahmen zur Strategie der Provokation, wenn Ignoranz nicht mehr wirkt. Man will, ja man muss bei PEGIDA die Schlinge enger ziehen, um die Kontrolle nicht zu verlieren und die Bewegung nicht größer werden zu lassen. Weiterlesen

Pegida – von Byzanz über Rom bis Brüssel

von Freddy Kühne

Linksextremisten, Sozialisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter demonstrieren in Berlin gegen Bärgida. Und der Justizminister ist auf dem linksextremistischen Auge blind. „Wo sind denn hier Linksextremisten. .. Ich kann doch nicht jeden kennen, der hier mitläuft.“
Aha. So ist das also. Aber die Bürger, die bei Pegida mitmachen, scheint er schon aus der Ferndiagnose als Schande bezeichnen zu können.
Dass Pegida sich gegen den religiösen Stellvertreterkrieg auf europäischem Boden wendet, wird gar nicht mal mehr erwähnt: Waren es doch vor einigen Wochen in Berlin Sympathisanten der Hamas – zumeist sicherlich muslimische Bürger – die dort skandierten „Hamas.Hamas. Juden ins Gas„.

Labarum von Constatin dem Großen von Byzanz via Wikimedia Commons

 

Nun ist es offensichtlich: die Bundesrepublik steuert auf Weimarer Verhältnisse zu. Und zwar vor allen Dingen deswegen, weil es einen ideologischen Links-Block gibt, der bestimmen will, was erlaubt ist, was zulässige freie Meinung ist, wer für was demonstrieren darf und wer nicht.

Und Angela Merkel hat, als gelernter FDJ´lerin, nichts Besseres zu tun, als sich mit diesem Linksblock gemeinsam gegen die konservativen Bürger zusammenzutun und diesen – wahrheitswidrig – Hass vorzuwerfen.

Den Pegida-Leuten geht es nämlich nicht um Hass, sondern darum, dass sie ihre eigene Kultur bedroht sehen und sie möchten verhindern , dass ihre Enkel und Urenkel eines Tages in einem europäischen Sultanat oder Kalifat als Bürger zweiter Klasse zu leben haben. Wer sich dieses Pegida-Papier durchliest, wird keine hasserfüllte Zeile finden. Weiterlesen

Offener Brief von Ralph Giordano an den Bundespräsidenten

Offener Brief von Ralph Giordano an den Bundespräsidenten

Wikimedia / Von MMH – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,

Ehrenwerte Bürger in Dresden versammeln sich seit Wochen zu Montagsdemonstrationen, in denen sie vor einer Gefahr durch die schleichende Islamisierung Europas warnen. Unter dem Banner „PEGIDA“ (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes; Pegida-Positionspapier) bringen Sie ihre Ängste und Befürchtungen vor einer kulturellen Unterwanderung Europas friedlich durch Protestspaziergänge zum Ausdruck.

Die Menschen fürchten einen frauen- und menschenfeindlichen, archaischen, demokratieinkompatiblen und die Freiheit der Meinung Andersdenkender und -gläubiger und des Individuums beeinträchtigenden radikalen Islam.

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Nein zu einem SED-Regierungschef in Thüringen

von Conservo

Rot-Rot mit giftgrünen Tintenflecken – Ist das Deutschlands Zukunft?

Bodo Ramelow

Die Entscheidung des Landesverbandes der SPD, Regierungsgespräche mit der SED-Nachfolgeorganisation „Die Linke“ aufzunehmen, ist eine Verhöhnung aller Bürger, die oft unter Einsatz ihrer Existenz den „Arbeiter- und Bauernstaat“ vor 25 Jahren zum Teufel geschickt hatten. Nun soll ausgerechnet diese Partei den Regierungschef in Thüringen stellen – kurz vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls. Weiterlesen

Einigkeit und Recht und …. FREIHEIT !

Einigkeit und Recht und …. FREIHEIT !

565035_web_R_by_Jörg Sabel_pixelio.devon Freddy Kühne

Berlin. Bonn.Budapest. Prag.

„Freiheit. Stasi raus. Wir sind das Volk“ das waren die Schlachtrufe im Jahr 1989 der Bürger- und Freiheitsbewegung der ehemaligen DDR. Der Film „Zug in die Freiheit“ zeigt in sehr bewegender Weise dokumentarisch Ausschnitte und persönliche Schicksale der deutschen Zeitgeschichte. Als Transatlantiker der AfD möchten wir Ihnen diese Dokumentation ans Herz legen. Diese wahre Geschichte soll allen Menschen auch heute Mut machen unerschütterlich für die Freiheit einzutreten, sei es in der Ukraine oder in Hongkong oder in Erbil und Mossul.

Zug in die Freiheit – Dokumentation 1989 (Arte)

Die Westbindung Deutschlands + Hintergründe und Ziele

Die Westbindung Deutschlands – Hintergründe und Ziele


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Diese Vektorgrafik wurde mit Inkscape erstellt.. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

 

von Freddy Kühne

 

Wir AfD – Transatlantiker und Freunde Israels wollen die Westbindung Deutschlands in der Nato – mit einem Deutschland, dass sich auf Augenhöhe mit den USA bewegt. Sprich: Deutschland muss mehr in seine Verteidigung investieren, um dann mit den USA auf Augenhöhe verhandeln zu können.

Wir sind aus historischen Gründen für die Fortsetzung der Westbindung, da ein neutrales Deutschland in der Vergangenheit innerhalb Europas immer in Kriege verwickelt war. Und obwohl die Amerikaner in den letzten beiden Weltkriegen mit den Allierten gegen Deutschland kämpften, haben sich die USA nach dem Ende der beiden Kriege stets für eine rücksichts- und würdevolle Behandlung Deutschlands eingesetzt: so haben die USA zwar den Versailler-Vertrag nach dem 1. Weltkrieg unterzeichnet aber ihn bis heute weder ratifiziert (Quelle: unterster Textblock im Abschnitt „Krieg und Frieden“ auf der Seite Geschichte der US Botschaft) – , noch haben die Amerikaner Deutschland nach dem Ende der Weltkriege deindustrialisiert – wie das in großen Teilen durch die Franzosen und Briten nach dem ersten Weltkrieg – und nach dem zweiten Weltkrieg in Teilen durch die Sowjets durch den Abbau und Abtransport von Maschinen und Ingenieuren  und deren Familien durchgeführt worden war. Weiterlesen

Die Grosse Koalition der falschen Kompromisse

Berlin.

Die Verhandlungen  zur Bildung einer Großen Koalition zwischen CDU/CSU und SPD laufen seit einigen Wochen. In den ersten Tagen und Wochen mochte man noch den Eindruck haben, dass hier Verhandlungen zielstrebig im Sinne der Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Gange sind.

Doch Ernüchterung macht sich breit. Da gab es Sitzungen, die wurden einseitig von der SPD aus Protest verlassen. Da gibt es verbale Muskelspiele einer auf Liliputaner-Größe geschrumpften SPD, wo es heißt, die „CDU müsse liefern“.Der strategische Fehler einer großen Koalition liegt in ihr selbst: es sollen zwei Konkurrenten mit unterschiedlichen Wirtschafts- und Sozialtheorien zusammenarbeiten. Es soll zusammengefügt werden, was gar nicht zusammenpasst.

Die staatsgläubige SPD fordert die Einführung von staatlich gelenkten Mindestlöhnen – was auf die Vernichtung von Jobs in Ostdeutschland und auch bei der Leiharbeit in Westdeutschland, beispielsweise bei Autokonzernen, hinauslaufen dürfte.

Auch die Wirtschaftsweisen warnen vor den teueren Kompromissen der Verhandlungen der GroKo.

Von den Welten die die Gesprächspartner in Fragen der Familienpolitik trennen braucht man gar nicht erst reden: hier finden sich unüberbrückbare Gegensätze zwischen Betreuungsgeld als Anerkennung für die private Betreuungsleistung einerseits und die staatsgläubige Forderung nach einer Ganztagskrippe der Sozialisten in der SPD andererseits.

Die Differenzen in allen anderen Feldern wie Energiepolitik, Autobahnmaut usw. sind offensichtlich.

Die große Koalition der falschen Kompromisse wird teuer für Deutschland, sofern sie nicht schon am SPD-Mitgliederentscheid scheitern sollte. Die große Koalition wird kaum zu Reformen instande sein – dies zeigt das Beispiel der großen Koalitionen in Österreich eindrucksvoll.

Einig dagegen sind sich beide großen staats- und quotengläubigen Parteien darin, eine Frauenquote in Aufsichtsräten einzuführen. Doch wer hier eine Quote für Frauen einführt, der wird dort bald eine für Migranten einführen. Anstatt Arbeit, Posten und Funktionen ausschließlich nach Qualifikation zu besetzen, regiert der Quoten-Proporz.

Es ist ein Trauerspiel, dass ordoliberale Kräfte im Bundestag nicht mehr machtrelevant sind. Der Wirtschaftsflügel der Union allein ist dafür zu schwach – steht er doch einem Heer aus staatsgläubigen Abgeordneten von dem linken Flügel der Union, über SPD, Grüne und die Linkspartei gegenüber.

Es wird Zeit, dass bei den nächsten Wahlen eine stringente eurokritische  ordo-liberale Kraft wie die Alternative für Deutschland in die Parlamente einzieht, die die Vergesellschaftung der Bankenschulden via sogenannten Eurorettungspaketen zurecht brandmarkt; die sich für Wettbewerb statt für Brüsseler Quoten-und-Regelungswut ausspricht; die sich für die Verantwortung von Kapital und Eigentum ausspricht, statt Schulden zu sozialisieren und Gewinne zu privatisieren; die sich für eine Rückverlagerung der Kompetenzen auf Nationalstaaten ausspricht, anstatt immer mehr Macht in den Händen weniger Bürokraten und Kommissare zu legen, die vom Volk nie gewählt worden sind; die sich für mehr Volksentscheidungen auch auf Bundesebene ausspricht; die sich für eine Reform der Energie-Einspeisegesetze einsetzt, damit die Endverbraucher nicht weiter belastet werden.

Europa: mit der Haftungsunion droht die Abwärtsspirale

Mit AfD im Bundestag gäbe es keine strukturelle Mehrheit für Rot-Rot-Grün – aber auch keine für Schwarz-Grün oder Schwarz-Rot. Allein deshalb schon wird die AfD von allen etablierten Parteien bitter bekämpft.

Wofür steht die AfD in der Europa- und Währungspolitik?

Die Absicht der AfD ist es, in erster Linie eine Verschuldungs-Gemeinschaftspolitik auf europäischer Ebene zu verhindern – so wie die CDU dies 1998 noch im Wahlkampf versprochen hat. Daher ist die AfD nicht Ursache, sondern Folge einer Politik der gebrochenen Verträge und Wahlversprechen, die dem deutschen Bürger und Steuerzahler immer versprochen hat, dass es keine Haftungsunion und keine Schuldenunion gibt. Tatsache ist aber, dass genau diese Versprechen nun gebrochen werden – und zwar nicht- wie damals bei Einführung der Rettungsschirme versprochen – zeitlich begrenzt – sondern zeitlich und im Umfang unbegrenzt. Diese Politik widerspricht den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, da Verträge gebrochen wurden (Maastricht).

Diese Politik widerspricht den Prinzipien der Einheit von Risiko und Haftung – da der Steuerzahler für das Risiko des Großkapitals haftet. Diese Politik entspricht damit der Sozialisierung der Schulden privater Kapitalanleger und damit werden die Schulden sozialisiert: sprich – wir bekommen eine Art Schulden-Sozialismus. Dabei hat derjenige, der die Rechnung bezahlt, kaum Einfluss und Durchsetzungsmöglichkeit auf Reformen in den Schuldnerländern. Die Assymetrie von Haftung und Verursacher ist damit auch auf staatlicher Ebene gegeben und stellt damit einen dauerhaften europäischen Länderfinanzausgleich dar. Dies führt langfristig zur zentralistischen Organisation Europas – und damit zum Bundesstaat Europa. Diesen lehnt die AfD aber ab. Die AfD tritt ein für das Subsidiaritätsprinzip, für das Prinzip der Einheit von Risiko und Haftung und lehnt damit staatliche Rettungspakete für private Gläubiger ab. Damit übernimmt die AfD die Grundsatzpositionen der CDU. Die CDU hat diese Grundsatzpositionen aufgegeben für ein Währungsprojekt namens Euro.

Dieses Währungsprojekt schadet aber den Südländern, weil die Eurowährung für die Südländer überbewertet ist und diese daher Exportverluste verzeichnen. Es ist daher national-egoistisch von den etablierten Parteien, am Europrojekt festzuhalten, von dem Deutschland überproportional als Exportwirtschaft profitiert, da der Euro für Deutschland unterbewertet ist. Dies ist die kurzfristige Sicht. Auf langfristige Sicht bedeutet das Festhalten am Euro, dass die Exportschwäche der Südländer durch den überbewerteten Euro anhält, woduch die Südländer auch immer weniger aus Deutschland importieren werden können. Denn das Heer an Arbeitslosen in Südeuropa wird keine deutschen teuren Produkte kaufen. Damit wird das Feshalten am Euro aus kurzfristigen Gründen des Exporterfolgs für die Nordländer mittel- und langfristig den Abstieg Südeuropas festigen – was wiederum Nordeuropa schwächen wird. Wir erhalten damit eine Abwärtsspirale.

Zugleich bedeutet die für Nordeuropa unterbewerte Eurowährung steigende Importpreise für Rohstoffe, Vorprodukte usw. Volkswirtschaftlich führt die Einheitswährung Euro daher zum kurzfristigen Abstieg Südeuropas, zum mittel- und langfristigen Abstieg auch Nordeuropas. Beispiel für dieses Szenario ist die Währungsunion von Nord- und Süditalien – der Süden kommt nicht auf die Beine – und der Norden wird durch den Süden permanent geschwächt. Dieses Szenario gäbe es bei der Einführung von Parallelwährungen oder einer Einführung eines Nord- und Südeuro nicht in dem Umfang. Ein Nordeuro könnte aus D, NL, A, GB, FIN usw. bestehen. Der Euro bliebe Zahlungsmittel in den Südländern. Damit gäbe es weniger Währungen in Europa als derzeit – und weniger wirtschaftliche Verwerfungen.

Genau dies ist das Konzept der AfD. Dieses Konzept ist pro-europäisch, da es die unterschiedlichen Realitäten, Mentalitäten und Gewohnheiten nicht zwanghaft vereinigen will, sondern flexibel und damit wirtschaftlicher macht. Zugleich fordert die AfD einen Schuldenschnitt für Griechenland, und eine vorübergehende Einführung einer Parallelwährung für Griechenland, um die Exportchancen und den Tourismus dort wieder anzukurbeln. Ohne Euro, könnte Griechenland die Währung abwerten und wäre schneller auf den Beinen – ähnlich wie die Türkei dies mit ihrer Währung praktiziert. Mir erschließt sich nicht, wie man dieses Konzept der AfD als „antieuropäisch“ verschreit – denn in Wirklichkeit ist es viel europafreundlicher als die derzeitige Politik.

Die Haftungsunion der etablierten Politik dagegen führt für die Nordeuroländer zu riesigen und unkalkulierbaren Schuldenbergen und somit zugleich zu Bevormundung gegenüber den Schuldnerländern aus Südeuropa, denen dann jeweils aus Nordeuropa über Jahrzehnte versucht wird vorzuschreiben wie zu regieren und zu reformieren ist. Diese Bevormundung ist zutiefst unwürdig, ruft den Widerspruch der stolzen Südeuropäer hervor und führt zu weiterführenden emotionalen Spaltung Europas.

Nach der Wahl ist vor der Wahl :-) – Schikane gegen Bernd Lucke bei Anne Will

4,7 Prozent hat die Alternative für Deutschland erreicht – das ist ein beachtliches und herausragendes Ergebnis für eine Partei, die sich erst vor ca. 6 Monaten gegründet hat und vom Bundesverband bis hin zum Stadtverband alle Ebenen bundesweit gegründet hat und dann auch noch einen guten Wahlkampf organisiert hat.

Daher: Herzlichen Glückwunsch und Herzlichen Dank an alle AfD-Wahlkämpfer und Wähler, die mit ihrem Engagement und ihrer Wahl Mut und Weitsicht bewiesen haben.

Die Rolle der Medien allerdings erscheint in mancher Hinsicht zweifelhaft. Hier konnte der Eindruck entstehen, als schienen manche Medien strategisch tendenziös gegen die AfD berichtzuerstatten.  „Euro-Hasser“ oder der als Vorwurf gemeinte Begriff des „Rechtspopulismus“ sind Beispiele.  Da kann man sich doch fragen, warum dieselben Medien den Vorwurf des „Linkspopulismus“ gegenüber anderen Parteien nicht mal zu kennen scheinen. Im übrigen ist es ja kein Verbrechen die berechtigten Interessen des eigenen Landes zu vertreten, um damit die wirtschaftliche Überforderung durch dauerhafte Rettungspakete in Milliardenhöhe an den Finanzsektor zu stoppen.  Der deutsche Steuerzahler rettet damit das Spielcasino des Großkapitals, wodurch das marktwirtschaftliche Prinzip der Einheit von Risiko und Haftung ausgehebelt wird.

Nun hat die Union zwar einen erdrutschartigen Sieg eingefahren – muss aber zugleich inhaltlich nach links rücken um die widerstrebenden und widerwillig sich in die Sondierunggespräche begebenden Parteien SPD und Grüne irgendwie zu ködern. Das bedeutet: Trotz der hohen Stimmenanteile für die Merkel-Union wird es viel weniger Unionspolitik geben. Die Union ist gezwungen inhaltlich, thematisch und ideologisch in dem etablierten Parteiensystem  immer weiter nach links zu rutschen.

Das ist das strategische Dilemma der Union, auf der ich in diesem Blog auch schon vor längerer Zeit hingewiesen hatte und daraus die These entwickelte, dass sich eine neue Partei mittig-rechts von der Union gründen müsse, um dieses strategische Dilemma für wirtschaftsliberale, wertkonservative und zugleich an sozialer Marktwirtschaft orientierte Personen zu lösen.

Mit Gründung der AfD – Alternative für Deutschland – könnte dieses strategische Dilemma langfristig aufgelöst werden – wobei fairerweise gesagt werden muss, dass die AfD keine konservative Partei ist, sondern dass sie ein Sammelbecken von Wirtschaftsliberalen, Konservativen, Wertkonservativen, Nationalliberalen, Nationalkonservativen  aber auch von Sozialliberalen oder Sozialdemokraten und Bürgerrechtlern ist, die einen gesunden Sinn für nachhaltige Ordnungspolitik in den Bereichen Wirtschaft, Justiz, Familie und Soziales und Energie entwickeln.

Man kann nun gespannt sein, wie die Merkel-Union weitere Markenzeichen der Union über Bord wirft, um des reinen Machterhaltes willen. Am Ende wird es eine Merkel-Union sein, die  über kein Werte-Grundgerüst  sondern nur noch über Pragmatismus verfügt. Am Ende wird es eine völlig orientierungslose Merkel-Union sein – allerdings ganz am Ende dann auch ohne Merkel.

Vor der Wahl beispielsweise hieß es bei der Merkel-Union, es gäbe keine Steuererhöhungen. Doch nun plötzlich werden Steuererhöhungen aus freien Stücken den Sozialdemokraten und Grünen entgegengeworfen um sie in eine Koalition zu locken.

Und – bezeichnenderweise – einen Tag nach der Wahl, fordert die EZB nun von Deutschland eine stärkere Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland an der milliardenschweren Kapitalspritze für wackelnde europäische Banken, die den nächsten Stresstest wohl nur mit großen Blessuren überstehen werden. Ein Schelm wer dabei Böses denkt, dass die EZB mit dieser Forderung an die Adresse der deutschen Regierung exakt einen Tag NACH der Wahl postuliert….

Die zweifelhafte weil parteiische Rolle mancher Berichterstattung wird auch überdeutlich in der Sendung von Anne Will vom 25. September: hier wurde Prof. Bernd Lucke 40 Minuten alleine räumlich bewusst ins Abseits gesetzt. Von Allgemeiner Gleichbehandlung und Diskriminierungsverbot ist ein solches mediales Verhalten meilenwert entfernt. Lesen Sie dazu bitte den Artikel des unabhängigen Journalisten Martin Brosy Bernd Lucke prelliert bei Anne Will“

Endspurt im Wahlkampf

Alle Parteien gaben nochmal Gas. Die Umfragen sind spannend wie nie.

Während die etablierten Parteien die Probleme am liebsten aus dem Wahlkampf heraushalten wollten, hat die Alternantive für Deutschland genau darauf gesetzt, die Probleme zu thematisieren:

  • steigende Verschuldung in Europa und Deutschland
  • für die Südländer zu stark bewerteter Euro
  • für die Nordländer zu schwach bewerteter Euro
  • ständig steigende Haftungsvolumina für die sogenannte Euro-/Bankenrettung
  • Entkoppelung des Prinzips der Einheit von Verantwortung/Kapital und Haftung durch Schnüren von Staatshilfen für spekulierende Banken durch Schaffung von Rettungsfonds wie EFSF, ESM und andere, wobei der ESM unbegrenzt aufgestockt werden kann
  • steigende Energiepreise durch völlig übereilten Ausstieg aus den herkömmlichen Energiearten von ca 200 Prozent in den letzten 10 bis 12 Jahren für Strom und Gas
  • steigende Arbeitslosigkeit in Südeuropa aufgrund ca 30 bis 40 Prozent zu hoher Lohnstückkosten ohne Möglichkeit der Abwertung einer Währung
  • dauerhafte Niedrigzinspolitik zur Entlastung der Schuldner, die gleichzeitig zur Enteignung der Sparer / Besitzer von Lebensversicherungen etc. beiträgt, da die Zinsquote unter der Inflation liegt
  • monetäre Staatsfinanzierung durch das Staatsanleihenaufkaufprogramm OMT der Europäischen Zentralbank, welches optional unbegrenzt ist und damit die Haftung der Nordländer unbegrenzt erhöhen kann
  • hohe Aussenstände der nationalen Notenbanken der Nordländer durch die Target-Salden bei der Europäischen Zentralbank und dadurch Erhöhung der Schuldenstände der nationalen Notenbanken der Südländer bei der EZB
  • zu hohe Steuerlast für den Arbeitnehmer und Mittelstand in Deutschland durch ständig steigende „kalte Progression“
  • zu hohe Sozialausgaben der Kommunen durch zu hohe Einwanderungsraten in die Sozialsysteme
  • Verschärfung der demographischen Katastrophe durch Schaffung einseitiger finanzieller Anreize für berufstätige Mütter bei gleichzeitiger finanzieller Benachteiligung von Mehrkindmüttern die als Vollzeitmütter mehrere Kinder erziehen und betreuen

Lesen Sie auch: Über den Ausverkauf deutscher Interessen – ein Gastbeitrag zu Merkels Europa-Politik auf Handelsblatt Online von Gunnar Beck

Daher der Aufruf: gehen Sie zur Wahl und wählen Sie die

Alternative für Deutschland !

Wahlbörse 2013

Umfrageergebnisse Bundestagswahl 2013

Wir sind das Volk !